Weihnachtspäckchen schenken Weihnachtsfreude – Folge 3

Der Countdown läuft … bereits nächste Woche machen sich unsere Weihnachtspäckchen auf den Weg nach Albanien! Trotzdem nehmen wir noch bis zum 15. November Päckchen entgegen (oder gerne ein paar Tage früher – hier geht’s zur Packliste).

Ist viel zu knapp und überhaupt Einkaufen im Moment nervig? Dann freuen wir uns auch über eine Spende, damit vor Ort päck­chen­weise „Weihnachts­freude“ gekauft und weiter­gegeben werden kann – z.B. in Bul­garien und Rumä­nien (wir empfehlen: 25 EUR pro Päckchen, inkl. Verpackung usw. – online spenden oder überweisen mit Vermerk „Weihnachtsfreude“).

In den letzten zwei Wochen haben wir ältere Menschen in Rumänien und Familien in den bulgarischen Bergen kennengelernt, die sich über Weihnachtspäckchen freuen werden – heute ist zum Abschluss noch Albanien an der Reihe.

Kinder und Familien in Kombinat, Albanien

Unser örtlicher Kollege schreibt:

„Wir sind bisher noch nicht wieder im Lockdown, und ich hoffe sehr, dass das nicht passiert. Viele Menschen haben die Hoffnung verloren und werden immer aggressiver. Ein neuer Lockdown würde nicht nur die Wirtschaft töten, sondern auch die Menschen.

Auch in Kombinat ist die Situation sehr hart. Ein Jahr nach dem Erdbeben sind zahlreiche Familien immer noch ohne Zuhause. Viele haben ihr Obdach verloren, sind umgezogen oder anderswo untergekommen. Zwei Schulen in der Gegend wurden auch zerstört und die Kinder mussten die Schule wechseln. Und dann kam der Lockdown wegen der Pandemie! Dadurch haben viele ihren Job verloren. Das Leben wird immer schwieriger. Wir hören immer öfter über Selbstmord, oder andere, die versuchen das Land zu verlassen oder umgekommen sind. Die Kinder merken all diese Dinge und man sieht, wie sie das bedrückt.

Unser Land hat eine sehr schwere Zeit vor sich. Wir wünschen uns, dass die Weihnachtspäckchen für die Kinder ein Segen sind, und dass sie ihnen viel Freude bescheren in dieser Weihnachtszeit!“

Die Päckchen werden unter anderem an Kinder weitergegeben, die unser Kinderzentrum in Kombinat besuchen, sowie die Kinder aus bedürftigen Familien im Kindergarten. Zusätzlich spenden sie auch ca. 70 Kindern in einem Kinderkrankenhaus in Kombinat Weihnachtsfreude; die Kinder wohnen dort permanent, viele haben Behinderungen oder sind aus extrem bedürftigen Familien außerhalb Tiranas. Je nach Anzahl werden Päckchen auch in der lokalen Schule verteilt.

(Archivbild – Geschwister im Kinderzentrum)

Weihnachtspäckchen schenken Weihnachtsfreude – Folge 2

Der November ist angebrochen und die Adventszeit steht vor der Tür … höchste Zeit für die Weihnachtspäckchen! Noch bis zum 15. November nehmen wir sehr gerne Päckchen entgegen (hier geht’s zur Packliste), die in Albanien vielen Kindern und Familien Weihnachtsfreude schenken werden.

Aber auch in Ländern wie Rumänien und Bulgarien möchten wir die Menschen nicht vergessen. Damit vor Ort päckchenweise Weihnachtsfreude gekauft und weitergegeben werden kann, freuen wir uns über eine Spende (wir empfehlen: 25 EUR pro Päckchen, inkl. Verpackung usw. – online spenden oder überweisen mit Vermerk „Weihnachtsfreude“).

Letzte Woche durften wir ältere Menschen in Rumänien kennenlernen, die sich über Weihnachtspäckchen freuen werden – heute geht die Reise in die bulgarischen Berge.

Kinder und Familien in Vidrare, Bulgarien

„Vor ein paar Wochen kam Melisa* zu mir und reichte mir ein Säckchen mit Münzen“, erzählt Zhana, unsere Kollegin vor Ort. „‚Für Weihnachten!‘, sagte sie.“

Melisa besucht seit einem Jahr die Schule im Bergdorf Vidrare in Bulgarien. Mit ihren Großeltern wohnt sie im Nachbardorf – der Vater hat sie verlassen, die Mutter ging in den Westen, um Arbeit zu suchen. Melisa hat sich in der Schule gut eingelebt, ist sehr engagiert und sogar Mitglied der Schülervertretung. Als die Sechstklässlerin im vergangenen Jahr ein Weihnachtspäckchen von Helping Hands erhielt, freute sie sich: „Meine Oma hat gesagt, sie machen das für uns jedes Jahr und wir haben es gar nicht verdient. Das ist Liebe, oder?“ Deshalb sind die Päckchen so wertvoll, weil sie nicht nur körperliche Bedürfnisse erfüllen, sondern jedes Päckchen bringt auch Hoffnung und Freude zu den Menschen.

Die Corona-Pandemie hat auch in Vidrare das Leben auf den Kopf gestellt. Die Schule ist zwar inzwischen wieder offen – glücklicherweise, denn keine Familie kann sich genügend Internet leisten, um vom angebotenen Online-Unterricht zu profitieren – aber die letzten Monate waren extrem schwer für die Familien. Wenn die Kinder in der Schule sind, sparen die Eltern eine Menge Brennholz und zwei Mahlzeiten pro Tag, die sie sonst gar nicht bezahlen könnten.

In dieser Situation kam die Dorfgemeinschaft auf erstaunliche Weise zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Familien, die etwas besser dran waren, und auch das Schulkollegium sammelten Kleidung und packten Essenspakete für die bedürftigeren Familien. „Gott sei Dank für diese Mobilisierung der Dorfbewohner. Die Dorfgemeinschaft ist lebendig und unabhängig. Welch ein unerwarteter Segen!“, berichtete Zhana.

Aber was ist mit Weihnachten? Päckchen können nach derzeitigen Auflagen nicht importiert werden. „Im Sommer haben wir diskutiert, was wir tun können, um von uns aus die bedürftigen Familien in unseren Dörfern zu unterstützen, aufgrund der neuen Regeln und Beschränkungen. Vor ein paar Wochen kam Melisa zu mir und reichte mir ein Säckchen mit Münzen. Sie hatte Himbeeren gepflückt und sie verkauft und mir den Erlös gebracht. ‚Das ist für unser Weihnachtsprojekt – ich möchte jetzt schon damit anfangen!'“

Wir sind begeistert von dieser Initiative der Menschen in Vidrare und umliegenden Dörfern! Mit Spenden für unsere „Weihnachtsfreude“ möchten wir die lokale Initiative nicht ersetzen, sondern würdigen und das noch erweitern, was die Dorfgemeinschaft schon von sich selbst aus tut.

(* Name geändert)

Weihnachtspäckchen schenken Weihnachtsfreude – Folge 1

Die Lebkuchen und Dominosteine in den Supermärkten werden schon wieder alt … aber für Weihnachtspäckchen ist noch Zeit! Noch bis zum 15. November nehmen wir sehr gerne Päckchen entgegen (hier geht’s zur Packliste), die in Albanien vielen Kindern und Familien Weihnachtsfreude schenken werden.

Aufgrund aktueller Corona-Beschränkungen können wir in manche Länder dieses Jahr keine Päckchen versenden. Trotzdem möchten wir die Menschen dort nicht vergessen! Damit vor Ort päckchenweise Weihnachtsfreude gekauft und weitergegeben werden kann, freuen wir uns über eine Spende (wir empfehlen: 25 EUR pro Päckchen, inkl. Verpackung usw. – online spenden oder überweisen mit Vermerk „Weihnachtsfreude“).

In den nächsten drei Wochen möchten wir hier ein paar der Menschen vorstellen, die sich über Weihnachtspäckchen freuen werden.

Senioren in Sighişoara, Rumänien

Etwa 65 ältere Menschen gehören zu mehreren „Senioren-Clubs“ unseres Partners Veritas oder werden regelmäßig von Mitarbeitern vor Ort besucht. Während der Coronakrise mussten die Seniorenclubs und das gesamte Veritas-Zentrum dicht machen. Eine schreckliche Zeit! Monatelang waren die Senioren quasi daheim eingesperrt. „Langweilig“ … „sehr monoton“ … „furchtbar“ … „erstickend“ – so beschrieben sie ihre Erfahrungen.

Seit Ende September darf das Veritas-Zentrum wieder öffnen. Welch ein Segen! Die Senioren sind überglücklich. Zwar ist alles ein bisschen anders – die Räume wurden nach Coronaregeln neu arrangiert, und manche können aus gesundheitlichen Gründen noch nicht wieder dabei sein und werden von den Mitarbeitern besucht – aber die Senioren genießen die wiedergewonnene Gemeinschaft. Wie hatten sie es vermisst, sich auszutauschen und Zeit miteinander zu verbringen!

„Es ist so wundervoll, wieder hier zu sein. Ich muss nicht kochen und freue mich so über das Essen hier.“ – „Wenn ich hier bin, werde ich von Energie und Stärke erfüllt.“ – „Hier können wir herkommen, um zu lernen und unsere Seelen neu zu öffnen.“ – „Wir sind eine Gemeinschaft, und es ist so gut, dass wir uns wieder gegenseitig unterstützen und auch unser Gehirn benutzen können!“

Zweimal in der Woche ein bisschen Gemeinschaft, gemeinsam essen, spielen und plaudern – das klingt vielleicht nicht nach viel. Aber für die Teilnehmer dieser Clubs macht es einen gewaltigen Unterschied. Viele sind allein, Kinder oder Enkel weit weg, die meisten können sich von ihrer mageren Rente kaum die nötigen Lebensmittel und Heizmaterial leisten. Da macht auch ein Weihnachtspäckchen einen Unterschied! Vor allem aber trägt es dazu bei, wie eine Seniorin beschreibt, um die „Seelen neu zu öffnen“: ein Licht der Hoffnung und Freude an Weihnachten, ein Zeichen gerade auch in der Krise, dass keiner vergessen wird.

 

(Archivbild)

„Ich habe Schulweh!“

Wir vermissen unsere Schüler.
Wir vermissen unsere Lehrer.
Wir vermissen unsere Klassenräume, Bücherei, Labor und Schulhof.
Wir vermissen das Lachen, den Unterricht, die Freundschaften, die Konflikte.
Wir vermissen die Schule!

So schrieb die „NES“-Schule in Beirut am 1. April auf ihrer Facebook-Seite. Zu dem Zeitpunkt waren die Schulen erst ein paar Tage zu. Inzwischen sind die Sommerferien schon halb rum und noch immer ist nicht klar, ob zum Anfang des nächsten Schuljahres wieder regulärer Unterricht stattfinden kann.

Aber die Schule im Libanon ist Herausforderungen gewöhnt. Und so konnte auch hier eine Lösung gefunden werden. Das ist vor allem dem unermüdlichen Einsatz der Lehrer zu verdanken, unterstützt durch die Administration. „Ich hatte befürchtet, dass ich dieses Schuljahr wiederholen muss“, schreibt ein Mädchen aus der siebten Klasse. „Aber jetzt, mit dem Online-Unterricht, hoffe ich, dass ich in die 8. Klasse versetzt werde!“ Und auch ein Fünftklässler betont: „Ich habe keine Angst vor dem kommenden Schuljahr. Bestimmt werde ich in der 6. Klasse sein.“

Die ersten zwei Wochen des Lockdowns waren in der NES noch der Wiederholung mit Hilfe von Arbeitsblättern gewidmet, dann begann der reguläre Online-Unterricht. Die Lehrer senden Videos oder unterrichten direkt durch eine App, sie geben Aufgaben, die die Schüler bearbeiten und ihnen zurücksenden, worauf sie umgehend Feedback erhalten. Dafür sind Eltern und Kinder sehr dankbar, besonders auch wegen der persönlichen Interaktion, die die Kinder besonders vermissen.

Eine Schülerin aus der neunten Klasse berichtet: „Ich war überrascht zu sehen, dass die Lehrer uns eine Zeit geben, in denen wir sie anrufen können und unsere Fragen stellen. Und das beste ist, dass sie jede einzelne Aufgabe von uns persönlich korrigieren und zurückschicken.“ – „Mein Sohn kommuniziert direkt mit den Lehrern“, beschreibt eine Mutter. „Er schickt Aufgaben und sie korrigieren. Zum Beispiel schrieb ein Lehrer auf eine Aufgabe sofort ‚Richtig, gut gemacht!‘. Es ist, als ob er mit meinem Sohn zusammensitzt.“ Zusätzlich wird durch Gruppenarbeiten und besondere Projekte sowie Facebook-Gruppen ermöglicht, dass die Schüler auch untereinander in Kontakt bleiben.

„Ich mag besonders die Naturwissenschaften; die Experimente machen echt Spaß!“, erzählt Zach aus der sechsten Klasse. „Aber Mathe ist schon schwierig für mich. Da bin ich sehr froh, dass ich meinen Mathelehrer anrufen kann und ihm alle meine Fragen stellen, oder sogar per Video mit ihm reden.“

Die Lehrer sind sehr zufrieden und betonen, wie gut es – wider Erwarten – mit dem Online-Unterricht klappt: „Wenn unsere Schüler eine Online-Unterrichtstunde haben, dann sind alle dabei und genau pünktlich da. Sogar, wenn ihre offizielle Zeit schon rum ist, schreiben sie noch eifrig Textnachrichten. Es ist wirklich toll zu sehen, wie motiviert sie sind. Es macht mir gar nichts aus, ihre ganzen Nachrichten und Fragen zu bekommen und mir die Zeit zum antworten zu nehmen.“ Und ein anderer Lehrer freut sich: „Ich beginne pünktlich um 10 Uhr und, kaum nachdem ich Guten Morgen gesagt habe, werde ich schon mit den ‚Hallo’s der Schüler bombardiert. Das ist sehr ermutigend. Meist sind alle Schüler da, und wir können gemeinsam interagieren. Klar, es ist nicht wie normaler Unterricht – aber es funktioniert.“

Natürlich fordert dieser Online-Unterricht einiges von den Lehrern, denn Online-Unterricht muss eben kreativ sein – für jede Stunde Unterricht sind etwa drei Stunden Vorbereitung erforderlich, zum Beispiel um Diagramme, Bilder, Videos zu erstellen und die richtigen Aufgaben zu finden sowie eine Zusammenfassung zu erstellen, die am Ende der Stunde an die Schüler geschickt wird, damit sie die Aufgaben besser bearbeiten können. „Dieser Online-Unterricht fordert alle Kreativität von mir, die ich in meinen Jahren als Lehrer gelernt habe!“

Ein Junge aus der fünften Klasse schreibt: „Die Videos, die die Lehrer uns schicken, sind sehr hilfreich. Manchmal geben sie uns ein Projekt auf, dann müssen wir ein Foto davon machen und es ihnen zurückschicken. Das macht echt Spaß!“ Und auch die Eltern sind dankbar: „Die Lehrer sind sehr kreativ im unterrichten“, erklärt eine Mutter. „Sie bemühen sich, wie sie nur können, um die Unterrichtsinhalte so klar wie möglich zu vermitteln. Sie begleiten die Kinder Schritt für Schritt. Ich muss meiner Tochter bei gar nichts helfen! Danke an euch Lehrer, dass ihr so kreativ seid und euch so um unsere Kinder bemüht!“

Doch trotz aller Kreativität und Motivation ist die Situation alles andere als ideal. Manche Familien haben kaum Internetzugang oder besitzen keine Tablets oder Laptops, nur ein einziges Handy für mehrere Kinder. Die Eltern bemühen sich, diese Hindernisse einigermaßen zu meistern, sodass ihre Kinder den Unterricht besuchen können. Fürs kommende Schuljahr hofft die Schulleitung, für die ganze Schule gebrauchte Tablets zu erhalten, sodass alle Schüler ungehindert am Online-Unterricht teilnehmen können, falls das erforderlich wird.

Denn bisher stehen die Chancen nicht gut, dass die Lage im Libanon sich bald entspannt hat. In Bezug auf Corona verschlechtert sich die Situation derzeit noch. Und dann ist da noch die Wirtschaftskrise, die Libanon schon vor Corona fest im Griff hatte.

„Dies war ein seltsames und herausforderndes Schuljahr“, schreibt die Schulleitung. „Seit dem Bürgerkrieg vor 20 Jahren standen wir nicht mehr vor solchen Herausforderungen! Für uns im Libanon, selbst wenn die Covid-19 Beschränkungen gehoben werden, müssen wir mit erneuten Straßenprotesten rechnen, denn die Wirtschaft bricht weiter zusammen und unsere Währung verliert täglich an Wert.“

Nachrichtensender sprechen von der schlimmsten Wirtschaftskrise, die das Land je durchgemacht hat, und berichten, dass inzwischen auch die libanesische Mittelklasse in die Armut abrutscht und bald große Teile der Bevölkerung hungern werden; schon jetzt liegt die Hälfte unter der Armutsgrenze.

Das hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf den Schulbesuch. Familien, die sich vorher das Schulgeld leisten konnten, bräuchten jetzt Unterstützung. Und dann sind da natürlich die über 100 Kinder aus syrischen Flüchtlingsfamilien und anderen ethnischen Minderheiten, die um ihren Schulplatz an der NES bangen müssen, weil Unterstützung aus anderen reichen Ländern aufgrund der Coronakrise plötzlich versiegt ist.

Aber da besteht Grund zur Hoffnung: Im Mai und Juni engagierten sich 126 Läufer in Gelnhausen, Berlin und ganz Deutschland bei zwei Joggathon-Spendenläufen für die Schule in Beirut; auch Schüler, Lehrer und Freunde der NES-Schule liefen im Libanon mit. Insgesamt kamen so über 15.500 Euro für einen „Studien-Fond“ zusammen, der besonders solchen Kindern helfen soll, weiterhin die NES-Schule besuchen zu können, die ansonsten überhaupt keinen Schulplatz erhalten könnten – syrische Kinder zum Beispiel werden im Libanon in öffentlichen Schulen meist nicht mehr aufgenommen.

Was das für diese Kinder bedeutet, das beschreiben zwei Schülerinnen aus der 6. und 7. Klasse sehr eindrücklich:

„Ich bin 15 Jahre alt, aber erst in der 6. Klasse. Ich kann es mir nicht leisten, noch ein Schuljahr zu verlieren; ich war so traurig, als der Unterricht gestoppt wurde. Ich wollte weiterlernen und die Jahre ausgleichen, die ich wegen dem Krieg in Syrien verloren habe! Ich dachte, dass der Corona-Virus meinen Traum zerstört hat, aber als die Schule uns in der ersten Woche des Lockdowns kontaktierte und über den Online-Unterricht erzählte, fühlte ich mich sehr ermutigt und aufgeregt. … Ich nehme diesen Unterricht sehr ernst und gebe mein Bestes, um richtig gut zu sein. Aus der Krise habe ich gelernt, nicht aufzugeben!“

„Wir hören meist, dass jemand ‚Heimweh‘ hat. Habt ihr schon mal von jemand gehört, der ‚Schulweh‘ hat? Ich habe Schulweh.
Nachdem wir Syrien verlassen hatten, wurde die NES mein Zuhause, meine Sicherheit, mein Dazugehörigkeitsgefühl. Einige Lehrer wurden meine Mentoren und sogar meine Freunde, ich schütte mein Herz bei ihnen aus, wenn ich traurig bin.
Im Libanon wurde die NES zu meiner neuen Heimat.
… Ich bin dankbar für den Online-Unterricht, aber ich vermisse alles, was irgendwie mit der Schule zu tun hat. Sobald diese Krise rum ist, möchte ich meine Freunde treffen und mit ihnen Basketball spielen. Ich träume davon, dass ich eines Tages aufwache und merke, dass die Covid-19 Krise vorüber ist und ich auf meinem Platz in meinem Klassenzimmer sitze!“

Zweiter Joggathon 2020: In Zahlen

Der zweite „dezentralisierte“ Joggathon fand in der zweiten Juniwoche in Berlin, Hamburg und Umgebung statt. Die Überraschung: Zwar waren weniger Läufer dabei als beim „normalen“ Joggathon, trotzdem wurde ein neuer Rekord aufgestellt: über 15.000 Euro!

 

Hier die gesamte Statistik:

73 Läufer

Gesamtstrecke: 668,84 Kilometer (gelaufen und gefahren; pro Läufer: 9,16 km)

191 Sponsoren

Gesamter Sponsorenbetrag: 15.222 Euro [offizieller Endstand Oktober 2020: 16.703,50 Euro]

Erlös für die NES-Schule im Libanon: 7.611 Euro

Erlös für die Projekte in Belarus und Ruanda: jeweils 3.805,50 Euro

 

Damit sind bei den Joggathons (Gelnhausen, Beirut, Berlin) insgesamt über 15.500 Euro für die Schule im Libanon „erlaufen“ worden. Die Zahlen zum ersten Joggathon im Mai finden Sie hier.

Wir danken allen Läufern, Sponsoren, Organisatoren und Ermutigern, die zu diesem beeindruckenden Ergebnis beigetragen haben!

Erster Joggathon 2020: Reaktionen

„Darf ich auch Purzelbäume schlagen?“

Der Joggathon am 17. Mai fand zum ersten Mal zeitgleich in Deutschland und am „Projektort“ statt: in Beirut, Libanon, wo wir die Schule unseres Partners mit dem Erlös des Joggathons unterstützen. Aber inmitten einer Ausgangssperre, Wirtschaftskrise und Ausnahmesituation einen Joggathon zu organisieren ist nicht ganz einfach! Trotzdem gingen unsere Kollegen vor Ort mit Begeisterung an die Sache – und machten den „Joggathon Beirut“ trotz aller Herausforderungen zu einem vollen Erfolg. Sie berichten:

„Anfangs als wir begannen, für den Joggathon zu werben, flippten viele meiner Freunde aus. Einer von ihnen rief mich sogar sofort an. Er sagte zu mir: ‚Josie, du musst absagen! Das kannst du nicht tun! Die Polizei wird dir eine Geldstrafe auferlegen.‘ Er war echt überrascht, als ich ihm hinterher die Details vom Joggathon schickte! Er schrieb: ‚Das ist großartig! Es ist toll, wie ihr die Schüler mit involviert habt. Ich wünschte, unsere Schule würde so etwas auch tun!‘ Ein anderer Freund war begeistert von dem, was wir für unsere Schule tun. Er konnte uns nicht finanziell unterstützen, also fragte er mich: ‚Würde es helfen, wenn ich gemeinsam mit den Kindern laufe?‘ Natürlich sagte ich ja. Und er lief 4 Kilometer mit unseren Kindern.“

Besonders die Schüler der NES waren begeistert über die Idee, gemeinsam für ihre Schule zu laufen. „Darf ich auch Purzelbäume oder ein Rad schlagen? Zählt das?“, wollte ein Schüler wissen. Nachdem ihm erklärt wurde, wie ein Joggathon funktioniert, lief er stolze 8 Kilometer – und schlug am Ende doch noch einen Purzelbaum für die Schule.

„Ich trainiere jeden Tag. Wie kann ich für die Schule rennen?“, fragte ein anderer, sobald er die erste Ankündigung des Joggathons sah. „Ich bin bereit. Ich werde einen Rekord aufstellen!“ Und dann lief er über 10 Kilometer an der Mittelmeerküste in Beirut.

Dass ihre gelaufenen Kilometer einen Unterschied machen, gab den Kindern noch zusätzliche Motivation. Ein Fünftel der Gesamtspenden wurden so im Libanon „erlaufen“; etwa ein Drittel davon durch lokale Spenden, der Rest durch Sponsoren in Deutschland.

Auch die Lehrer waren sehr motiviert durch diese Veranstaltung. Seit Monaten versuchen sie, ihre Schüler irgendwie online weiter zu unterrichten – nicht so einfach, da die meisten Schüler aus schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen kommen. „Der Joggathon war großartig, sowohl von der psychologischen als auch der physischen Seite her“, erklärte ein Lehrer. „Wir dachten nicht mehr an all die Probleme um uns herum, sondern an den guten Zweck, für den wir liefen.“ Die Bildungskoordinatorin der Schule reflektierte: „Während ich für die NES lief, dachte ich darüber nach, welch ein riesiger Segen diese Schule für so viele Familien ist. Daher lief ich mit großer Freude.“

Und die Schulleiterin schrieb in einem Dankesbrief:

„Wir sind so dankbar für eure Freundschaft. Wir als Schulleitung waren uns natürlich schon bewusst, wie viel Helping Hands die Schule über die vergangenen Jahre unterstützt hat. Aber durch diesen Joggathon haben auch unsere Lehrer, Schüler und Eltern herausgefunden, dass wir gute Freunde in Deutschland haben, die ihr Bestes geben, um der NES zu helfen.

Dieses Event kam zu einer Zeit, in der wir uns als Schule besonders verletzlich und gefährdet fühlen. Der Joggathon hat geholfen, unsere Stimmung zu heben, und hat uns Hoffnung für die Zukunft gegeben. Gott hat diese Veranstaltung benutzt, um uns daran zu erinnern, dass er sich um unseren Dienst kümmert. In mehr als einer Hinsicht können wir weiterhin die Gegenwart Jesu für die Kinder in Beirut sein, weil ihr die Gegenwart Jesu in Deutschland seid. Möge Gott euch weiter segnen!“

 

Auch in Deutschland waren die Läufer begeistert dabei und das veränderte Format wurde in dieser Ausnahmesituation gut angenommen: „Individuell unterwegs aber doch für eine gemeinsame Sache, gerade unter Corona Bedingungen genial!“, schlussfolgerte unser Schriftführer Fabian Fuß. Und Simon Bangert, 1. Vorsitzender von Helping Hands e.V., fasste  zusammen, was viele fühlten:

„Der Joggathon 2020 hat in vielerlei Hinsicht unsere Erwartungen übertroffen. Sei es das starke Engagement der Läufer in Deutschland und im Libanon oder die Großzügigkeit der Sponsoren. Wir sind dankbar dafür, dass wir so viele Menschen bewegen konnten. Danke.“

 

Der „erste“ Joggathon 2020 war eine Veranstaltung der Kirche des Nazareners Gelnhausen in Kooperation mit Helping Hands e.V.

Vom 7. bis 14. Juni findet ein weiterer (dezentralisierter) Joggathon in Berlin statt. Der Berliner Joggathon unterstützt zu 50% ebenfalls die Schule in Beirut.

Erster Joggathon 2020: in Zahlen

Erster Joggathon 2020 „dezentralisiert“: in Gelnhausen und Umgebung, Stuttgart und Odenwald, Düsseldorf, Barcelona, Bonn und Beirut!

Der Joggathon fand am 17. Mai (bis 23. Mai) statt; ein weiterer Joggathon ist für Berlin und Hamburg in der zweiten Juniwoche geplant. Die Läufer liefen jeweils eine Stunde.

 

Statistik für alle in Deutschland registrierten Läufer:

53 Läufer

An 30+ Orten in Gelnhausen und Umgebung, Stuttgart, Odenwald, Düsseldorf, Bonn, Barcelona

Ältester Läufer: ca. Mitte 70, 5km

Jüngster Läufer: 6 Jahre, 6km (jüngster Teilnehmer im Kinderwagen: 9 Monate)

Schnellster Läufer: Christian Bangert mit 13,63km

Gesamtstrecke: 449,51 Kilometer + 50km per Rad

Gesamter Sponsorenbetrag: 6.544 Euro

 

Statistik für alle im Libanon registrierten Läufer:

68 Läufer (davon 22 Schüler und 14 Lehrer bzw. Personal der NES sowie Eltern und Freunde der Schule)

In 26 Gruppen an über 15 Orten in und um Beirut, anderweitig im Libanon sowie in den USA

Ältester Läufer: 79 Jahre, 4km

Jüngster Läufer: 3 Jahre, 3km (jüngster Teilnehmer im Kinderwagen: 1,5 Jahre)

Gesamtstrecke: 298,5 Kilometer + 18km per Rad

Gesamter Sponsorenbetrag: 430 Euro durch Sponsoren in Beirut und USA + ca. 1.150 Euro durch Sponsoren in Deutschland

(Statistiken Stand 31. Mai)

 

Wir danken allen Läufern, Sponsoren, Organisatoren und Ermutigern, die zu diesem großartigen Ergebnis beigetragen haben!

Hier findet ihr einen kleinen Rückblick in Bildern.

 

 

Jog-a-thon 2020 (English)

Welcome to the Jog-a-thon (German: Joggathon) 2020 in Germany, Lebanon and beyond!

The Jog-a-thon is a charity run that different Churches of the Nazarene in Germany (mainly Gelnhausen and Berlin) organise every year around May or June. Due to corona-restrictions the jog-a-thon is taking place in a „decentralised“ format this year: runners participate alone, in pairs or as family group, wherever they are, but in a joint effort. The raised funds will support the Nazarene Evangelical School in Beirut, Lebanon, and the school is joining the charity run! The event organisers are inviting people from all over Europe and beyond to join the jog-a-thon – together with participants from Germany, Lebanon, Spain, and hopefully lots of other places!

The joint event is planned for Sunday, 17th May 2020, from 12 to 1pm CEST but you’re welcome to run earlier or later in the day or during the following week.

 

You’re in?

Great! This is how it works:

1. Sign up (by using this form or by sending a message or comment on the Helping Hands Facebook page in your own language that you plan to jog for the NES)

2. Recruit sponsors/supporters who will agree to donate a certain amount for each kilometre or mile that you run or walk

3. Select a route

4. Run, jog or walk your selected route on 17th May, or any time from May 17th – 23rd

5. Calculate the distance you covered by using a tracking app on your mobile device or calculating with Google maps or similar

6. Report the actual distance to your sponsors and direct them to donate here: https://helpinghandsev.org/jahresprojekt-2020-spenden/ (if you’re Nazarene, you can donate through your district or NCM, but mark your donation clearly)

7. Let us know by email, Facebook or Instagram the distance you covered, the funds you raised, and the country you’re from, and add pictures if you like (#joggathon2020)

Questions? Write to us at joggathon2020@helpinghandsev.org

 

We are supporting:

… the Nazarene Evangelical School in Beirut, Lebanon, who are joining us for the event (running in Beirut). The NES is a haven of peace in a country in turmoil, defined by mutual trust and respect, cultural and religious diversity without discrimination as well as a high-quality education. The current economic crisis in Lebanon has massively worsened due to corona; and those most at risk suffer the most – children and families who were already vulnerable before: refugees, migrant workers, ethnic and religious minorities. Many fear that they won’t be able to return to their classes once schools reopen. We are participating in the jog-a-thon to keep all the kids in school!

 

Jog-a-thon Signup

Yes! I want to participate in the jog-a-thon event on 17th May 2020 (or during the following week).

 

This jog-a-thon is an event of the Church of the Nazarene Gelnhausen in cooperation with Helping Hands e.V. Another jog-a-thon will take place in Berlin from 7th to 14th June.

Joggathon 2020

Der Gelnhäuser Joggathon 2020 findet statt!

Zwar können wir aufgrund von Kontaktsperre & Co. dieses Jahr nicht gemeinsam um die Kreissportanlage in Gelnhausen laufen, aber das ist ja kein Grund, den Joggathon ausfallen zu lassen! Deshalb gibt es den „Joggathon to go“: Wir laufen gemeinsam für den guten Zweck (die NES-Schule in Beirut im Libanon), und zwar allein, zu zweit oder als Familie – jeder, wo er oder sie will, aber trotzdem zusammen … gerne in ganz Deutschland oder außerhalb – und die Schüler und Lehrer der NES-Schule laufen in Beirut mit!

Das gemeinsame Event ist für Sonntag, den 17. Mai 2020, von 12 bis 13 Uhr geplant; gerne kann auch später am Tag (oder in der folgenden Woche) gelaufen werden.

 

Du bist dabei?

Super! So funktioniert’s:

1. Melde dich an (mit diesem Formular online oder per E-Mail)

2. Suche dir Sponsoren (dieses Infoblatt hilft dir dabei)

3. Finde einen Mitläufer, wenn du magst, und wähle eine Laufstrecke

4. Installiere eine Tracking-App auf deinem Handy (nett, aber nicht erforderlich)

5. Folge uns online, um keine Infos zu verpassen (#joggathon2020)

6. Stehe am Sonntag, 17. Mai, um 12 Uhr in den Startlöchern (gerne auch später am Tag oder in der Woche)

7. Lauf! für den guten Zweck :))

8. Erzähle uns per E-Mail, Facebook oder Instagram, wie viel du gelaufen bist und welchen Betrag du „erlaufen“ hast (gerne mit Foto)

9. Folge uns online, um zu sehen, wer sonst so mitgelaufen ist – in Deutschland und im Libanon! (#joggathon2020)

10. Freu dich mit uns, dass Kinder in Beirut die Chance auf eine Zukunft haben!

 

Noch Fragen?

Hier findest du weitere Details zum Event und Projekt und

hier findest du die Infos kompakt auf einer Seite zum runterladen und weiterleiten (pdf).

Oder schreibe uns eine Mail an joggathon2020@helpinghandsev.org!

 

Joggathon Anmeldung

Hiermit melde ich mich verbindlich zum Joggathon am 17. Mai 2020 an.

 

Der Joggathon am 17. Mai ist eine Veranstaltung der Kirche des Nazareners Gelnhausen in Kooperation mit Helping Hands e.V.

Im Juni findet ein weiterer (dezentralisierter) Joggathon in Berlin statt: vom 7. bis 14. Juni engagieren sich zahlreiche Läufer und Sponsoren in der Hauptstadt (ausführliche Infos zu diesem Event findet ihr hier). Der Berliner Joggathon unterstützt zu 50% ebenfalls die Schule in Beirut – wir laufen also gemeinsam mit Berlin und Beirut, Gelnhausen und ganz Deutschland dafür, dass Kinder im Libanon eine Zukunft haben!