Endlich mal richtig satt – „Weihnachtsfestmahl“ im Kinderzentrum Kombinat

Es ist einer dieser Tage, auf den die Kinder sich das ganze Jahr über freuen. Ein Tag, an dem sie mit ihrer Familie und ihren Freunden ausgelassen feiern können. Ein Tag, an dem es Geschenke gibt! Und vor allem ein Tag, an dem sie sich endlich mal richtig satt essen können.

Zum vierten Mal feierte im Dezember unser Kinderzentrum in Kombinat, Albanien, dieses ganz besondere Weihnachtsmahl. Dafür werden die Kinder gemeinsam mit ihren Familien in ein nettes Restaurant eingeladen – etwas, das sie sich unmöglich selbst leisten könnten. Das Essen ist vorzüglich, und vor allem: Es ist genug davon da!

An diesem Tag saß Ali*, den wir schon in unserem Jahresprojekt 2019 kennengerlent haben, die ganze Zeit stumm auf seinem Stuhl und aß und aß. Einer der Mitarbeiter fragte ihn: „Bist du glücklich?“ – „Ja!“, antwortete Ali, und seine Augen strahlten. „Das ist das erste Mal, dass ich den Tisch so voll gesehen hab und so viel essen kann, wie ich will!“

Etwa 50 Kinder, Eltern und Mitarbeiter feierten an diesem Tag gemeinsam Weihnachten. Die Mitarbeiter hatten entschieden, das Festmahl auch trotz Corona anzubieten – denn gerade nach diesem Jahr der Hoffnungslosigkeit brauchen die Familien diese Zeit der geteilten Freude und Zuversicht. Gesti, Leiter unseres örtlichen Partners, berichtet:

„Eine Woche vorher hatten die Kinder alle liebevoll Einladungskarten für ihre Eltern gebastelt. An dem Tag kamen dann alle Kinder und Eltern pünktlich beim Restaurant an; sie sahen sehr glücklich aus! Wir hatten einen guten Platz und sehr gutes Essen. Für diesen Tag wünschen wir uns, dass sie einfach alle so richtig das Essen und Trinken genießen können.

Während des Essens schaute ich zu Cimi und seiner Tochter Anna* hinüber. Sie sahen beide sehr froh aus. Ich fragte sie, ob sie die Feier genießen? Cimi sagte, mit Tränen in den Augen: ‚Wir haben daheim nichts mehr zu essen.‘ Seine Frau hat ihn und Anna vor einer Weile verlassen. Die zwei sind jetzt allein und oft haben sie nicht genug Lebensmittel. Wir waren so froh, dass sie sich hier satt essen und auch noch etwas mit nach Hause nehmen konnten.“

Nach dem Festmahl folgte noch die Bescherung: Jedes Kind erhielt ein neues Paar Schuhe, und einige Weihnachtspäckchen wurden verteilt; die restlichen bei der Weihnachtsfeier im Kinderzentrum. „Als sie nach dem Essen die Geschenke bekamen, da lärmte Ali, als ob die ganze Welt ihm gehört!“

Das Weihnachtsessen wurde, wie auch in den Vorjahren, von Helping Hands e.V. aus Spenden im Rahmen des Weihnachtstransports gefördert.

 

* Name geändert

Sauberes Wasser für Ithung und Ghalegaun

„Wasser ist lebensnotwendig für uns alle. In Nepal haben viele Menschen keinen guten Zugang zu Wasser. Vor allem in den ländlichen Gegenden, aber auch in den Städten. Zum Beispiel in Pachthar, im östlichen ‚Hügelgebiet‘ von Nepal. Dort freut sich Surendra M., der Dorfvorsteher und Schulleiter der Dorfschule in Ithung, über den neuen Wasserspeicher mit Wasserhähnen. Die Dorffamilien haben auch selbst so viel sie konnten zum Bau beigetragen. ‚Wir haben so oft versucht, hier einen Wasserspeicher mit Wasserhähnen und Waschbecken zu errichten, aber es hat nie geklappt‘, erklärt Surendra M. ‚Jetzt hat NCM Nepal uns geholfen und uns ermutigt, das Wasserprojekt tatsächlich durchzuführen. Wir sind sehr dankbar dafür!'“

So berichtet unser Partner in Nepal über das Wasser- und Hygieneprojekt, das als Reaktion auf die Coronakrise in den Bergdörfern Ithung und Ghalegaun durchgeführt wurde. Dabei wurde je ein Wasserspeicher errichtet und mit geeigneten Quellen verbunden sowie kindergerechte Wasserhähne und Waschbecken installiert.

Die Dorfbewohner sind extrem dankbar dafür, denn auf 2.500 Meter Höhe gibt es nicht viele Möglichkeiten, durchgehend an Wasser zu kommen – die öffentliche „Pipeline“ liefert nur sehr sporadisch Wasser; die verstreuten Quellen geben entweder nicht genug Wasser oder sind relativ weit entfernt, zumindest für Schulkinder. Das ist besonders in der Coronasituation eine große Herausforderung!

In Ithung wurde ein Speicher errichtet, der 8.000 Liter fasst und auf dem Gelände des neuen integrativen Kinderzentrums steht. Die ursprünglich geplanten 5.000 Liter wurden auf Bitte der Dorfbewohner erweitert, die auch beim Bau des massiven Betonspeichers mit Begeisterung dabei waren und schon überlegen, wie sie die Wasserversorgung bis zur nur 150 Meter entfernten Dorfschule erweitern können. Die Dorfbewohner sind sehr glücklich, dass sie nun Wasser rund um die Uhr haben!

Der Wasserspeicher im Nachbarort Ghalegaun, wo ein Zweigzentrum des integrativen Kinderzentrums eröffnet wurde, wird mit Quellwasser gespeist und fasst insgesamt 2.200 Liter. Die 1,5-Kilometer-lange Wasserleitung zur Quelle wurde zu zwei Dritteln durch die Gemeindeverwaltung bezahlt; die Dorfbewohner trugen mit Arbeitskraft sowie Kies und Splitt bei; die restlichen Kosten wurden von Helping Hands beglichen – also ein starkes Gemeinschaftsprojekt in dieser sehr bedürftigen Gegend.

Auch dieser Tank ist solide und haltbar aus Beton gebaut; das Quellwasser wurde getestet und ist sauber und als Trinkwasser geeignet. Etwa 120 Menschen, davon 39 Kinder des Kinderzentrums, benutzen das Wasser täglich zum Trinken, Waschen und für sanitäre Bedürfnisse.

Suroj M., der Lehrer des neuen Kinderzentrums, freut sich: „Bisher hatten wir solche Probleme, für Kinder und Personal der Schule Wasser zu bekommen. Vor allem sauberes Trinkwasser war eine große Herausforderung. Kinder und Lehrer mussten regelmäßig den Unterricht verlassen, um irgendwo im Dorf Wasser zu holen. Auch Toiletten waren ein großes Problem ohne Wasser! Die Kinder konnten sich nicht die Hände waschen und wurden oft krank. Ich bin so glücklich, diesen neuen Wasserspeicher mit sauberem Wasser und Waschbecken hier zu sehen. Ich bedanke mich bei allen, die dieses ‚Wunderwerk‘ unterstützt haben!“

Im Rahmen der Einweihung der Wasserspeicher am 28. und 29. Dezember kamen außerdem insgesamt 78 Dorfbewohner für je eine Schulung zusammen, in denen der Virologe des Bezirkskrankenhauses und sein Assistent die Teilnehmer über die Symptome von COVID-19 und anderen jahreszeilich bedingten Krankheiten informierte und erklärte, wie man sich am besten schützt. Außerdem lernten die Teilnehmer verschiedene Hygienetechniken, erhielten Poster und Faltblätter sowie Masken, Händedesinfektionsmittel und Seife. Da es bisher noch keinerlei solche Schulung in den Dörfern gegeben hatte, war das Interesse sehr groß, und mehr Familien nahmen teil als ursprünglich geplant.

„Wir hoffen, dass dieses Wasserprojekt und die Schulungen die Hygiene in Ithung und Ghalegaun verbessert und die Menschen besser vor COVID und anderen Krankheiten geschützt sind“, schlussfolgerte unser Partner.

Integrative Kinderzentren in Nepal – wie das in Ithung und Ghalegaun – unterstützen wir als unser Jahresprojekt 2021.

Genug für ein richtiges Weihnachtsessen – Weihnachtsfreude in Albanien

Leonita* und ihre Geschwister konnten sich nicht recht auf Weihnachten freuen. Nicht nur, weil 2020 einfach ein schreckliches Jahr gewesen war. Nein, das Schlimmste: Der Vater war gestern nicht nach Hause gekommen, und damit auch kein Geld, mit dem die Familie sich Lebensmittel hätte kaufen können.

Viele mittellose Menschen in Albanien – wie Leonitas Vater – hatten sich lange Zeit ihr Einkommen damit verdient, im Müll nach Eisen und Plastik zu suchen und ihre „Ausbeute“ weiterzuverkaufen. Doch die Regierung entschied vor kurzem, eine Firma damit zu beauftragen, und machte das Müll-Durchsuchen illegal. Wie sollen die Menschen da ihre Familien versorgen! Also ging Leonitas Vater weiter zur Mülldeponie – heimlich, nachts, wenn hoffentlich alle schliefen. Aber dabei erwischte ihn die Polizei, und nun sitzt er im Gefängnis.

Der 26. Dezember war der zweite Tag ohne ihren Vater, ohne Geld, um Essen zu kaufen. Aber es war auch der Tag, an dem im Kombinat Kinderzentrum Weihnachten gefeiert wurde. Am Ende der Feier erhielten alle Kinder ein Weihnachtspäckchen aus dem Weihnachtstransport von Helping Hands. Leonita brachte es mit nach Hause – und wie groß war die Freude, als sie das Päckchen öffneten! Da war ja genug für ein richtiges Weihnachtsessen für die Familie! An dem Abend mussten Leonita und ihre Geschwister nicht hungrig zu Bett gehen.

 

Die Familien, denen unser Partner in Albanien dient, haben dieses Jahr viel durchgemacht – denn wie auch in anderen Ländern hat die Coronakrise die bereits bedürftigen Menschen am härtesten getroffen. Und ihre Lage war vorher schon prekär, da viele Familien in den Erdbeben Ende 2019 ihr Zuhause verloren hatten, und durch die Krise nun kaum mehr Hilfe erhielten. Auch zwei Schulen für etwa 700 Kinder waren zerstört.

„Dieses Jahr war wirklich nicht schön für die Kinder“, beschreibt Gesti, unser Kollege vor Ort. „Viele der Kinder konnten nicht einfach ‚zuhause‘ bleiben, weil sie kein ‚Zuhause‘ haben, oder sie hielten sich in den beschädigten Häusern auf, was sehr riskant ist, und konnten sie aber nicht verlassen wegen COVID. ‚Was sollen wir bloß tun?‘ Das haben sich die meisten Menschen in Kombinat das ganze Jahr lang gefragt.“

Aber Weihnachten ist die Zeit der Hoffnung, und auch Gesti und seine Mitarbeiter wollten gerade in dieser Zeit besonders Hoffnung spenden und den Kindern Freude schenken. Da kamen unsere Weihnachtspäckchen gerade richtig! „Wir haben uns so gefreut, als wir hörten, dass wir Weihnachtspäckchen für unsere Kinder erhalten werden. Wir haben uns sofort vorgestellt, wie wir den Kindern ein bisschen Freude bringen können und ihre fröhlichen Gesichter sehen!“ Und alle wollten mitmachen – etwa 25 Jugendliche halfen als ehrenamtliche Mitarbeiter an verschiedenen Orten bei der Verteilung und den damit verbundenen „Feierlichkeiten“.

Die 579 Weihnachtspäckchen, die Helping Hands im November nach Albanien entsenden konnte, wurden folgendermaßen verteilt:

37 Päckchen gingen an die Kinder des Kinderzentrums und weitere 43 an Kinder aus der näheren Umgebung. Die Päckchen wurden am Ende einer kleinen Weihnachtsfeier verteilt; pro Familie konnte ein Elternteil dabei sein. Die Kinder und auch ihre Mütter freuten sich sehr über dieses Weihnachtsgeschenk!

420 Päckchen wurde in der Grundschule (Vorschule bis 4. Klasse) in Kombinat verteilt. „Das war für die Kinder völlig unerwartet“, berichtet Gesti. „Sie waren sehr glücklich und man konnte ihre Freude durchs ganze Schulhaus hören! Meine Mitarbeiter erklärten, dass die Päckchen aus Deutschland sind und mit viel Liebe gepackt wurden. Viele der Eltern kontaktierten mich später und bedankten sich. Es war ein unvergesslicher Tag!“

15 Kinder in dem Dorf Sharrë erhielten Päckchen – eine Mitarbeiterin bietet dort regelmäßig Kinderstunden an. „Die Kinder hatten noch nie solch ein Geschenk erhalten und waren so glücklich!“

Die restlichen Päckchen wurden in Gorrë verteilt, etwa eine Stunde von Tirana entfernt, sowie in einem sehr entlegenen Bergdorf etwa vier Stunden Fahrtzeit außerhalb Pogradec. Im Winter hat das Dorf fast keinen Kontakt zur Außenwelt, weil die Straßen zugeschneit sind; der Kollege unseres Partners ist einer der wenigen, der die Familien dort besucht.

Die 122 Päckchen unseres holländischen Partners brachten 20 Kindern in einem Kinderkrankenhaus in Kombinat unerwartete Weihnachtsfreude; die restlichen „holländischen“ Päckchen wurden in Peze verteilt, in einem Seitental nahe Tirana, wo die meisten Familien unter der Armutsgrenze leben.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen, die durch Päckchen oder Spenden zu dieser Weihnachtsaktion beigetragen und es uns ermöglicht haben, dieses Jahr an gleich drei Orten Weihnachtsfreude weiterzugeben!  (Lesen Sie den Bericht zu Rumänien und Bulgarien.)

 

*Name geändert

„Danke, dass ihr uns helft, ein Segen zu sein!“ Weihnachtsfreude in Bulgarien

Simeon* ist sechs Jahre alt und lebt in Manaselska reka, einem Bergdorf in Bulgarien. Er besucht im Nachbarort Vidrare den Kindergarten. Mit seinen Eltern und seinem Bruder lebt er gemeinsam mit den Großeltern, zwei Onkeln mit Behinderungen und einem kleinen Cousin in einem Haus. Oft lassen seine Eltern ihn und den jüngeren Bruder allein, um im Ausland zu arbeiten und die Familie zu versorgen. Aufgrund der Corona-Situation sind Simeons Eltern nun wieder zu Hause, aber das Familieneinkommen ist drastisch gesunken. Wie erfreut und dankbar waren sie alle über das Päckchen „Weihnachtsfreude“! Und nach den Weihnachtsferien brachte Simeon seine Süßigkeiten mit in den Kindergarten, um sie mit seinen Freunden zu teilen. Er erklärte: „Die sind von den guten Menschen aus Deutschland!“

Als im Spätsommer 2020 klar wurde, dass aufgrund der Corona-Situation in diesem Jahr keine selbstgepackten Weihnachtspäckchen nach Bulgarien gesendet werden können, überlegte Helping Hands e.V. mit seinem bulgarischen Partner eine Alternative. Dank großzügiger Spenden für die Weihnachtsaktion konnten dann stattdessen Lebensmittelpakete vor Ort eingekauft werden – eine Herausforderung, da viele Läden aufgrund der Hamsterkäufe die maximale Abgabemenge eingeschränkt hatten. Aber auch das meisterten unsere örtlichen Mitarbeiter: „Ich musste die Großhandelslager kontaktieren. Nachdem wir ihnen unser Projekt beschrieben hatten, haben alle uns gute Rabatte gegeben – zum Beispiel konnten wir so pro Haushalt 25 kg Mehl kaufen statt 20.“

Vier Tage lang kauften die Mitarbeiter ein, transportierten die Lebensmittel und packten sie in einzelne Pakete pro Haushalt. Dann ging es ans Verteilen: zwei Tage in Tarnava und Altimir und zwei Tage in der Gegend um Vidrare. Zahlreiche Ehrenamtliche halfen mit und machten es zu einem wahren Gemeinschaftsprojekt. Und alle konnten sich über die überraschten Gesichter der beschenkten Familien freuen!

Insgesamt erhielten 40 Haushalte in Tarnava, Altimir, Vidrare, Dzurovo, Manaselska reka, Osikovitsa and Ravnishte Weihnachtsfreude-Pakete. In der Hälfte der Familien leben Kinder mit Behinderungen und in allen Haushalten ein oder zwei Senioren, die sich kaum ihre benötigte Medizin leisten können. Erschwerend kommt in diesem Jahr hinzu, dass aufgrund der Corona-Situation viele Familien oder Erwachsene aus Großstädten oder dem Ausland zu ihren Großeltern auf dem Dorf zurückgekehrt sind, um dort irgendwie die Krise zu überleben – oft mit einem einzigen Einkommen für zahlreiche Familienmitglieder.

Die Pakete enthielten pro Haushalt: 25 kg Mehl, 12 Liter Sonnenblumenöl, 10 kg Kartoffeln, 3 kg Orangen bzw. Mandarinen, 2 kg Bohnen, 1 kg Reis, 2 Packungen Nudeln, ein Pfund Kaffee, 2 Flaschen Shampoo, 4 Stück Seife, 10 Packungen Taschentücher sowie Tüten mit Süßigkeiten und Schokolade für jedes Kind.

„Es war so eine Freude für uns, dieses Projekt umzusetzen“, schreibt Zhana, unsere Kollegin vor Ort. „Vielen herzlichen Dank für den riesen Einsatz auf eurer Seite, und dass ihr bereit seid, euren Segen mit den bedürftigen Familien aus unseren Dörfern zu teilen. Danke, dass ihr uns damit erlaubt, ‚Kanäle des Segens‘ für so viele Menschen zu sein!“

Einer dieser Menschen ist die kleine Christina*. Mit ihren Geschwistern und ihrem Vater lebt sie bei ihren Großeltern im Dorf Altimir. Ihre Geschwister gehen in die Schule in Tarnava und sie besucht den örtlichen Kindergarten. Ihre Mutter hat die Familie kurz vor Weihnachten verlassen, wortlos und ohne sich von ihren Kleinen zu verabschieden. Wie soll man da Weihnachten feiern! Aber inmitten all dem Kummer zauberte das Päckchen „Weihnachtsfreude“ ein Lächeln in die Gesichter der Kinder. Sie waren so aufgeregt! „Christina sprang auf und ab, rannte herum und machte so viele freudige Geräusche, dass uns die Tränen kamen“, berichten die Mitarbeiter vor Ort. „Wir waren dankbar, dass wir der Familie in dieser schweren Zeit ein wenig Licht bringen konnten – ‚Weihnachtsfreude‘ hat es möglich gemacht!“

Zusätzlich zu den 40 Lebensmittelpaketen konnten aus den Spenden der Weihnachtsaktion noch Lebensmittel, Süßigkeiten und Desinfektionsmittel für die „Schutzhäuser“ in Vidrare und Pravets bezahlt werden; dort leben 22 Kinder und Erwachsene mit Behinderungen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen, die durch Päckchen oder Spenden zu dieser Weihnachtsaktion beigetragen und es uns ermöglicht haben, dieses Jahr an gleich drei Orten Weihnachtsfreude weiterzugeben!  (Lesen Sie den Bericht zu Rumänien und Albanien.)

 

* Name geändert

„Das hatten wir gar nicht erwartet!“ Weihnachtsfreude in Rumänien

„Oh wie wir uns über dieses Geschenk freuen! Das hatten wir dieses Jahr überhaupt nicht erwartet!“

Das war die häufige erfreut-überraschte Reaktion in Sighişoara, Rumänien, wo unser Partner Veritas im Dezember päckchenweise  Weihnachtsfreude weitergeben konnte. Dank großzügiger Spenden aus der Weihnachtspäckchenaktion von Helping Hands e.V. und einem weiteren deutschen Spender konnten insgesamt 83 Senioren sowie einige bedürftige Familien Nahrungsmittelpakete erhalten.

Da aufgrund von Corona-Beschränkungen in diesem Jahr nach Rumänien kein Transport entsendet werden konnte, wurden alle Lebensmittel vor Ort eingekauft und verpackt. „Wir hatten so viel Spaß dabei, die Lebensmittel zu kaufen, in Päckchen zu verpacken und dann bei den Senioren vorbeizubringen!“, schrieb Petra, die Leiterin von Veritas, kurz vor Weihnachten. „Alle Mitglieder der Seniorenclubs erhielten ein Paket. Wir konnten außerdem noch Päckchen an die Familien des Kids Club weitergeben; bei vielen leben die Großeltern mit im Haushalt.“

Die Pakete, liebevoll in je zwei Weihnachtstüten verpackt, erhielten Grundnahrungsmittel wie Reis, Mehl, Öl, Nudeln und Zucker, aber auch Margarine, Kaffee, passierte Tomaten, Dosengemüse und eine Tüte Süßigkeiten.

Die beschenkten Senioren waren sehr berührt über die Großzügigkeit, die diese Lebensmittelpakete möglich gemacht hatten. „Bitte berichtet allen, die zu diesem Weihnachtsfreude-Projekt beigetragen haben, wie sehr diese Gaben geschätzt wurden!“, betont Petra. Und ihre Kollegin bei Veritas schreibt: „Vielen vielen Dank für eure Unterstützung. Das gibt uns Mut, unsere Arbeit hier fortzuführen!“

Ein herzliches Dankeschön auch von uns bei Helping Hands e.V. an alle, die durch Päckchen oder Spenden zu dieser Weihnachtsaktion beigetragen und es uns ermöglicht haben, dieses Jahr an gleich drei Orten Weihnachtsfreude weiterzugeben!  (Lesen Sie den Bericht zu Bulgarien und Albanien.)

Hier sind noch einige dankbare Reaktionen der Veritas-Senioren:

Frau V. Magda: „Tausendfachen Dank! Ich habe nicht erwartet, ein Geschenk zu erhalten, weil ich seit meiner Operation nicht mehr in den Club kommen konnte. Ich bin sehr glücklich und ich wünsche denen, die an mich gedacht haben, viel Gesundheit!“

Frau Pasca R.: „Ich bin 89 Jahre alt und schaffe es kaum bis zum Club, aber ich komme gerne. Ich habe nicht erwartet, so ein großartiges Geschenk zu bekommen. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass wir dieses Jahr Geschenke bekommen würden. Ich danke Ihnen!“

Frau L. und Herr S.: „Wir sind krank und alt, aber wir sind froh, dass wir in den Club kommen können. Wir sind sehr erfreut über das Geschenk, das wir erhalten haben. Wir haben es nicht erwartet.“

Frau Pop R.: „Ich kann nicht in den Club kommen, weil ich krank bin, und ich vermisse meine Freunde von Veritas so sehr. Ich bin sehr glücklich über das Geschenk. Ich dachte, ich würde es nicht mehr erhalten. Vielen Dank!“

Herr Boian N.: „Wir danken von ganzem Herzen denen, die an uns gedacht haben, dass wir ein besseres Leben im Alter haben. Wir danken dem Club, dass er sich um uns gekümmert hat. Ich habe nicht erwartet, dass ich Geschenke bekomme.“

Frau Doamna O.: „Ich hatte Glück, dass Moni (eine Kollegin bei Veritas) mir Medikamente besorgt hat, und Felicia hat mich gefragt, ob ich noch etwas brauche, nur um sicher zu sein, dass es mir gut geht. Ich bin so froh, dass Sie bei Veritas an uns gedacht haben. Wie glücklich ich bin! Ich habe es nicht erwartet. Ich habe keine Geschenke von meinen Kindern erhalten. Ich habe vier Kinder, aber leider rufen sie mich nicht an, um zu fragen, ob ich Essen oder sonst etwas habe.“

Frau Creta M.: „Oh, wie sehr ich mich über das Geschenk freue! Vielen Dank an diejenigen, die zu unseren Geschenken beigetragen haben. Wir sind so glücklich wie Kinder!“

 

Weihnachtsfreude angekommen

Mitte Dezember ist unser Weihnachtstransport wohlbehalten in Albanien angekommen. Die 579 Weihnachtspäckchen, 149 Schulpäckchen und weitere Kisten mit Schulartikeln, selbstgestrickten Schals und Socken wurden am 17.12. entladen; bereits am 18.12. fand die erste Verteilung statt: in einer lokalen Schule in Kombinat am Rande Tiranas.

„Es war überwältigend“, berichtet unser örtlicher Kollege. „Die Kinder haben sich extrem gefreut! Und die Eltern rufen schon den ganzen Nachmittag bei mir an, um sich zu bedanken … Wir haben den Kindern die Weihnachtsbotschaft erzählt, und dass Menschen in Deutschland die Päckchen aus Liebe für sie gepackt haben.“ Daraufhin bastelten die Kinder ein Schild: „Danke von ganze herz! Dora d’Istria Schule, Tirana“.

Und die Weihnachtsfreude geht noch weiter! In den kommenden Tagen erhalten noch die Kinder aus unserem Kinderzentrum sowie in einer lokalen Kinderklinik ihre Weihnachtspäckchen. Fürs Kinderzentrum wird das mit dem bereits traditionellen Weihnachtsessen für die Kinder und ihre Familien verbunden – für viele einer der Höhepunkte des Jahres, da sich keine der Familien sonst ein Essen im Restaurant leisten könnte.

Und auch in Rumänien und Bulgarien können dank großzügiger Spenden hunderte Päckchen verteilt werden! Mehr darüber berichten wir im Januar.

Wir bedanken uns noch einmal an alle, die durch Päckchen, Spende oder andere Mitarbeit zum Weihnachtstransport beigetragen haben!

„Mit einer kleinen Spende Großes bewirken“

Azubis der Firma Kunzmann spenden Schulpäckchen an Helping Hands e.V.

Anderen in der Weihnachtszeit etwas Gutes tun, das wollten die Auszubildenden der Firma Kunzmann in Aschaffenburg, die auch in Gelnhausen einen Standort hat. Also initiierten sie eine Sammelaktion unter den kaufmännischen und gewerblichen Lehrlingen der Firma, um im Rahmen unserer Weihnachtsaktion einige „Schulpäckchen“ zu packen.

Am 9.12. wurden von zwei Azubis der Firma Kunzmann sechs große Taschen voller Schulmaterial an unsere Mitarbeiter übergeben, die sich sehr über diese unerwartete Spende für unsere örtlichen Partner freuten. „So kann man mit einer kleinen Spende etwas Großes bewirken“, fassten die Azubis die Aktion zusammen. Denn Schulmaterial ist für Kinder aus bedürftigen Familien in vielen Ländern ein tolles Geschenk, und ermöglicht oft überhaupt erst den Schulbesuch.

Da der Weihnachtstransport nach Albanien in diesem Jahr bereits auf dem Weg ist, werden die Schulpäckchen im kommenden Jahr dort eingesetzt, wo sie am nötigsten sind.

Weihnachtsfreude unterwegs

Etwas früher unterwegs als sonst, dafür mit Umweg: Unser „Weihnachtstransport“ hat sich am 20. November auf die Reise nach Albanien gemacht – mit einem „kurzen“ Logistik-Abstecher in die Niederlande. Voraussichtlich Mitte Dezember werden die Päckchen – zusammen mit 122 Päckchen eines holländischen Partners – dann in Albanien ankommen und dort vielen hunderten Familien unerwartete Weihnachtsfreude schenken. Die Mitarbeiter unseres örtlichen Partners freuen sich bereits sehr darauf!

Insgesamt 579 Weihnachtspäckchen wurden diesen Herbst gepackt, eine stattliche Zahl fürs Corona-Jahr! Zusätzlich enthält der Weihnachtstransport folgende Überraschungen für die Kinder und Familien:

149 „Schulpäckchen“ und mehrere Kisten mit weiteren Schulartikeln. In einem Land wie Albanien, wo viele Kinder einfach nur deshalb die Schule verlassen, weil ihre Familien sich das Schulmaterial nicht leisten können, ist das nicht nur ein schönes Geschenk, sondern Hilfe mit langfristiger Wirkung. Und das weitere Schulmaterial fördert natürlich besonders unser Kinderzentrum in Kombinat!

126 selbstgestrickte Schals und 24 Paar Socken für Kinder. Liebevoll handgearbeitet von zwei Seniorinnen aus dem Kinzigtal – ein besonderes Weihnachtsgeschenk für die Kinder, deren Zuhause in den Wintermonaten meist eisig kalt ist.

Wie immer beteiligten sich Einzelpersonen und Gruppen in ganz Deutschland an unserer Weihnachtspäckchenaktion. Zum Beispiel die Jugendgruppe der Kirche des Nazareners in Gelnhausen, die in einer digitalen Päckchenpackaktion – also gemeinsam live vor der Kamera – 38 Päckchen nicht nur gepackt, sondern wunderschön künstlerisch verziert haben – Weihnachtspäckchen schenken eben Weihnachtsfreude! Dabei wurden sogar Klassenkameraden mit engagiert, die für den Päckcheninhalt zusammenlegten.

Das verbreitet Hoffnung … im Herzen der Schenker genauso wie bei den Beschenkten! Das sind in diesem Jahr einerseits die Kinder, die unser Kinderzentrum in Kombinat besuchen, das wir als Jahresprojekt 2019 unterstützt hatten. Zusätzlich möchten die Mitarbeiter vor Ort auch eine lokale Schule beschenken und vor allem im örtlichen Kinderkrankenhaus Weihnachtsfreude verbreiten. Etwa 70 Kinder leben dort langfristig, viele haben Behinderungen oder sind aus den ärmsten Gebieten anderer Städte.

„Danke für alles!“, schrieb der Leiter unseres Partners in Albanien vergangene Woche. „So viel Einsatz! Es wird eine riesige Freude für die Kinder sein.“

Und auch wir sagen DANKE! Ein herzliches Dankeschön fürs mitmachen, fürs Päckchen packen, verzieren, prüfen, abliefern, verpacken … es sind Hunderte von freiwilligen Helfern und Spendern, die diesen Weihnachtstransport möglich machen!

Ein großes Dankeschön auch für die zahlreichen weiteren Spenden für die Weihnachtsaktion, die in den letzten Monaten eingingen. Dafür kann zum Beispiel in Rumänien und Bulgarien für viele weitere Kinder und Familien päckchenweise Weihnachtsfreude vor Ort eingekauft werden.

Weihnachtspäckchen schenken Weihnachtsfreude – Folge 3

Der Countdown läuft … bereits nächste Woche machen sich unsere Weihnachtspäckchen auf den Weg nach Albanien! Trotzdem nehmen wir noch bis zum 15. November Päckchen entgegen (oder gerne ein paar Tage früher – hier geht’s zur Packliste).

Ist viel zu knapp und überhaupt Einkaufen im Moment nervig? Dann freuen wir uns auch über eine Spende, damit vor Ort päck­chen­weise „Weihnachts­freude“ gekauft und weiter­gegeben werden kann – z.B. in Bul­garien und Rumä­nien (wir empfehlen: 25 EUR pro Päckchen, inkl. Verpackung usw. – online spenden oder überweisen mit Vermerk „Weihnachtsfreude“).

In den letzten zwei Wochen haben wir ältere Menschen in Rumänien und Familien in den bulgarischen Bergen kennengelernt, die sich über Weihnachtspäckchen freuen werden – heute ist zum Abschluss noch Albanien an der Reihe.

Kinder und Familien in Kombinat, Albanien

Unser örtlicher Kollege schreibt:

„Wir sind bisher noch nicht wieder im Lockdown, und ich hoffe sehr, dass das nicht passiert. Viele Menschen haben die Hoffnung verloren und werden immer aggressiver. Ein neuer Lockdown würde nicht nur die Wirtschaft töten, sondern auch die Menschen.

Auch in Kombinat ist die Situation sehr hart. Ein Jahr nach dem Erdbeben sind zahlreiche Familien immer noch ohne Zuhause. Viele haben ihr Obdach verloren, sind umgezogen oder anderswo untergekommen. Zwei Schulen in der Gegend wurden auch zerstört und die Kinder mussten die Schule wechseln. Und dann kam der Lockdown wegen der Pandemie! Dadurch haben viele ihren Job verloren. Das Leben wird immer schwieriger. Wir hören immer öfter über Selbstmord, oder andere, die versuchen das Land zu verlassen oder umgekommen sind. Die Kinder merken all diese Dinge und man sieht, wie sie das bedrückt.

Unser Land hat eine sehr schwere Zeit vor sich. Wir wünschen uns, dass die Weihnachtspäckchen für die Kinder ein Segen sind, und dass sie ihnen viel Freude bescheren in dieser Weihnachtszeit!“

Die Päckchen werden unter anderem an Kinder weitergegeben, die unser Kinderzentrum in Kombinat besuchen, sowie die Kinder aus bedürftigen Familien im Kindergarten. Zusätzlich spenden sie auch ca. 70 Kindern in einem Kinderkrankenhaus in Kombinat Weihnachtsfreude; die Kinder wohnen dort permanent, viele haben Behinderungen oder sind aus extrem bedürftigen Familien außerhalb Tiranas. Je nach Anzahl werden Päckchen auch in der lokalen Schule verteilt.

(Archivbild – Geschwister im Kinderzentrum)

Schule – Na endlich!

Während Deutschland sich an einen neuen Lockdown gewöhnt, scheint die Lage sich für manche unserer Partner zu entspannen. Zwar sind Wirtschaftskrise und Pandemie, Hunger und Angst weiterhin präsent, aber zumindest dürfen an vielen Orten die Kinder wieder in die Schule – wenn das nicht gute Nachrichten sind! Hier ein kurzer Überblick:

Ganz aktuell: In der NES-Schule im Libanon ist seit dem 26. Oktober das Gebäude wieder von Kinderlachen erfüllt! Gar nicht so selbstverständlich: Das erste Mal seit März dürfen die Schüler wieder zum Präsenzunterricht. Die Mittelstufe begann vergangenen Montag, der Kindergarten am Dienstag, seit dem 2.11. sind auch die Grundschüler vor Ort. Sie lernen in einer Welt, die nicht mehr dieselbe ist: Nicht nur der ewige Lockdown hat die Kinder sehr belastet, sondern auch die verheerende Explosion im August. Deshalb bot die Schule bereits im September zwei Traumaseelsorge-Seminare für Schüler und Lehrer an – noch dringender nötig, als ursprünglich gedacht. „Uns war vorher gar nicht bewusst, wie sehr die Lehrer dieses Seminar brauchten!“, so die Schulleiterin. „Sie schütteten ihre Herzen aus und konnten sich auch gegenseitig ermutigen.“

In Nepal begann unser Kinderzentrum in Piluwa am 19. Oktober mit dem Unterricht, nachdem es eine Woche vorher als erweitertes Dorf­entwick­lungs­projekt feierlich wieder- bzw. neueröffnet wurde (Details dazu lesen Sie hier). Die Familien haben sehr darauf gewartet und sind voller Hoffnung für die Zukunft.

In der Arche-Schule im Kariobangi-Slum in Kenia hieß es erst, alle Schulen seien bis Januar geschlossen. Wie erfreut waren wir zu erfahren, dass seit Mitte Oktober die Abschlussklassen (4. und 8. Klasse) wieder zum Unterricht kommen dürfen! Neue Waschbecken wurden installiert, es wird viel Abstand gehalten, regelmäßig Temperatur gemessen … und alle sind froh, endlich wieder in der Schule zu sein. Für später ist geplant, im Schulhof Container und Zelte aufzustellen, damit auch die anderen Klassen bald wieder zum Unterricht kommen können. Fast ein ganzes Schuljahr haben sie dann verloren, denn Online-Unterricht ist im Slum kaum möglich. Die Lehrer bemühten sich sehr, die Kinder von der Straße wegzuhalten, indem sie Bücher verteilten, per Handy kurze Videos aufnahmen und die Schüler aufforderten, jeweils einzeln zu ihnen zu kommen, um Hilfe bei Aufgaben zu erhalten.

Nach 7 Monaten öffneten sich am 5. Oktober im Straßenkinderzentrum in Antananarivo, Madagaskar, wieder die Pforten. Während des Lockdowns wurde ein bereits vorher geplantes Projekt mit Unterstützung von Helping Hands verwirklicht: Für das Zentrum wurde ein Wassertank installiert, der nun den ganzen Tag über fließendes Wasser ermöglicht. „Die Kinder kamen zurück und können jetzt jeden Tag ganz einfach sauberes Wasser bekommen“, berichtete unser Partner. „Könnt ihr euch vorstellen, wie das gewesen wäre mit dem Händewaschen, ohne Wasser? Der Wassertank kam genau zum richtigen Zeitpunkt!“

Bereits seit Anfang des neuen Schuljahres ist das Kinderzentrum in Albanien wieder geöffnet. Die Kinder tragen Masken, es wird regelmäßig desinfiziert und Temperatur gemessen. Wir hoffen, dass das Kinderzentrum auch über den Winter offen bleiben kann.

Das gilt auch für die Schule in Vidrare, Bulgarien: Dort konnte das neue Schuljahr wieder im Schulgebäude beginnen – nach vier Wochen intensiver Planung, um alle Vorschriften einzuhalten – und die Mitarbeiter vor Ort hoffen sehr, dass die Schule offen bleibt. „Andere Formen des Unterrichts funktionieren hier nicht wirklich“, erklärt unser örtlicher Partner. „Online geht gar nicht – die Plattformen sind zwar kostenlos, aber die Eltern können sich den Internetzugang nicht leisten. Die Lehrer haben Material entworfen und in gedruckter Form an die Familien verteilt.“

Auch andere Bedürfnisse erfüllt die Schule: zum Beispiel Nahrung und Wärme. Wenn die Kinder in der Schule sind, sparen die Eltern eine Menge Brennholz und zwei Mahlzeiten pro Tag, die sie sonst gar nicht bezahlen könnten. Hier griff die Dorfgemeinschaft sich gegenseitig unter die Arme: Familien, die etwas besser dran waren, und auch das Schulkollegium sammelten Kleidung und packten Essenspakete für die bedürftigeren Familien. Ein schönes Beispiel von lokaler Initiative!