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Ukrainehilfe Lindenhof

Ukrainehilfe LINDENHOF
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UKRAINEHILFE LINDENHOF

„Das Heim in Kiew war wie eine kleine Insel der Sicherheit, Liebe und Fürsorge für unsere Schützlinge. Bis uns all dies weggenommen wurde. … In diesen für die Ukrainer schwierigen Zeiten, in denen jede Familie mit Trauer, Schmerz und Ungewissheit konfrontiert ist, helfen uns die besten und freundlichsten Menschen der Welt. Danke, dass ihr das Licht seid, das uns Hoffnung gibt! Vielen Dank, dass Sie Kindern helfen, die in ihrem Leben bereits viel Leid erfahren haben. … Was uns niemand wegnehmen kann, ist der Glaube an einen besseren Ort!“ (Liliya, Heimleiterin)

Seit Monaten häufen sich die Schreckensnachrichten aus der Ukraine – Bombenangriffe, Zerstörung, unzählige Todesopfer, Terror und Gewalt. Und auch andere Nachrichten mischen sich darunter: Geschichten von Kindern, die plötzlich verschwunden sind; Kinder aus umkämpften Gebieten, Kinder aus Waisenhäusern.

Seit einigen Monaten steht der „Lindenhof“ bei Schloss Emmerichshofen leer. Im Gespräch mit einer befreundeten polnischen Filmemacherin kamen die Besitzer Ulrike und Harald von Waitz auf die Idee, das Gebäude einem ukrainischen Kinderheim anzubieten. Und nur Wochen später war der Lindenhof bereits von Kinderlärm erfüllt! 20 Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren und 10 Betreuerinnen leben dort nun als „Familie“, in sicherer und auch „heilender“ Umgebung: Das Haus liegt auf einer Halbinsel in den Kahler Seen und hat einen großen, weitläufigen Garten, sodass die Kinder viel Platz zum Spielen haben und endlich wieder richtig „Kind“ sein dürfen.

Natürlich ist das alles nicht einfach. Die Kinder sind Vollwaisen oder Sozialwaisen und mussten ohnehin schon viel Leid in ihrem Leben erfahren; die Betreuerinnen mussten ihre Familien in der Ukraine zurücklassen; über allem schwebt die Ungewissheit, wie es weitergehen wird. Aber die Kinder und ihre neun „Mütter“ halten zusammen, leben in einem herzlichen Miteinander, helfen sich gegenseitig, auch die Kinder achten aufeinander, und die Großen schauen liebevoll nach den Kleinen.

„Die Kinder sind natürlich besonders betroffen von der schrecklichen Kriegssituation in der Ukraine; sie haben keine Familien, die sich schützend um sie scharen können, und da leisten die Betreuerinnen des Kinderheimes wirklich Großartiges. Jede Familie in der Ukraine muss in dieser Zeit mit unendlicher Trauer und Schmerz und Ungewissheit zurechtkommen, all dies gilt natürlich in beesonderem Maß für die Kinder, denen wir im Lindenhof hoffentlich einen Ort geben können, wo sie ein wenig heilen können. … Wir sind sehr dankbar, dieser wunderbaren Gemeinschaft eine Bleibe bieten zu dürfen, und fühlen uns durch ihr Hiersein wirklich beschenkt!“

∼ Ulrike von Waitz

Der Lindenhof bietet den Kindern ein Zuhause; das warme Essen für Kinder und Betreuer spendet täglich Evonik Industries aus Hanau. Doch natürlich gibt es auch noch andere Bedürfnisse! Eine Liste finden Sie hier.

Dafür benötigen wir Ihre Mithilfe! Sie können online spenden (über das folgende Formular) oder mit Vermerk „Ukrainehilfe Lindenhof“ auf unser Konto bei der Kreissparkasse Gelnhausen überweisen (IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394). Herzlichen Dank!

Derzeitiger Bedarf am Lindenhof

Seit der Flüchtlingskrise 2015 gibt es in Kahl ein erfahrenes Team, das weiß, welche Schritte wie eingeleitet werden müssen. Zudem sind bereits weitere Ehrenamtliche, Firmen und Experten dazugestoßen, die versuchen, auf verschiedenste Weise zu helfen. Eine Privatschule ermöglicht den älteren Kindern den Schulbesuch. Dennoch bleibt noch viel zu tun (und zu finanzieren):

  • Der Lindenhof ist etwas abseits gelegen, sodass für regelmäßigen Transport gesorgt werden muss.
  • Die Kinder sind sehr wissbegierig, aber sie brauchen Hilfe, um schnell ins deutsche Schulsystem zu finden.
  • Ehrenamtliche (Studenten) könnten helfen, dass die Kinder „spielend“ ins Deutsche hineinfinden.
  • Das Essen wird derzeit von Evonik Industries gespendet, aber der Transport muss beglichen werden.
  • Das Zentrum in Kiew und die dortigen Mitarbeiter sollen gehalten werden, um möglichst bald zurückkehren zu können.
  • Vorbereitung erster Schritte zum nachhaltigen Wiederaufbau der Arbeit in Kiew sind nötig.
  • In den Sommerferien soll ein qualifizierter Sprachunterricht angeboten werden.
  • Täglich stehen viele wichtige Kleinigkeiten auf der Agenda – wie z.B., alles für den großen Tag der neuen ABC-Schützen vorzubereiten.

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STADT DER GLÜCKLICHEN KINDER

„Mistoditey“ („Stadt/Heimat der glücklichen Kinder“) ist die ukrainische Organisation, die für die Kinder im Lindenhof verantwortlich ist. Das Zentrum kümmert sich seit 2007 um Kinder, die Schlimmes durchgemacht haben: Waisenkinder und Kinder, die von ihren Eltern in Krankenhäusern und Pflegeheimen zurückgelassen wurden oder deren Eltern im Gefängnis sind; Kinder, die allein auf der Straße gelebt haben; Kinder, die körperlich oder sexuell missbraucht wurden oder aus Familiensituationen befreit wurden, in denen ihre Gesundheit oder ihr Leben bedroht waren (u.a. durch Vernachlässigung). Bereits vor dem Krieg gab es jedes Jahr 8000 weitere solche Kinder in der Ukraine; die Hauptursachen sind Armut, Alkohol- und Drogenabhängigkeit und Gewalt.

Solchen Kindern bietet Mistoditey eine Zuflucht und neue Heimat. Die Familienatmosphäre soll ermöglichen, dass die Kinder ihr Trauma verarbeiten. Außerdem kümmert sich das Zentrum um alle Bedürfnisse der Kinder, damit sie sich normal entwickeln können; neben Unterkunft, Verpflegung und Kleidung auch Bildung (mit individueller Nachhilfe, denn viele Kinder haben bisher keine Schule besucht) und Gesundheitsfürsorge bzw. medizinische Behandlung inkl. Operationen (praktisch jedes Kind, das im Zentrum ankommt, leidet an einer chronischen Krankheit; bei vielen ist die Gesundheit stark beeinträchtigt). Durch psychologische Betreuung werden Trauma, Ängste und Trauer sowie erlebte Gewalt aufgearbeitet und den Kindern ein neuer Einstieg ins Leben ermöglicht. Mistoditey bemüht sich auch darum, dass jedes Kind schlussendlich in eine Familie adoptiert wird (bisher wurden ca. 250 Adoptionen vermittelt); aufgrund der derzeitigen Krise sind Adoptionen allerdings ausgesetzt.

Weitere Informationen bietet die Homepage von Mistoditey (in Englisch, Ukrainisch und Russisch).

Mistoditey finanzierte sich bisher ausschließlich durch private Spenden innerhalb der Ukraine; durch die Krise ist daher fast die gesamte Unterstützung weggebrochen.

Ein paar aktuelle Eindrücke vom Lindenhof (Juni 2022). Beim Klick aufs Foto öffnet sich eine größere Ansicht.

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