Nach verheerender Flutwelle in Nepal: Erste Schritte zur langfristigen Veränderung
Im Tal des Trishuli-Flusses in Nepal hat sich die Lage nach der verheerenden Flutwelle von Ende August weitestgehend normalisiert. Die humanitären Hilfsaktionen sind abgeschlossen, die Regierung sucht derzeit nach geeignetem Land, wohin solche Familien umgesiedelt werden, die ihre Heimat verloren haben.
„Normalisiert“ – das bedeutet in diesem Fall trotzdem: Familien, die schon im Erdbeben 2015 alles verloren haben und nun wieder vor dem Nichts stehen … zerstörte Felder und Infrastruktur … Menschen, die um geliebte Angehörige trauern … und Seitentäler, die weiterhin größtenteils abgeschnitten sind und nur durch eine gefährliche Flussüberquerung erreicht werden können.
Unser Partner in Nepal ist bekannt dafür, dass er bleibt, wenn die Nothilfe-Organisationen abgezogen sind, und die betroffenen Familien langfristig darin unterstützt, eine neue Perspektive für die Zukunft zu finden. Somit waren unsere nepalesischen Kollegen nicht nur unter den ersten, die – innerhalb der ersten 18 Stunden nach der Flutwelle – vor Ort waren, selbst bevor Regierungsvertreter eintrafen. Sie gehören auch zu den allerersten, die Schritte für langfristige Programme im betroffenen Gebiet eingeleitet haben.
Denn auch im Seitental Kispang, wo bereits voriges Jahr Vorbereitungen getroffen wurden, um dort unser nächstes integratives Kinderzentrum zu beginnen, hat die Flutkatastrophe tiefe Spuren hinterlassen. Das Wasser drang tief ins Tal ein und zerstörte Zufahrtswege. 20 Todesopfer waren hier zu betrauern, 90 Haushalte waren direkt betroffen. Unser Partner konnte diese Familien mit Hilfsgütern wie Decken, Matratzen, Lebensmittel und Kochgas unterstützen (externe Förderung) und hat schon einige Gespräche geführt, u.a. mit den Gemeindevorstehern, um die nächsten Schritte für ein Projekt zur nachhaltigen Veränderung einzuleiten – für die betroffenen Familien sowie weitere bedürftige Haushalte in Kispang. Gemäß dem Gemeindevorsteher ist der größte Bedarf hier weiterhin, dass die Kinder in ihrer Schulbildung gefördert werden. Kommende Woche wird das Team noch einmal vor Ort sein, um weitere Details zu recherchieren, sodass hoffentlich im Frühjahr mit dem neuen integrativen Kinderzentrum begonnen werden kann.
Vor einem Jahr zerstörten verheerende Monsun-Regenfälle im Osten Nepals die Zuversicht vieler Familien. Dank ihrer großzügigen Unterstützung konnten dort verschiedene Wiederaufbaumaßnahmen durchgeführt werden, und die Menschen haben neue Hoffnung und neuen Mut geschöpft. Diesen Mut zum Neubeginn möchten wir auch den Familien in Kispang am Trishuli-Fluss schenken!
Wenn Sie gemeinsam mit uns die Wiederaufbaumaßnehmen fördern und in eine hoffnungsvolle Zukunft für die Kinder und Familien in Kispang investieren möchten, dann spenden Sie bitte mit Vermerk „Nepal Kispang“ auf unser Konto bei der KSK Gelnhausen, IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394 (zur Online-Spende). Alternativ können Sie auch eine Patenschaft für ein Kind in diesem Kinderzentrum übernehmen (im Online-Patenschaftsformular „Nepal Kinderzentren“ wählen).

