„Eine beispiellose, verheerende Flutwelle stürzte heute Morgen – völlig unerwartet – von Tibet aus den Trishuli-Fluss hinunter. Es heißt, dass das Wasser in den tiefsten Schluchten um hundert Meter anstieg! Die Flut hat alles mitgerissen. Tausende Häuser und Brücken wurden weggerissen. Selbst die Regierung kennt bisher nicht das Ausmaß der Schäden. Eine Frau rief uns weinend an und erzählte, dass auch ihr Haus weggespült wurde.“
Am Mittwochmittag erreichte uns diese Nachricht von unserem Partner aus Nepal. Wir fördern seit etwa 25 Jahren Projekte in Nepal, vor allem sogenannte „Integrative Kinderzentren“, die Schulbildung mit Ernährungssicherheit verbinden und nachhaltige Veränderung in entlegenen Bergdörfern ermöglichen. Das neueste integrative Kinderzentrum, das sich noch in Planung befindet, liegt in Kispang, einem den Trishuli-Fluss angrenzenden Tal.
„Kispang ist jetzt völlig von der Außenwelt abgeschnitten – und nicht nur Kispang, sondern alle Orte hinter Trishuli Bazar, der Hauptstadt von Nuwakot“, erklärt A. Rai, Mitarbeiter des Partners in Nepal. „Die meisten Brücken und Straßen sind verschwunden. Die Häuser am Rande der Straße nach China sind weggespült. In der Stadt ist alles zerstört.“
Bis Mittwochabend war die Zahl der Todesopfer schon auf über 150 gestiegen; viele Hunderte werden noch vermisst. Wichtige Infrastruktur wurde zerstört, und die enormen Wasser- und Schlammmassen erschweren die Hilfsmaßnahmen. Das Team des örtlichen Partners von Helping Hands e.V. macht sich am Donnerstag auf den Weg in die betroffenen Gebiete, um die Lage zu beurteilen und zu prüfen, worin der größte Bedarf besteht.
Wenn Sie die betroffenen Familien in Nepal unterstützen möchten, dann spenden Sie bitte mit Vermerk „Nepal Katastrophenhilfe“ auf unser Konto bei der KSK Gelnhausen, IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394 (zur Online-Spende).

