Wiederaufbaumaßnahmen nach Monsun-Katastrophe 2025 in Nepal erfolgreich beendet
„Vor einem Jahr war ich am Rande der Verzweiflung … aber jetzt habe ich wieder Hoffnung!
Meine Kardamom-Plantage war die Haupteinnahmequelle für meine Familie. Letztes Jahr zerstörten plötzlicher Starkregen und Erdrutsche meine Felder – direkt vor der Ernte! Die Pflanzen weggeschwemmt oder unter Schlamm begraben, Bewässerungskanäle und Rohre beschädigt, die ganze sorgfältig angelegte Plantage ruiniert … Jahre harter Arbeit, in einem einzigen Augenblick vernichtet! Ich war verzweifelt – wie sollte ich die Felder neu anlegen, die Ausgaben unserer achtköpfigen Familie begleichen!
Doch ihr habt uns in dieser Krisensituation zur Seite gestanden. Ich habe Kardamomsetzlinge, Bewässerungsrohre und Sprinkleranlagen erhalten. Nachdem wir die neuen Setzlinge eingepflanzt hatten, hat meine Familie wieder neue Hoffnung geschöpft. Die Rohre und Sprinkler erleichtern die Bewässerung und tragen dazu bei, dass die jungen Pflanzen gut gedeihen. Eure Hilfe ist mehr als nur materielle Unterstützung – sie hat uns den Mut zum Neubeginn gegeben. Dafür sind wir zutiefst dankbar!“ (Familienvater aus Ghalegaun, Nepal)
Genau ein Jahr ist es heute her, dass die Bergdörfer Ithung und Ghalegaun im Osten Nepals von verheerenden Monsun-Regenfällen heimgesucht wurden und viele Haushalte ihre Ernten, Felder, Ställe, Häuser und Hab und Gut verloren. Seit 2021 unterstützen wir dort durch ein integratives Kinderzentrum etwa hundert Familien darin, ihr Leben auf eine sichere finanzielle Basis zu stellen und in die Bildung ihrer Kinder zu investieren. Durch eure treue Unterstützung hat sich dort schon sehr viel verändert!
Und auch nach dem Rückschlag der Monsun-Katastrophe habt ihr dazu beigetragen, den betroffenen Familien neue Hoffnung zu schenken. Dank der großzügigen Spenden konnte unser Partner vor Ort die folgenden Wiederaufbaumaßnahmen durchführen:
- Durch wiederholte Erdrutsche war das Gebäude, in dem die Kinderzentrum-Aktivitäten in Ithung stattfinden, stark einsturzgefährdet. Entlang der Erdrutschzone wurde eine 10 Meter lange und 5 Meter hohe Gabionenmauer aus Stein errichtet, die mit hochbelastbarem Drahtgeflecht ummantelt ist, um die Hangbewegung zu stoppen und ein Absinken des Bodens zu verhindern.
- Zusätzlich wurde um das gesamte Grundstück ein 260 Meter langer und 1,6 Meter hoher Zaun aus Eisendrahtgeflecht errichtet (mit zwei Eingangstoren ausgestattet), da das Gelände an drei Seiten an Steilhängen liegt und ohne Zaun zudem ständig von Nutztieren und unbefugten Personen betreten wurde. Der Zaun trägt maßgeblich zur Sicherheit und Sauberkeit bei und macht auch einige Aktivitäten für die Kinder möglich, die vorher aus Sicherheitsgründen nicht durchführbar waren.
- Zwei Wohnhäuser in Ghalegaun waren ebenfalls stark durch Erdrutsche gefährdet; beide Haushalte erhielten eine massive Schutzmauer aus Stein, um die Verschiebung des bergseitigen Hangs abzuleiten und die Wohnhäuser zu sichern. Mitglieder der lokalen Selbsthilfegruppe engagierten sich gemeinsam, um die Geröllmassen rund um ein weiteres gefährdetes Haus zu beseitigen.
- Für eine Familie, dessen Ställe weggespült worden waren, wurde ein neuer Tierstall aus langlebigen Stahlträgern und Dachplatten aus verzinktem Wellblech erbaut.
- Der Hauptbewässerungskanal in Ghalegaun, der gemeinsam genutzte landwirtschaftliche Flächen versorgt, wurde gereinigt und repariert.
- 11 betroffene Haushalte erhielten 300 Meter hochbelastbare Bewässerungsrohre und 3 Sprinkleranlagen pro Familie. Diese Familien erhielten ebenfalls 300 ertragreiche Kardamomsetzlinge; an 3 Familien mit höher gelegenen Feldern wurde Gemüse- und Kartoffelsaatgut verteilt.
Die meisten Maßnahmen fanden bereits im Frühjahr statt; die letzte Maßnahme, die Verteilung der Kardamom-Setzlinge, wurde im September beendet. Sämtliche Arbeitskraft sowie vor Ort verfügbare Baumaterialien wurden direkt von den Haushalten und Selbsthilfegruppen beigesteuert.
„Wie soll es nur weitergehen? Wer wird uns helfen?“ Das war die bange Frage vieler Familien in Ithung und Ghalegaun, als sie letztes Jahr vor ihrer zerstörten Ernte standen, mit dem Winter vor der Tür. Die großzügige Unterstützung der Spender, aber auch die tatkräftige Zusammenarbeit der Dorfbewohner, die gemeinsam aktiv wurden, um ihren Nachbarn zu helfen, hat nicht nur neue Hoffnung geschenkt, sondern wieder einmal gezeigt: Gemeinsam können wir etwas verändern! Wir sind den äußeren Umständen nicht hilflos ausgeliefert, sondern wollen gemeinsam die Zukunft – und auch die Gegenwart – in die Hand nehmen.


