Video-Update aus der Arche-Schule

Auch die Arche Schule im Kariobangi-Slum in Nairobi, Kenia, die wir seit über 10 Jahren unterstützen, wurde hart von der Corona-Pandemie getroffen. In diesem Video erzählt Christel G., wie die Arche-Mitarbeiter die Herausforderungen gemeistert haben und welche spannenden Möglichkeiten die Zukunft bietet!

Schulpäckchen schenken Zukunft

Wir sammeln wieder Schulpäckchen für Albanien

Das neue Schuljahr ist in Deutschland inzwischen schon einige Wochen alt und die ersten Hefte wohl schon vollgeschrieben. Was tun? Naja – halt in den Laden gehn und ein neues Heft kaufen!

Für viele Familien in vielen Ländern der Welt ist das nicht so einfach. Wenn kaum genug zu essen da ist, das Geld für Heiz- oder Kochmaterial fehlt und neue Kleidung nur ein Traum bleibt, dann gehören Hefte, Stifte und Radiergummi zu Luxusgütern. Die Konsequenz: Tausende von Kindern brechen die Schule ab – oder fangen gar nicht erst damit an – weil sie sich schämen, aber auch, weil Lernen ohne Schulmaterial ihnen sinnlos erscheint. Und ohne Bildung ist auch die Zukunft düster. Keine Perspektive für Kinder – nur weil Hefte und Stifte zu teuer sind?

Wir können dieses Problem nicht für alle Kinder auf der Welt lösen – aber für so viele wie möglich. Im Rahmen unseres Weihnachtstransports möchten wir möglichst viele „Schulpäckchen“ nach Albanien schicken, wo sie in Kombinat und Umgebung an Kinder aus bedürftigen Familien verteilt werden – Familien, die von Erdbeben und Corona-Krise hart getroffen wurden und sich schon vorher kaum das Nötigste leisten konnten.

In ein Schulpäckchen gehört (bitte NEUE Artikel):

  • 2 Bleistifte
  • 1 Radiergummi
  • 1 Spitzer
  • 1 Lineal
  • 1 Tintenroller
  • 1 DIN A4 Heft (gern mit Umschlag)
  • 1 DIN A5 Heft (gern mit Umschlag)

 

Bitte in Klarsichthülle oder großer Gefriertüte verpacken und € 0,50 für Transport dazu! Ihr dürft auch gerne noch Buntstifte, Filzstifte oder andere Schulartikel geben—bitte getrennt verpacken, damit jedes Kind das gleiche bekommt (Extras werden individuell verteilt).

Weitere Infos auf dieser Seite. Falls Sie lieber spenden möchten, anstatt ein Schulpäckchen zu packen, bitte auf der Online-Spende „Schulpäckchen“ wählen.

Gemeinsam können wir so viel!

Die NES-Schule in Beirut, Libanon, beginnt mit dem neuen Schuljahr

„Es ist einfach unglaublich – und wir sind machtlos dagegen.“ Marlene, die Schulleiterin der NES in Beirut, Libanon, findet kaum Worte, um die unfassbare Situation in ihrem Land zu beschreiben. „Der Wechselkurs unserer Währung hat sich verzehn- oder fünfzehnfacht. Ein Gehalt, das mal 1000 Dollar wert war, ist jetzt nur noch 80 Dollar wert. Die ärmeren Familien können sich nicht mal das Essen im Supermarkt leisten. Käse – unerschwinglich. Und Fleisch erst recht! Also bringen unsere Schüler trockenes Brot als Mittagessen mit. Benzin, Bücher, Kleidung … alles zehnmal so teuer wie noch vor ein paar Monaten. Und wir reden gar nicht erst über Medikamente! Wir können nur zuschauen, wie alles von Tag zu Tag schlimmer wird – und sind machtlos.“

Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – hat die NES-Schule diese Woche mit dem neuen Schuljahr begonnen. Am Mittwoch wurden die Kindergartenklassen und die Klasse 9 mit einem bunten „Back to School“-Programm willkommen geheißen, am Freitag folgen Klassen 1-3, am Montag Klassen 6-8, und am kommenden Mittwoch schließlich Klassen 4-5. Warum nur jeden zweiten Tag?

„Wir können es uns nicht leisten, jeden Tag Unterricht zu machen. Es ist fast nie Strom da, sodass unser Generator ständig laufen muss. Aber der Kraftstoff dafür ist einfach zu teuer! Und außerdem können wir von unseren Lehrern nicht erwarten, jeden Tag herzukommen. Eine Tankfüllung kostet so viel wie ein Monatsgehalt – und der Preis wird ständig noch erhöht. Man steht auch einen ganzen Tag dafür an. Deshalb haben wir entschieden, jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag Unterricht in der Schule zu machen, und für Dienstag und Donnerstag geben wir Aufgaben mit nach Hause. Online-Unterricht ist auch keine Option mehr – es hat ja fast niemand Internet oder einigermaßen regelmäßig Strom.“

Aber der Unterricht soll weitergehen, schon, um den Kindern wenigstens ein bisschen Stabilität zu geben, während die Welt um sie herum auseinanderbricht. 260 Kinder sind für dieses Schuljahr an der NES angemeldet – mehr als im Vorjahr – und fast alle brauchen finanzielle Unterstützung. Da ist der Studienfond, den wir als das Helping Hands Jahresprojekt 2020 ins Leben gerufen haben, eine riesige Hilfe! Zu den Kosten pro Kind zählen unter anderem die regulären Schulgebühren, aber auch Transport im Schulbus, Bücher, Uniformen. Schulbücher können im Zweifelsfall durch Kopien ersetzt werden, aber die Uniformen wurden auf Bitte der Eltern beibehalten, da ein T-Shirt im Laden noch viel teurer ist: „Bitte lasst unsere Kinder in Uniformen kommen, wir können uns keine andere Kleidung für sie leisten!“

Und auch andere Lösungen werden erforscht: Auf dem Dach der NES soll jetzt ein kleines Solarsystem installiert werden, das wenigstens für sechs Stunden Strom liefert und so der Generator nicht den ganzen Tag laufen muss. Dafür wurden bereits genügend Spenden versprochen. Und überall sind viel Kreativität, Geduld und Durchhaltevermögen nötig. Aber das sind die Lehrer und Mitarbeiter der NES ja gewöhnt!

„Alone we can do so little. Together we can do so much.“* – diese Worte an der Wand des Schulhofs scheinen der Aussage der Schulleiterin fast ein bisschen zu widersprechen. Natürlich: Gegen den wirtschaftlichen Zusammenbruch können die Schüler und Lehrer der NES wohl wenig tun. Aber gemeinsam können sie das sein, was sie schon seit über 50 Jahren sind: Eine Familie, die zusammenhält. Ein Zuhause für die, die sich heimatlos fühlen. Und eine Oase des Friedens im Chaos ihrer zerbrechenden Welt.

 

Wenn Sie für den NES Studienfond spenden möchten, um Kindern im Libanon den weiteren Schulbesuch zu ermöglichen, dann wählen Sie bitte „NES Studienfond (Libanon)“ auf unserem Online-Spendenformular.

* Alleine können wir so wenig tun. Gemeinsam können wir so viel tun!

Hoffnung wird greifbar

Zentrum für Berufsausbildung in Kombinat, Albanien

Für die Kinder ist das Kinderzentrum wie ein Zuhause. Ein Zuhause, in dem sie geliebt und wertgeschätzt werden. In dem sie in ihren individuellen Stärken gefördert werden und dort Unterstützung finden, wo sie Hilfe brauchen. Ein Zuhause sogar im Lockdown, wenn die Schulen geschlossen sind! Denn für die Kinder in Kombinat, einem der sozialschwächsten Stadtteile der Hauptstadt Albaniens, dem ärmsten Land in Europa, ist Schule per Internet keine Option. Oder doch? Eda und Gesti, Leiter des Kinderzentrums, nahmen die Sache letztes Jahr selbst in die Hand, kauften ein paar Computer fürs Kinderzentrum und kontaktierten die Schulen: Sie mögen doch bitte den Kindern ordentliche Aufgaben und „Homeschooling“ zur Verfügung stellen; um den Rest kümmert sich das Kinderzentrum. So saßen die Kinder jeden Tag während des Lockdowns im Kinderzentrum und machten eben dort Schule, und bekamen außerdem noch eine warme Mahlzeit. Viel besser, als in ihren dürftigen Unterkünften eingesperrt zu sein und ein halbes Jahr Unterricht zu verpassen!

Aber leider kann auch das Kinderzentrum nicht alle Lücken füllen – dafür ist die Not zu überwältigend. „Unsere große Herausforderung ist, dass wir manche Kinder verlieren, wenn sie Teenager werden“, erklärt Gesti. „Manche Mädchen heiraten sehr früh, einige der Jungs fangen an mit Diebstahl, Drogen – das ist halt, was sie von ihrer ‚Gesellschaft‘ kennen.“ Besonders in Kombinat ist das ein Problem, bedingt durch Armut und Perspektivlosigkeit; Prostitution, Drogenhandel, Missbrauch und Gewalt gehören hier zum Alltag.

„Was wir brauchen, sind Möglichkeiten für eine Berufsausbildung oder ähnliches – etwas, dass den jungen Leuten eine Hoffnung für die Zukunft gibt. Ein ‚Haus der Hoffnung‘ – das ist mein Traum. Ein Ort, der als Anlaufstelle dienen kann, wo die Jugendlichen jemand haben, zu dem oder der sie mit ihren Sorgen und Nöten, ihren Fragen und Träumen kommen können. Aber eben auch ein Ort, wo sie einen Beruf erlernen können. Ich würde gerne mit einem Medienprojekt beginnen, später vielleicht eine Nähschule oder anderes.“

Und so entstand der Plan fürs „Haus der Hoffnung“ in Kombinat. In kürzester Zeit wurde eine geeignete Wohnung gefunden, die Ende August von einem paXan-Team ins „House of Hope“ umgebaut wurde, mit Aufenthaltsraum und Bad, Schulungsraum und einem fertig eingerichteten Studio für Ton-, Bild- und Videoaufnahmen. Sevin, ein lokaler Experte, wird die ersten Jugendlichen ehrenamtlich ausbilden. „Wenn man Menschen einen Beruf gibt, dann gibt man ihnen eine Möglichkeit zu leben“, betont er.

Zu diesen Menschen gehört zum Beispiel Gjergj*, der älteste von sieben Brüdern, alle von anderen Vätern. Zwei der Jungs besuchen das Kinderzentrum, die drei jüngsten sind noch zu klein. Und Afrim*, der zweitälteste, hat bereits den „Weg der Gesellschaft“ eingeschlagen; fünfmal wurde er bisher festgenommen. Aber Gjergj gibt nicht auf. Zwar muss er sich oft um seine kleinen Brüder kümmern, aber er geht weiterhin zur Schule und kommt zum Kinderzentrum, wo er und seine Brüder ihre oft einzige warme Mahlzeit am Tag bekommen. Das „Haus der Hoffnung“ schenkt ihm ungeahnte Möglichkeiten – und bei der Renovierung im August war er mit Begeisterung dabei.

Oder Mädchen wie Aisha* und Elira*. Vom Stiefvater missbraucht – leider kein Einzelfall in Kombinat – nahm Elira letztes Jahr den einzigen Fluchtweg aus der verzweifelten Familiensituation, den sie kannte, und „heiratete“, mit nur 14 Jahren. Wenn sie zu der Zeit schon eine Alternative gehabt hätte, wäre ihre Entscheidung vielleicht anders ausgefallen. Auch Aisha droht dieses Schicksal: Ihre Familie will sie aus religiösen Gründen verheiraten, aber Aisha möchte studieren und einen Beruf erlernen. Ihr Zuhause wurde im Erdbeben zerstört und die Familie zog weiter weg, trotzdem kommt sie weiterhin ins Kinderzentrum. Sie ist sehr begabt im musikalischen und journalistischen Bereich – eine Ausbildung im „Haus der Hoffnung“ würde ihr die Chance bieten, nach der sie sich sehnt.

Oder auch Skender*. Gesti lernte ihn kennen durch einen Fußballclub, den er mit Freunden einige Jahre für die Jungs in Kombinat angeboten hatte. Seitdem haben sie engen Kontakt und Skender ist treu bei allen Aktivitäten dabei. Auch seine Familiensituation ist nicht einfach: Die Mutter arbeitet tagaus tagein von morgens bis abends als Näherin, um ihre Familie zu ernähren, aber das meiste Einkommen zerfließt im Alkohol für den Vater. Skenders Chancen für einen guten Beruf waren gering – bis das „Haus der Hoffnung“ ins Leben gerufen wurde, woran auch Skender tatkräftig beteiligt war. Vor allem auf die Ton- und Videotechnik freut er sich schon enorm!

Hoffnung – so ein einfaches Wort, und für viele Menschen weltweit so unerreichbar. Dank des unermüdlichen Einsatzes unseres Partners in Albanien, aber auch den treuen Spenden für unser Jahresprojekt 2019 und das Kinderzentrum in Kombinat, ist Hoffnung für Jugendliche wie Gjergj und Skender, Aisha und Elira greifbar geworden.

 

* Namen zum Schutz der Privatsphäre geändert

Weihnachtspäckchen schenken Weihnachtsfreude

Aktion „Weihnachtsfreude“ für Albanien, Rumänien, Bulgarien

„Oh wie sehr wir uns über dieses Geschenk freuen! Das hatten wir dieses Jahr überhaupt nicht erwartet!“ Das war vergangenen Dezember die häufige erfreut-überraschte Reaktion der Senioren, denen unser Partner in Rumänien seit vielen Jahren dient. „Vielen Dank an diejenigen, die zu unseren Geschenken beigetragen haben. Wir sind so glücklich wie Kinder!“

Und auch dieses Jahr möchten wir viele hunderte Weihnachtspäckchen in osteuropäische Länder senden – zum Beispiel nach Albanien, Bulgarien und Rumänien. Dort können sich sozialschwache Familien schon in „normalen“ Jahren kaum genügend Lebensmittel leisten; im Rahmen der Coronakrise hat sich die Lage für viele Familien drastisch verschlechtert. Wir möchten hier mit den Weihnachtspäckchen auch ein Zeichen der Hoffnung setzen!

Macht ihr mit? Zum Inhalt eines Päckchens gehört (bitte nicht von der Packliste abweichen!): 1kg Reis (kein Milchreis), 1kg Nudeln, 500g Kaffee (gemahlen und vakuumverpackt), 1 Tüte Gummibärchen, 3 Tafeln Schokolade (gerne größer als 100g), 2 Pakete Früchte- oder Kräutertee, 4 Röhrchen Vitamintabletten, 1 Shampoo, 2 Tuben Zahnpasta, 2 Zahnbürsten, 2 Stück Seife (bitte in Tütchen verpacken), 1 Deostift, 1 Handcreme, 10 Päckchen Taschentücher (nicht parfümiert). Bitte mit Transportspende von 3 Euro in einer Tüte direkt bei uns abgeben oder:

NEU!

Wir haben dieses Jahr Sammel- und Abgabestellen an mehreren Orten im Main-Kinzig-Kreis. In Bad Orb (Nahkauf) und Wächtersbach (Globus) können Päckchen direkt im Laden eingekauft und abgegeben werden (im Globus-Zentrum ist die Sammelstelle bei a/m friseure; die Aktion läuft vom 1. bis 30. Oktober); in Gelnhausen, Langenselbold und Rodenbach gibt es separate Abgabestellen (eine regelmäßig ergänzte Liste von allen Abgabestellen gibt es hier).

Päckchen werden bis zum 15. November in Empfang genommen. Gerne kann auch der lokale Einkauf von päckchenweiser „Weihnachtsfreude“ (zum Beispiel in Bulgarien) unterstützt werden; wir empfehlen einen Betrag vob 25 Euro pro Päckchen (beinhaltet auch Verpackung, Transport vor Ort etc.). Eine Spende mit Vermerk „Weihnachtsfreude“ bitte an folgendes Konto überweisen: IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394; BIC: HELADEF1GEL.