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paXan 2021 Albanien: „Haus der Hoffnung“

paXan – das heißt: Gemeinsam anpacken. Und Frieden weitergeben. Wertschätzung vermitteln. Und Hoffnung!

Hoffnung schenken, das hat im vergangenen Jahr im Rahmen der Pandemie ganz neu an Wert gewonnen. In Kombinat in Albanien ist es schon seit Jahren Programm. Dieser sozialschwache Stadtteil am Rande Tiranas ist geprägt von Arbeitslosigkeit, Drogenhandel, Missbrauch und Prostitution; für junge Menschen gibt es kaum Perspektiven, dem Kreislauf der Armut zu entfliehen. Infolge des paXan-Einsatzes 2014 wurde daher in Kombinat ein Kinderzentrum begonnen, sodass besonders benachteiligte Kinder eine gute Schulbildung bekommen können, wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag, einen Ort, an dem sie Liebe und Anerkennung erfahren. Das hat schon einen großen Unterschied im Leben der Kinder gemacht! Aber für eine echte Zukunftsperspektive ist noch mehr nötig: zum Beispiel die Möglichkeit, eine gute Ausbildung zu erhalten. Und so entstand die Idee fürs „House of Hope“ – ein Ort, an dem Jugendliche ausgebildet und in Jobs vermittelt werden, wo sie von Mentoren begleitet und gefördert werden, wo sie ihr Potential entfalten und Hoffnung in Realität verwandeln können.

Mitte Juli fanden die ersten Gespräche dafür statt, und weil die Jugendlichen jetzt Hoffnung benötigen, nicht erst, wenn die Welt wieder „normal“ ist, ging dann alles ganz schnell: Kaum einen Monat später, am 22. August, machte sich – allen pandemiebedingten Hindernissen zum Trotz – ein paXan-Team auf den Weg nach Kombinat, um das House of Hope gemeinsam mit den albanischen Freunden ins Leben zu rufen.

Dafür wurde, wie bei jedem paXan-Einsatz, tatkräftig angepackt: Gemeinsam mit ein paar der Jugendlichen, die bald im House of Hope ausgebildet werden, und örtlichen Leitern schufteten die sechs paXan-Teamler eine Woche lang von morgens früh bis abends spät, um eine Wohnung an der Hauptstraße durch Kombinat in ein kleines Ausbildungszentrum zu verwandeln. Dabei wurde viel gespachtelt und gesägt, gehämmert und gebohrt, gepinselt und gemalt, und sehr, sehr viel geputzt, geplant und gedacht. Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Das Bad erstrahlt nun in neuem Glanz, der Treppenaufgang ist frisch renoviert, ein Schulungsraum wartet nur noch auf Tische, der Aufenthaltsraum mit Küchenzeile ist gemütlich eingerichtet und in schönstem Design präsentiert, und als Krönung ist ein Ton- und Bildstudio einsatzbereit – mit gedämmten Wänden, Greenscreen und Lichttechnik. Denn als ersten „Ausbildungszweig“ bietet das House of Hope Schulungen in Ton- und Videotechnik, Fotografie und Grafikdesign an. Dafür gibt es viel Nachfrage in Albanien und darüber hinaus; einige Aufträge warten schon. Ein lokaler Experte wird die Jugendlichen auf ehrenamtlicher Basis ausbilden. Sie können es kaum erwarten, damit anzufangen!

Am 31. August machte sich das paXan-Team auf den Heimweg, aber eigentlich wären alle lieber in Albanien geblieben. Weil wir von allen so herzlich aufgenommen und von Vera so vorzüglich bekocht wurden. Weil es so eine Freude war, mit unseren albanischen Freunden zusammenzuarbeiten (und auch mal gemeinsam an den Strand zu fahren :). Weil es so viel Segen bedeutet hat, an diesem nachhaltigen Projekt zu arbeiten, das einen wirklichen Unterschied für unsere Freunde machen wird. Weil wir auch sonst einfach richtig viel Spaß zusammen hatten! Und ja – auch weil wir das schöne Wetter und das Leben in Albanien vermissen werden, und natürlich all die wertvollen Menschen, die wir kennenlernen durften.

Hoffnung – das ist ein Geschenk, das immer in beide Richtungen segnet. Und so dürfen wir uns nicht nur über die Gewissheit freuen, dass das House of Hope echte Hoffnung schenken wird, sondern auch selbst mit neuer Hoffnung und Zuversicht in den deutschen Alltag zurückkehren. Hoffnung, weil wir selbst erlebt haben, wie mit der richtigen Motivation schon eine Woche Schrauben, Schaum und Spachtelmasse mehrere Leben lang Zukunft schaffen können.

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