Wir möchten nach Hause

Seit zwei Jahren leben Mitarbeiter und Kinder des Kiewer Waisenhauses „Heim für glückliche Kinder“ im Lindenhof bei Hanau. Viele Ehrenamtliche aus Kahl und Alzenau haben geholfen, dass sie sich wohlfühlen: gemeinsame Ausflüge, Konzerte, Besuche, Hilfe beim Amt und vieles mehr. Besonders haben sich die Christliche Initiative Alzenau und die Freie Christliche Schule in Kahl engagiert.

Doch immer wieder betonten die Mitarbeiter: Wir möchten nach Hause! Aber wie soll das geschehen, mitten in Krieg und Gefahr? Die eine oder andere Mitarbeiterin ging zurück zu ihrer Familie, andere traten an ihre Stelle. „Unser Zentrum ist zwar bisher unbeschädigt,“ sagt die Leiterin Liliya dankbar, „aber die Regierung erwartet, dass wir erst einen Schutzbunker bauen. Damit haben wir jetzt begonnen, aber das geht natürlich nicht umsonst.“

Inzwischen sind einige der Kinder von Verwandten zurückgeholt worden und mehrere fanden eine neue Familie. „Die Regierung hat uns gebeten, zurückzukommen und mindestens 25 Kinder aufzunehmen. Sehr viele Kinder haben wegen dem Krieg Heim und Familie verloren. Sie brauchen dringend Fürsorge!“

Vor dem Krieg haben ukrainische Geschäftsleute und Privatpersonen die ganze Arbeit finanziell getragen – Unterkunft, Verpflegung und Betreuung durch Spezialisten für Traumaseelsorge und anderem. Doch nun brechen die Firmen zusammen, und die Leute versuchen, Soldaten, Familien und Freunde zu unterstützen. Durch die Hilfe vieler einzelner im Kreis Aschaffenburg und Main-Kinzig können die ersten Schritte getan werden, aber für die Aufgaben in Kiew ist dringend weitere Hilfe nötig. Es ist eine Hilfe, die wirklich Großes bewirkt. Denn das „Heim für glückliche Kinder“ leistet eine hervorragende Arbeit, um Kindern zu helfen und sie in guten Familien unterzubringen. Und das ist jetzt dringender als je zuvor!

Wenn Sie mit dazu beitragen wollen, dass Kinder in der Ukraine ein neues, glückliches Zuhause finden, spenden Sie bitte mit Vermerk „Ukrainehilfe Lindenhof“ (zur Online-Spende). Mehr Details zum Heim in Kiew finden Sie auch auf: https://helpinghandsev.org/lindenhof/ (hier ist noch der ursprüngliche Status der Kinder auf dem Lindenhof vermerkt).

Wortwörtlicher Spatenstich für neues Projekt in Madagaskar

Die Bedingungen könnten günstiger nicht sein. Es hat tatsächlich einmal geregnet. Der Boden ist locker und zumindest die wenigen vorhandenen Wasserbehälter sind voll. Die seit letztem Sommer laufenden Vorbereitungen und Planungen sind auch so gut wie abgeschlossen.

Es geht also endlich los! In dieser Woche beginnt unser lokaler Partner damit, 150 Haushalte im trockenen Süden Madagaskars dabei zu unterstützen, ihre Landwirtschaft auf die zunehmend dürren Verhältnisse anzupassen, um sich so nachhaltig und langfristig selbst versorgen zu können. Aber ganz ohne Wasser ist auch das nicht möglich. Deshalb kam der letzte Regen grade richtig.

Durch die anhaltenden Trockenzeiten ist eine Hungersnot – auf Malagassi auch „Kere“ genannt – vor allem im Süden Madagaskars schon seit vielen Jahren zu spüren. „Die Nahrungsmittelproduktion geht zurück. Und das obwohl 80 % der Bevölkerung landwirtschaftlich arbeiten. Auch die Regierung ist angesichts dieser Situation machtlos“ erklärt Therese, die Projektleiterin vor Ort.

In der besonders schwer betroffenen Region um Andranovory werden deshalb von unserem lokalen Partner nun theoretische und praktische Schulungen zu alternativen Anbaumethoden durchgeführt. In diesen lernen die Familien z.B. durch Waldfeldbau und „short-cycle“ Gemüseanbau, höhere Erträge zu erzielen. Vor allem aber findet über das ganze Jahr verteilt eine regelmäßige persönliche Betreuung der Projektteilnehmer durch lokale Schulungsleiter statt. In diesen Besuchen werden Ergebnisse bewertet, Methoden angepasst und es kann auf individuelle Probleme eingegangen werden.

Anfänglich werden darüber hinaus alle notwendigen Materialen zur Verfügung gestellt, Saatgut verteilt und ein nahegelegener Wasserspeicher errichtet. Auch wenn bei ausbleibendem Regen zur Befüllung des Speichers mit einem LKW Wasser aus dem nächsten Fluss geholt werden muss, reduziert dieser Speicher lange beschwerliche Wege des Wasserholens. So senkt er außerdem die Kosten, die viele Familien für den Transport aufbringen müssen.

Parallel sollen gemeinschaftliche Strukturen gestärkt werden, damit auch auf Dorfebene Ressourcen gebündelt, Synergien genutzt und Probleme gemeinsam angegangen werden können.

Auf diese erste Phase der praktischen landwirtschaftlichen Schulungen folgt nächstes Jahr eine weitere Schulungs-Phase, um die angebauten Produkte richtig vermarkten und verkaufen zu können und so die Chancen auf ein eigenes Einkommen zu erhöhen.

Wenn auch Sie gerne den Familien in Madagaskar eine helfende Hand reichen möchten, nutzen Sie gerne das Online-Spende Formular mit Vermerk „Ernährungssicherung in Madagaskar“.

Neues Video zu unserem Jahresprojekt 2024

Dieses Video veranschaulicht kurz und knapp die Vision unserer integrativen Kinderzentren, die an einigen Orten in Nepal bereits Wirklichkeit wird.

Unser Traum: dass noch viele andere Dörfer wissen dürfen: Gemeinsam können wir es schaffen!

Mehr Infos gibt es hier!