paXan 2023 Sambia

Christoph Nick berichtet für das paXan-Team 2023:

Intensiv in jeglicher Hinsicht: Kräftezehrend und anstrengend, aber gleichzeitig auch horizonterweiternd und bereichernd – mit diesen Adjektiven kann der diesjährige paXan-Einsatz recht treffend beschrieben werden.

Vom 18.–30. September war das diesjährige, fünfköpfige paXan-Team unterwegs in Sambia. Nach unserer Ankunft am frühen Morgen ging es nach einer Begrüßung und Übersicht vor Ort auch gleich los. Wir besuchten die Trinity Church of the Nazarene in Lusaka, um direkt vor Ort zu sehen und zu besprechen, was in den nächsten Tagen alles gemacht werden sollte. Wir alle wurden begeistert von der Vision, die diese Gemeinde hat, und positiv überrascht, dass es bereits einen „Masterplan“ für die kommenden Jahre gibt. Dieser wurde uns gezeigt und daran erläutert, welche Rolle sowohl der Hühnerstall als auch der Brunnen haben werden:

Um es kurz zu machen:

Beides soll dem Kinderzentrum, das von der Gemeinde betrieben wird, und dem gesamten Umfeld helfen. Unter der Woche wird das Gebäude als Schulgebäude für insgesamt 165 Kinder verwendet, die sonst keinen Zugang zu Bildung erhalten würden. Unterrichtet werden alle Fächer von Freiwilligen. Der Brunnen dient der zuverlässigen Wasserversorgung für die Gemeinde, das Kinderzentrum und für die Menschen im Umfeld, denen die Gemeinde gerne das Wasser zur Verfügung stellt.

Durch den Betrieb einer Hühnerfarm soll der Betrieb des Kinderzentrums finanziell unterstützt werden. Küken werden vom Händler gekauft, im Stall mehrere Monate großgezogen und dann gewinnbringend verkauft. In der Zukunft soll auf dem Gelände ein richtiges Schulgebäude mit einzelnen Klassenräumen, ein kleiner Versam­mlungs­raum, ein Haus für den Pastor und ordentliche und hygienischere Toiletten entstehen.

Nach diesem Besuch machten wir uns dann gemeinsam mit unseren Gastgebern daran, das Material zu besorgen: Steine, Sand, Kies und Zement. Am nächsten Tag ging es dann damit los, Gräben für das Fundament auszuheben. Da es seit Februar nicht mehr geregnet hatte, erwies sich dies als große Herausforderung. Nachdem wir mit Freiwilligen aus der Gemeinde die erste Schicht abgetragen hatten, wurde die Erde mit Wasser aufgeweicht und erst anschließend weiter ausgehoben. Ein sehr langsamer und mühsamer Prozess! Aber letztendlich waren die Gräben tief genug, um das Fundament zu konstruieren.

Die nächsten Tage verbrachten wir damit, den Profis vor Ort zu helfen – Mörtel anzumischen, Steine zu schleppen und anzureichen, Fugen zu spachteln – und waren daneben weiterhin bemüht, die Vorbereitungen für die Brunnenbohrung zu treffen. Endlich kam dann auch der Geologe, der uns den Ort für die Bohrung identifizierte und eine Bohrtiefe empfahl: 65 Meter. Nun hieß es, mit diesem Zertifikat eine Genehmigung von der Behörde zu bekommen, was sich auch noch weiter hinzog.

Gleichzeitig wuchs der Hühnerstall weiter: Die Mauern wurden höher, die Fläche innen mit Geröll und Erde aufgeschüttet (eine gute Gelegenheit, das Grundstück von Steinen etc. zu säubern), auch die Dachkonstruktion nahm weiter Formen an.

In unserer zweiten Woche durften wir dann tatsächlich noch miterleben, dass beide Baustellen und Teilprojekte vollständig umgesetzt wurden. An einem Tag wurde der Brunnen gebohrt, was eine wirklich dreckige Angelegenheit war. Auch der Hühnerstall wurde fertig: Die Fläche zwischen Mauer und Dach wurde durch Drahtgeflecht geschlossen, eine Tür installiert und eine Stufe betoniert. An unserem letzten vollen Tag konnten wir dann die ersten 100 Küken und weiteres Zubehör wie Wärmelampen, Futter- und Getränkeautomaten und Streu kaufen und die Tiere dann an unserem letzten Tag einquartieren.

Alle sind dankbar für zahlreiche Erfahrungen, Eindrücke und neue Freundschaften und natürlich Bewahrung auf der Reise. Besonders dankbar sind wir aber auch für die Menschen vor Ort, mit denen wir gemeinsam ihr eigenes Traum-Projekt ein klein wenig vorantreiben durften.

Viele Details und auch die persönliche Wahrnehmung gäbe es noch zu berichten, aber dafür ist an dieser Stelle wenig Raum. Wer mehr erfahren möchte, kann gerne auf Christoph Nick (christoph.nick@helpinghandsev.org) zugehen.

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