Ein Hoffnungslicht in Kapstadt

Direkt gegenüber vom „Kap der guten Hoffnung“ gibt es für viele nur wenig Hoffnung. Die meisten Menschen in den Townships um Somerset West, einem Vorort von Kapstadt, versuchen sich irgendwie durchzuschlagen. Ihre Kinder schaffen es kaum durch die Schule, falls sie überhaupt zur Schule gehen können. Andere leiden an Ausbeutung und Missbrauch. So war es Jahr um Jahr – bis vor knapp 20 Jahren „Hope and Light“ ein Hoffnungslicht anzündete.

Inzwischen ist eine Schule für über 500 Schüler entstanden sowie eine Vorschule und ein Kinderzentrum, das sich um traumatisierte Kinder kümmert und ihnen ein sicheres und frohes Zuhause anbietet. Die südafrikanische Regierung und einheimische Freunde unterstützen die Arbeit vor Ort, allerdings nur in begrenztem Umfang.

Der südafrikanische Präsident Nelson Mandela hat betont: „Eine gute Ausbildung ist die stärkste Waffe, mit der man die Welt verändern kann.“ Daran arbeitet „Hope and Light“ und bietet Kindern ein neues Zuhause und eine regelmäßige und qualifizierte Ausbildung. Derzeit werden Schritte bedacht, um auch den Familien in den Townships zu helfen und damit die gesamte Arbeit langfristig stabiler zu machen. Dazu gehören auch praktische Ausbildung und Investitionen in Kleinstunternehmen.

Sie können schon jetzt Teil dieser Stafette der Hoffnung werden: Wählen Sie „Hope and Light Schule und Kinderheim“ in unserer Online-Spende oder spenden Sie mit diesem Vermerk auf unser Konto: IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394.

Mehr hierzu in den nächsten Wochen und mit einer speziellen Aktion ab Mitte August.

Es ist keine Schande!

Aktion zum Mitmachen für Schulkinder in der Ukraine

„Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen“, betonte Platon in der Antike.

Heute gibt es hunderttausende Kinder weltweit, die lernen wollen – aber sie schämen sich, zur Schule zu gehen, weil ihnen das nötigste fehlt: Schulmaterial, geeignete Kleidung, das Geld für Gebühren. Dass Kinder aus solchen Gründen die Chance auf eine Zukunft verpassen – das ist eine Schande! Denn schon ein kleines Päckchen mit Schulbedarf trägt dazu bei, dass Kinder lernen können.

Tausende Kinder inmitten von Krieg (Ukraine), verheerender Wirtschaftskrise (Libanon) oder chronischer Armut (Albanien) wünschen sich vor allem eins: einen normalen Schulalltag, der ihnen ermöglicht, trotz verzweifelter Lage mit Hoffnung in die Zukunft zu blicken. Damit dieser Wunsch möglichst vielen Kindern erfüllt werden kann, haben wir beschlossen, uns dieses Jahr im Rahmen der traditionellen Weihnachtsaktion auf Schulpäckchen zu konzentrieren.

Machen Sie mit? Zum Inhalt eines Schulpäckchens gehört: 2 Bleistifte, 1 Radiergummi, 1 Spitzer, 1 Geodreieck, 1 Kugelschreiber o.ä., 1 DIN A4 Heft, 1 DIN A5 Heft (gerne in Klarsichthülle oder Gefriertüte verpacken). Gerne können auch separat noch andere Schulartikel gespendet werden. Bitte helfen Sie mit einer Transportspende von 1 Euro.

Schulpäckchen können ab sofort bis Anfang November direkt bei uns abgegeben werden (im Bürotrakt der Kirche des Nazareners Gelnhausen, Frankfurter Straße 16–18, 63571 Gelnhausen; Bürozeiten: MO–FR, 8:30–12:30) oder an einer dieser Sammelstellen. Vom 28.8. bis 9.9. beteiligt sich außerdem die Globus-Markthalle Wächtersbach an dieser Aktion; dort können bereits gepackte Päckchen gekauft und abgegeben werden.

Mit einer Spende ermöglichen Sie, dass zusätzliche Päckchen gekauft und vor Ort weitere Projekte zur „Weihnachtsfreude“ gefördert werden können. Eine Spende mit Vermerk „Schulpäckchen“ oder „Weihnachtsfreude“ bitte an unser Konto überweisen (IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394) oder online spenden.

Weitere Infos auf der Schulpäckchen-Seite

Wenn „Zuhause“ ein Ort der Bedrohung ist

Ein Rückblick auf unser Jahresprojekt 2022: Das „Heim der Zuflucht“ für OSAEC-Opfer in den Philippinen

„Daheim“, bei Mutter und Vater, im Kreis der Verwandten – das sollte für ein Kind der sicherste Ort sein. Ein Ort der Geborgenheit, der Wertschätzung, der Fürsorge.

Die Kinder, denen unser Partner auf den Philippinen dient, haben es anders erfahren.

Auf den Philippinen ist „OSAEC“ (online sexual abuse and exploitation of children – sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet) eine besonders große Gefahr, denn fast alle Erwachsenen haben Internetzugang und sprechen zumindest etwas Englisch. Die Versuchung ist groß; bei manchen sicherlich aufgrund von Armut, bei anderen durch mangelndes Verständnis, den Wunsch auf „einfaches Geld“, und zerbrochene Familienstrukturen.

Denn OSAEC geschieht fast immer daheim. In den meisten Fällen sind die Eltern – vornehmlich die Mütter oder auch Großmütter – die Täter. Und Kinder jeglichen Alters müssen erfahren, dass ihr Zuhause ein Ort der Bedrohung wird. Oft kommt zur OSAEC-Tat auch noch körperlicher Missbrauch dazu.

Seit einiger Zeit ist OSAEC in den Philippinen als kriminelle Handlung eingestuft. Gemeinsam mit der NPO International Justice Mission identifizieren die lokalen Behörden Opfer von OSAEC und befreien sie mithilfe von Sicherheitskräften. Die befreiten Kinder werden dann – mit Umweg über die Polizeistation, um den Fall aufzunehmen – zum „Heim der Zuflucht“ gebracht, das unser örtlicher Partner vor knapp fünf Jahren auf Anfrage der International Justice Mission als erstes dieser Art auf den Philippinen gründete.

Das „Heim der Zuflucht“ ist ein „Assessment Center“, an dem Kinder, die aus OSAEC-Situationen befreit wurden, über mehrere Monate hinweg intensiv psychotherapeutisch und medizinisch betreut werden. Ziel ist, dass die Kinder Fertigkeiten erlernen, mit ihrem Trauma und den Erfahrungen umzugehen, sodass langfristig Heilung stattfinden kann. Gleichzeitig prüfen die Sozialarbeiter, wann und ob die Kinder bei anderen Familienmitgliedern reintegriert werden können oder erst einmal in eine längerfristige Einrichtung wechseln sollten. Das ist keine einfache Entscheidung, denn da meist die Eltern die Täter sind, kann die Sicherheit der Kinder selten gewährleistet werden. Doch oft gibt es an der Tat unbeteiligte Verwandte, die den Kindern ein neues Zuhause bieten können und von den Sozialarbeitern intensiv begleitet und unterstützt werden.

Die ersten Tage

Zu der Förderung, die ein Kind im „Heim der Zuflucht“ erfährt, gehört u.a. folgendes:

Direkt nach Ankunft erhält das Kind ein „Willkommenspaket“ mit Hygieneartikeln, einem Handtuch, einem Tagebuch, einem Stofftier u.a. Am ersten Tag kümmert eine der fünf „Hausmütter“ sich um das Kind, und sie/er hat Zeit, erst mal alleine das Erlebte zu verarbeiten und sich zu beruhigen – viele Kinder malen oder schreiben gerne in dieser Zeit ins Tagebuch. Zeitgleich treffen sich Sozialarbeiter, Polizei und Heimpersonal, um die grundlegendsten Informationen zu diesem „Fall“ auszutauschen.

Die nächsten drei Tage sind eine „Eingewöhnungsphase“, in denen einerseits die Hausmütter prüfen, welche Dinge die Kinder brauchen (wie Kleidung usw.), und andererseits die Kinder dabei unterstützen, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, und sie an ihr neues „Zuhause“ gewöhnen.

Danach beginnt eine 14-tätige Phase, in der die Kinder psychologisch und medizinisch untersucht werden und auch viele Gespräche mit der Sozialarbeiterin des Heims haben. Das Team des Heims trifft sich dann, um zu besprechen, was das Kind an Förderung benötigt. Gleichzeitig beginnt auch der Familien-Sozialarbeiter, Informationen über die Familie einzuholen. Somit kann nach ca. einem Monat schon festgestellt werden, ob die Chance besteht, dass das Kind bei Familienmitgliedern reintegriert werden kann oder später zu einer Pflegefamilie oder in ein anderes Heim wechseln sollte.

Umfassende Förderung

Ein Kind bleibt in der Regel mindestens drei Monate im „Heim der Zuflucht“, da so viel Zeit benötigt wird, um alle Aspekte der Situation umfassend zu beurteilen. Manchmal bleiben Kinder auch länger, bis zu sechs Monate, wenn es schwierig ist, ein neues Zuhause für sie zu finden – das ist vor allem bei Jungen der Fall, da nur sehr wenige Einrichtungen Jungen annehmen, sowie bei Geschwistergruppen (viele der betroffenen Kinder kommen in Geschwistergruppen, da OSAEC in der Regel zuhause stattfindet und meist alle Kinder einer Familie betroffen sind), damit diese nicht getrennt werden.

In dieser Zeit gehört zum Tagesplan der Kinder:

-> Psychotherapiesitzungen, alleine und in der Gruppe – Die Kinder sind sehr dankbar für diese Treffen, vor allem wenn sie merken, dass der Heilungsprozess beginnt. Die erste Einschätzung findet mit einem externen Psychologen statt; die Therapie dann mit der Psychologin des Heims bzw. der Sozialarbeiterin. Dazu gehört auch „Psychoedukation“, sowie ein Verständnis für die Gefahren und Auswirkungen von OSAEC zu vermitteln.

-> grundlegende Hygiene wie Händewaschen, duschen usw. – Da viele Kinder aus den Elendsvierteln kommen, fehlen ihnen oft diese Kenntnisse. Zusätzlich werden den Kindern auch positive Verhaltensweisen beigebracht.

-> medizinische Fürsorge

-> Schulbildung – Die Kinder lernen per Fernunterricht an ihren eigenen Schulen (dieses „Modular Learning“ Modell hat sich während der Pandemie erfolgreich herausgebildet) und werden an vier Tagen pro Woche durch eine Hauslehrerin unterstützt. Der Fernunterricht nimmt nur wenige Stunden des Tagesablaufs ein, da die Kinder stark traumatisiert sind und zu viel Lerndruck im Rahmen des Heilungsprozesses überwältigend sein kann. Manche Kinder sind auf einem normalen Lernniveau, andere sind einige Jahre hinter ihren Altersgenossen zurückgeblieben und brauchen gesonderte Förderung.

-> Fertigkeiten für den Haushalt wie z.B. Kochen und Wäsche waschen – Das Heim lehrt den Kindern auch solche Fähigkeiten, damit sie sich später um ihren eigenen Haushalt bzw. ihre Familie adäquat kümmern können.

-> körperliche Aktivitäten, z.B. Jiu-Jitsu und Zumba – Die meisten Kinder lieben es zu tanzen und haben hier im Heim das Gefühl, dass sie unbeschwert tanzen können, ohne verurteilt zu werden.

-> Nach dem Mittagessen ist Zeit für einen Mittagsschlaf, dann folgen meist Kunst- bzw. Bastelaktivitäten, zwei Stunden Zeit zum Spielen auf dem Spielplatz des Heims, Abendessen und eine Abschlussrunde, wo sich über den Tag ausgetauscht wird. Zu jeder Zeit sind mindestens zwei Hausmütter sowie die Wächterin vor Ort und kümmern sich um alle Bedürfnisse der Kinder.

-> Jeden Dienstag dürfen die Kinder per Videogespräch ihre Familien treffen; gelegentlich findet auch ein Treffen in Person (außerhalb des Heims) mit bis zu drei an der Tat unbeteiligten Familienmitgliedern statt.

Der Heilungsprozess

Natürlich kann in drei Monaten keine völlige Heilung stattfinden. Deshalb konzentriert sich das „Heim der Zuflucht“ darauf, den Kindern die nötigen Fertigkeiten mitzugeben, sodass der Heilungsprozess, der im Heim begonnen hat, langfristig weitergeführt werden kann. Eine sehr detaillierte „Fallbearbeitung“ hilft dabei, alle nötigen Eingriffe zu bestimmen, damit der Heilungsprozess in Gang gebracht wird und vor allem nach Reintegration kein ähnliches Trauma geschehen kann. Dafür sind alle Mitarbeiter des Heims in traumainformierter Pflege geschult und die Kinder sind an allen Prozessen voll beteiligt. Das Kind ist zwar am Ende nicht völlig „verwandelt“, aber die Veränderung hat begonnen und sie/er besitzt Fertigkeiten zur sogenannten „Selbstregulierung“ und weiß, wie er/sie mit herausfordernden Situationen umgehen kann. Selbstverständlich werden die Kinder auch nach Verlassen des Heims von den Sozialarbeitern regelmäßig begleitet und besucht; in anderen Heimen stehen ihnen weitere Sozialarbeiter zur Verfügung.

Dass der Heilungsprozess in drei Monaten bereits ein gutes Stück voranschreiten kann, liegt u.a. daran, dass das „Heim der Zuflucht“ nur Kinder aus OSAEC-Situationen aufnimmt und somit jedes Kind andere Kinder kennenlernen kann, die sehr ähnliches durchgemacht haben und einander verstehen und sich gegenseitig helfen, Trauma zu verarbeiten. Vor allem aber ist das Heim nicht nur ein „Assessment Center“, sondern ein intaktes Zuhause, wie eine große Familie, in der sich alle um einander kümmern. Jayson, der Familiensozialarbeiter, zum Beispiel fühlt sich wie ein „großer Bruder“, spielt und lacht mit den Kindern, hört ihnen zu, gibt Wissen und Fertigkeiten weiter. Dieser Effekt wird auch bestärkt durch die Tatsache, dass das Heim seit Gründung dieselben Mitarbeiter hat, und so eine gut funktionierende Zusammenarbeit entwickelt werden konnte.

Reintegration und Begleitung

Leider können nur wenige Kinder tatsächlich in ihre Familien reintegriert werden. Um das möglich zu machen, prüft Jayson über mehrere Monate hinweg die Situation sehr genau, um sicherzustellen, dass das Kind in ein geschütztes Umfeld kommt und dort auch die nötige Unterstützung hat, dass der Heilungsprozess fortlaufen kann. Dafür muss Jayson erst einmal herausfinden, welche Familienmitglieder an der Tat beteiligt waren. Mit den in Frage kommenden unbeteiligten Personen geht er dann ein umfassendes Schulungsprogramm durch, in dem auch Bewusstsein für OSAEC vermittelt wird und die Familien lernen, wie sie die Kinder bestmöglich in ihrer Entwicklung fördern können. Nach Reintegration begleitet Jayson die Kinder noch über längere Zeit hinweg.

Wenn kein Familienmitglied die Kinder aufnehmen kann, wird nach einer Pflegefamilie gesucht. Leider gibt es derzeit nur sehr wenige Pflegefamilien auf den Philippinen; hier leistet das Heim auch Aufklärungsarbeit. Daher müssen viele Kinder letztendlich in eine andere Einrichtung wechseln, damit dort ihre Therapie weitergeführt werden kann. Allerdings wird auch dort weiterhin daran gearbeitet, dass die Kinder früher oder später in eine Familiensituation wechseln können; zahlreiche Kinder konnten so schlussendlich zu ihren Familien zurückkehren. Mit allen Kindern finden auch Monate oder Jahre später noch Treffen oder Videokonferenz statt, um Updates über ihre Situation zu erhalten.

Nachhaltige Veränderung

Das „Heim der Zuflucht“ ist ein wichtiges Bindeglied in den einzelnen Entwicklungsschritten, die ein Kind durchlaufen muss, um aus einer OSAEC-Situation zurück zu einem gesunden, sicheren und erfüllten Leben zu gelangen. Stephen, Gründer des Heims, fasst es so zusammen:

„Wir bieten den Kindern einen Ort, an dem sie ihr Leben neu beginnen und einen Prozess der Veränderung starten können. Diese Kinder haben Träume in ihrem Leben, und einige Kinder sagen später: Ich möchte mich gegen OSAEC engagieren, ich möchte eines Tages Hausmutter oder Hausvater werden! Wir schaffen Hoffnung für diese Kinder.“

 

Derzeitiger Bedarf im „Heim der Zuflucht“

Das Heim finanziert sich ausschließlich durch Spenden; für 2023 wird noch viel Unterstützung benötigt, u.a. weil sich auch auf den Philippinen die Lebenshaltungskosten stark erhöht haben. Zum derzeitigen Bedarf gehört:

-> Die Räumlichkeiten müssten erweitert werden, sowohl um mehr Aktivitäten durchzuführen, als auch, um mehr Kinder aufzunehmen. Derzeit bietet das Heim Platz für ca. 15 Kinder, aber der Bedarf ist riesig – wenn das Heim voll ist, müssen neu befreite Kinder abgewiesen werden, bis ein Kind aus dem Heim weitervermittelt werden kann.

-> Das Gebäude ist sehr alt und müsste dringend renoviert werden, vor allem die Küche, aber auch die Kinderzimmer. Dafür ist bereits ein Plan erstellt. Ggf. könnte auf den Bürobereich noch ein weiteres Stockwerk gebaut werden.

-> Als dringend benötigtes Element der Therapie möchte das Heim möglichst zeitnah einen „sensory room“ (Sinnesraum/Wahrnehmungsraum) einrichten, wo die Kinder sich aufhalten können, um ihre negativen Emotionen zu verarbeiten. Der Raum soll als kinderfreundlicher Raum mit Wandmalerei, geeinigtem Mobiliar und Spielzeug ausgestattet werden sowie verschiedenes Material enthalten, das die Sinne fördert – zum Beispiel Musikinstrumente, Hüpfbälle, elastische Bänder, Hoola Hoop Reifen, Lego, Glöckchen, Miniaturen u.ä. Dafür wird daran gearbeitet, dass das Büro in ein angrenzendes Gebäude umzieht, sodass der derzeitige Büroraum als sensory room umgestaltet werden kann.

-> Da das Fahrzeug des Heims sehr alt ist und sehr häufig repariert werden muss, sollte es möglichst ersetzt werden. Das Fahrzeug wird u.a. benötigt, um Kinder zur Klinik und zu Gerichtsverhandlungen zu fahren.

In Zahlen

Sensory room – 20.000 EUR

Fahrzeug – 16.500 EUR

Gesamtkosten pro Kind pro Monat – ca. 350 EUR

Das „Heim der Zuflucht“ hat begonnen, lokale Partnerschaften mit Kirchen und Unternehmen (als Teil ihres „Social Responsibility Programme“) auf den Philippinen aufzubauen, um langfristig die Kosten vor Ort decken zu können; das trägt auch dazu bei, das Bewusstsein für die Gefahren von OSAEC zu verstärken. Etwas Einkommen wird auch generiert durch Schmuck, den die Mitarbeiter herstellen und verkaufen, sowie Bastelarbeiten der Kinder. Derzeit ist das Heim allerdings noch stark auf Unterstützung von außerhalb angewiesen.

Für das „Jahresprojekt 2022“ standen bis Ende April knapp 9000 EUR zur Verfügung; derzeit wird geprüft, wie Helping Hands sich am sinnvollsten im „Heim der Zuflucht“ engagieren kann.

Wenn Sie das „Heim der Zuflucht“ darin unterstützen möchten, noch mehr Kindern eine Zuflucht zu bieten, dann wählen Sie bitte bei der Online-Spende das Projekt „Heim der Zuflucht (Philippinen)“.

 

Hinweis: Bisher hatten wir über dieses Projekt als „Schechem-Home“ berichtet; „Heim der Zuflucht“ gibt die Bedeutung des Namens in etwa in Deutsch wieder.

Zehnmal zwölf Stunden und ein Gemälde

Bürger im Main-Kinzig-Kreis engagieren sich für eine bessere Zukunft

Gemeinsam für eine bessere Zukunft einsetzen – das ist vielen Menschen heutzutage ein großes Anliegen. Und das kann ganz unterschiedlich aussehen!

Vor einigen Wochen entschied der Bad Orber Journalist, Coach und Veranstalter Ralf Baumgarten, zugunsten der NES-Schule in Beirut, Libanon, eine Benefiz-Aktion zu veranstalten: den 12-Stunden-Lauf. Natürlich ist er auch selbst dabei, und auch Dorothea Gschwandtner, unsere internationale Geschäftsführerin, wird sich am Karfreitag auf den Weg machen – zwölf Stunden für die NES.

Zwölf Stunden sind eine Menge, entschied der Orber Künstler Wolfgang Rieger – und spendet stattdessen eins seiner Bilder für die Aktion, das bis Sonntag, 23. April, im Schaufenster des Juweliers Plagemann in der Orber Hauptstraße ausgestellt ist und versteigert wird (bitte ein schriftliches Angebot im verschlossenen Kuvert abgeben bei Michael Plagemann oder bei Ralf Baumgarten im Printhouse, Birkenallee 2a, in Bad Orb; der Startpreis liegt bei EUR 250,-).

Zwölf Stunden schaffen wir, aber am besten alle gemeinsam, entschied die NES-Schule in Beirut, und lief selbst bei der Benefiz-Aktion mit. Und zwar bereits vor zwei Wochen: 161 Kinder aus den Jahrgangsstufen 3 bis 9 liefen insgesamt 864 Kilometer in 127 Stunden. Eine beachtliche Leistung! Vielleicht ein Motivationsgrund, diese 161 Schülerinnen und Schüler in ihrem Lauf zu „sponsern“? Oder am besten selber mitlaufen und spenden?

Wir suchen noch mehr Bürger im Main-Kinzig-Kreis – und gerne in ganz Deutschland – die „zwölf Stunden für die NES“ spenden!

Und warum das ganze? Um dazu beizutragen, dass die NES-Schule im Libanon weiterhin eine „Oase des Friedens“ bleiben kann. Denn der kleine Staat im Nahen Osten versinkt immer weiter im Chaos, eine der vergessenen Krisen der Welt. Unsere internationale Geschäftsführerin, Dorothea Gschwandtner, ist eben von dort zurückgekehrt. Sie berichtet von einem Land, in dem immer mehr zerfällt. Von Tunneln und Straßen, an denen nicht mal mehr die Lampen brennen. Von Gehältern, die fast nichts mehr wert sind, und Lebensmittelcoupons, die Lehrern und Familien helfen, durch den Monat zu kommen. Von Tanksäulen, an denen Null-Ziffern aufgeklebt werden, weil der Wert der Währung immer rascher sinkt und die Computer die hohen Zahlen nicht mehr wiedergeben können. Von Gesundheitsversicherungen, die schon lange nicht mehr greifen und Menschen vor allem mit chronischen Erkrankungen in ihrem Leid alleine lassen.

Doch inmitten dieser zerfallenden Welt gibt die NES-Schule den 338 Schülerinnen und Schülern einen sicheren Halt. Einen Ort, an dem der Alltag weitergehen kann. Einen Ort sogar, an dem der Alltag mit Freude erfüllt ist: besondere Feiern zum Muttertag, Fußball- und Basketballturniere, kreativer Unterricht, und zur Abwechslung auch mal ein „12-Stunden-Lauf“! Ein Ort vor allem, an dem jedes einzelne Kind wichtig ist, an dem jede Schülerin und jeder Schüler ernst genommen und wertgeschätzt wird. „You are the joy in our lives“ – „Ihr seid die Freude in unserem Leben“ – betonte eine Mutter nach der Muttertagsfeier.

Wie auch Sie von dieser Freude verschenken können, erfahren Sie auf der Seite „12 Stunden für die NES„.

Und wenn Sie sehen möchten, wie viel Spaß die NES-Schüler bei ihrem Lauf hatten, dann schauen Sie die 153. Folge des Podcasts Walkmän (mit Interview aus Beirut sowie Interview mit dem Künstler):

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Weitere Infos zur Gemälde-Versteigerung auf „Mein Blättche“ online

DIESE WOCHE: Der 12-Stunden-Lauf

Gestern gestartet: der 12-Stunden-Lauf für die NES! Bis Ostern machen sich Menschen in (hoffentlich) ganz Deutschland auf den Weg, um zwölf Stunden mit sich selbst unterwegs zu sein und gleichzeitig die NES-Schule im Libanon zu unterstützen. Weitere Infos dazu gibt es auf der Seite „12 Stunden für die NES„.

Und seit dem Wochenende ist auch ein zweiter Podcast zum Thema online! In der 153. Episode des Podcasts „Walkmän“ berichtet Dorothea Gschwandtner, internationale Geschäftsführerin von Helping Hands e.V., aus Beirut.

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Wie ihr mitmachen könnt:

⇒ Podcast bzw. YouTube Video anhören/anschauen
⇒ Anderen weitererzählen
⇒ Selbst mitlaufen und spenden
⇒ Nicht mitlaufen und für andere Läufer spenden

Weitere Infos und regelmäßige Updates gibt es auf der Seite „12 Stunden für die NES“!

12 Stunden für die NES

Genau einen Monat ist das erste verheerende Erdbeben im Nahen Osten heute her. Neben der unbeschreiblichen Zerstörung hat es auch einen Schleier der Angst um die gehüllt, die das Erdbeben miterlebt haben. Dazu gehören die 338 Kinder der NES-Schule in Beirut. Um diesen Kindern inmitten all des Schreckens neuen Mut zu schenken, dafür machen sich in wiederum einem Monat Menschen auf den Weg: Zwölf Stunden für die NES.

Den 12-Hour-Walk gibt es seit 2020. Ende April führt Ralf Baumgarten – Journalist, Coach und Veranstalter aus Bad Orb – diese Aktion als Benefiz-Lauf zugunsten der NES-Schule durch. Er beschreibt:

„Zwölf Stunden unterwegs sein auf Schusters Rappen, ohne Ablenkung, alleine mit sich und dem inneren Schweinehund. Mental und körperlich eine Herausforderung, aber auch ein Geschenk an sich selbst. Die innere Festplatte formatieren, sich mit sich selbst beschäftigen – und als Ausgleich für diese Idee und den Workshop mit dem Ich eine Spende leisten für die gefährdete NES-Schule im Libanon.“

Der Lauf findet zwischen dem 2. und 9. April statt.
Die Kinder und Lehrer der NES-Schule laufen mit.
Ihr auch?

Wie das funktioniert, das erfahrt ihr in der 150. Episode des Podcasts „Walkmän“ – inklusive Interview mit Dorothea Gschwandtner, internationale Geschäftsführerin von Helping Hands e.V.!

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Wie ihr mitmachen könnt:

⇒ Podcast bzw. YouTube Video anhören/anschauen
⇒ Anderen weitererzählen
⇒ Selbst mitlaufen und spenden
⇒ Nicht mitlaufen und für andere Läufer spenden

Weitere Infos und regelmäßige Updates gibt es auf der Seite „12 Stunden für die NES“!

Was tun, wenn es bebt?

Die NES-Schule im Libanon reagiert auf die anhaltenden Nachbeben

Fast 10.000 Nachbeben hat es seit dem 6. Februar im Nahen Osten gegeben – manche Experten meinen, das könnte noch zwei Jahre so weitergehen. Auch im Libanon sind einige dieser Nachbeben zu spüren und versetzen die Menschen in Panik. Und immer wieder erzählt man sich in Beirut, dass bald das eine große Beben kommt, das alles auslöschen wird. Auch jetzt noch, fast einen Monat nach dem ersten Erdbeben, schlafen viele Familien nachts in ihren Autos auf großen Parkplätzen, weil sie ihren baufälligen Häusern nicht trauen, oder sind bei Verwandten untergekommen.

„Jeden Tag kommen deshalb eine Menge Kinder zu spät zur Schule“, berichtet Marlene, die Schulleiterin der NES in Beirut. „Es ist wirklich eine schwierige Zeit für die Kinder.

Aber natürlich haben wir schon damit angefangen, ihnen durch dieses neue Trauma zu helfen. Diese ganze Woche hindurch ist Sara, unsere Psychotherapeutin, in der Schule, und sie hat auch noch Unterstützung von einer zweiten Fachkraft. Die beiden treffen sich mit allen Kindern, die Hilfe brauchen, und mit deren Eltern. Zudem wird Sara für alle Altersgruppen Trauma-Schulungen durchführen und ihnen auch darin helfen, geistig gesund zu bleiben und mit dem Alltag weiterzumachen trotz der Unsicherheit, die überall herrscht.“

Und auch ganz praktische Maßnahmen wurden schon ergriffen. In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz – einer der NES-Lehrer hilft dort ehrenamtlich – wurde ein Notfallplan für die Schule erstellt und das Personal dementsprechend geschult. Und auch für die Kinder fanden vor einer Woche Schulungen in drei Altersgruppen statt – altersgerecht für die Kindergartenkinder, die jüngeren Grundschüler und die Mittelstufe. Dabei lernten sie, wie sie sich im Fall eines Erdbebens verhalten sollten, je nachdem ob es sie zuhause trifft, allein oder mit Eltern, in der Schule beim Unterricht oder im Schulhof. Auch eine eventuelle Evakuierung bei einem starken Erdbeben wurde einstudiert und gleich ausprobiert, und das Personal hat eine klare Strategie, wer für was verantwortlich ist und wie sichergestellt werden kann, dass alle Kinder in Sicherheit sind.

Die Angst ist in den letzten Wochen ein ständiger Begleiter im Nahen Osten. Und wieder einmal ist die NES-Schule in Beirut eine Oase des Friedens im Chaos. Denn der Schulbetrieb geht weiter und gibt den Kindern Halt in all der Unsicherheit.

Klasse 4 lernt im Sachkundeunterricht, wie man am gesündesten eine Last aufhebt. Die Mathe-Genies der Grundschule erhalten eine Urkunde. In der 7. Klasse bildet man „zukünftige Wissenschaftler“ aus. Die Kindergartenkinder legen Buchstaben aus Knete (das geht übrigens beim arabischen Alphabet besonders gut). Die Drittklässler lernen ganz kreativ, was der Unterschied zwischen Singular und Plural ist. Und die Allerjüngsten haben viel Spaß dabei, das von zuhause mitgebrachte Gemüse zu betrachten, benennen und schließlich auch aufzuessen! – Nur ein paar „Szenen des Alltags“ an der NES-Schule aus den letzten sieben Tagen … aber es ist dieser „Alltag“, der den Kindern und Lehrern den Mut gibt, weiterzumachen.

Wenn auch Sie „Mut zum Weitermachen“ schenken möchten, dann spenden Sie bitte mit Vermerk „NES Libanon“ oder „Katastrophenhilfe Naher Osten“ über unsere Online-Spende oder per Überweisung auf unser Konto (IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394).

„Es bricht mir das Herz, wenn ich die Menschen auf den Straßen sehe“

Auch der Libanon ist fast täglich von Erdbeben betroffen

„Es bricht mir das Herz, wenn ich die Menschen auf den Straßen sehe, mitten in der Nacht, auf den Parkplätzen der Supermärkte. Zwar wurde diesmal hier niemand verletzt, aber das Trauma ist schrecklich, der emotionale Schaden; die Leute drehen durch, weil sie im Fernsehen gesehen haben, was in der Türkei passiert ist. Sie drehen durch, sie fangen an zu schreien und rennen nach draußen in ihren Schlafanzügen, in Hausschuhen, sogar in der Unterwäsche.“

Josette M. arbeitet an der NES-Schule in Beirut, Libanon. Dort kümmert sie sich um das emotionale Wohlbefinden und die sozialen Bedürfnisse der 338 Schülerinnen und Schüler. Einige der Kinder haben in den schweren Erdbeben vom 6. Februar nahe Verwandte verloren. Die Beben waren im Libanon sehr deutlich zu spüren; seitdem schläft kaum ein Kind nachts mehr richtig.

Doch im Nahen Osten bebt die Erde weiter – und die Erschütterungen kommen näher. Die starken Nachbeben vom 20. Februar waren im Libanon so heftig zu spüren wie die ersten Beben. Und heute, am 22. Februar, erschütterten drei vergleichbar schwache Erdbeben den Südlibanon, die doch ein Haus zum Einsturz brachten. Das verstärkt die Angst und Panik der Bewohner, wie ein Freund unseres Partners im Libanon beschreibt:

„Es ist ziemlich beängstigend, in diesen Tagen im Libanon zu leben, die Erde bebt alle paar Tage. Zum Glück hatten wir bisher kein starkes Beben im Libanon, aber die Spezialisten sagen, dass wir bald eines haben werden … ich hoffe nur, dass ich dann bei meiner Familie sein werde, wenn es passiert.“

Die Angst der Libanesen ist berechtigt, denn seit der Explosion vom August 2020 und auch noch aufgrund diverser Kriege in der nahen Vergangenheit sind viele Gebäude vor allem in Beirut bereits beschädigt; die extreme Wirtschaftskrise machte grundlegende Sanierungen bisher unmöglich. Schon ein schwächeres Beben könnte in Beirut verheerende Auswirkungen haben.

Deshalb sind wir mit unserem Partner, der NES-Schule im Libanon, täglich in Kontakt, um zu prüfen, welche Maßnahmen notwendig sind, um einerseits die Schüler und ihre Familien zu schützen und andererseits das Schulpersonal darin zu unterstützen, mit Kindern und Familien die Traumata zu verarbeiten. Daneben sind wir natürlich weiterhin im Gespräch mit diversen lokalen Organisationen, um zu sehen, wie umfassendere Hilfe über den Libanon nach Nordsyrien gelangen kann; derzeit sind es vor allem einzelne Wagenladungen, die ohne langwierige Genehmigungen die Grenze passieren können – aber jede Hilfe zählt.

Die Menschen im Libanon und Nordsyrien brauchen Ihre Unterstützung! Bitte spenden Sie mit Vermerk „Katastrophenhilfe Naher Osten“ oder „NES Libanon“ über unsere Online-Spende oder per Überweisung auf unser Konto (IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394).

Hier hören Sie in einem Video-Bericht von Josette M., welche Auswirkungen die aktuelle Lage auf die NES-Schüler hat.

Breaking News: Weitere Beben im Nahen Osten

Erneute Beben im Libanon so heftig wie vor zwei Wochen

Zwei Wochen nach den verheerenden Erdbeben in Syrien und der Türkei haben zwei weitere starke Beben die Region erschüttert. Da die Epizentren weiter südlich lagen, waren sie im Libanon so deutlich zu spüren wie das 7,8-starke Beben vom 6. Februar.

Marlene M., Schulleiterin der NES-Schule in Beirut, berichtet aktuell kurz nach den Beben:

„Jeden Tag haben wir diese Nachbeben, aber dieses war so stark wie am allerersten Tag. Ich war noch in der Schule. Die Menschen haben geschrien und sind nach draußen gerannt, unvorstellbar. Bis jetzt sind noch alle Leute auf der Straße. Gott sei Dank wurde niemand verletzt, aber viele Gebäude wurden noch mehr erschüttert, vor allem in N. [dem Stadtteil neben der Schule], die Häuser dort sind ohnehin nicht mehr sicher. Deshalb sind die Bewohner auch alle rausgerannt.

Jetzt sitzen sie in ihren Autos entlang der Hauptstraße oder stehen auf den Parkplätzen der Supermärkte. Ich glaube, die meisten von ihnen werden heute Nacht nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkehren. Es ist wirklich nicht einfach!“

Wenn man im Moment durch die Straßen Beiruts fährt, sieht man Hunderte von Kindern und Erwachsenen, die ratlos herumstehen und warten – warten darauf, was als nächstes passiert. Ein paar von ihnen werden bald wieder in der NES-Schule im Unterricht sitzen – morgen sind die Schulen erst mal geschlossen. Kinder, deren Welt seit drei Jahren durch Bürgerkrieg, Pandemie, Explosion und verheerender Wirtschaftskrise um sie herum zerfällt, und nun auch noch ganz wortwörtlich am Auseinanderbrechen ist.

 

Unsere Kollegen und die Kinder in Beirut brauchen Ihre Unterstützung! Bitte spenden Sie mit Vermerk „Katastrophenhilfe Naher Osten“ oder „NES Libanon“ über unsere Online-Spende oder per Überweisung auf unser Konto (IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394).