Video-Update aus der Arche-Schule

Auch die Arche Schule im Kariobangi-Slum in Nairobi, Kenia, die wir seit über 10 Jahren unterstützen, wurde hart von der Corona-Pandemie getroffen. In diesem Video erzählt Christel G., wie die Arche-Mitarbeiter die Herausforderungen gemeistert haben und welche spannenden Möglichkeiten die Zukunft bietet!

Schulpäckchen schenken Zukunft

Wir sammeln wieder Schulpäckchen für Albanien

Das neue Schuljahr ist in Deutschland inzwischen schon einige Wochen alt und die ersten Hefte wohl schon vollgeschrieben. Was tun? Naja – halt in den Laden gehn und ein neues Heft kaufen!

Für viele Familien in vielen Ländern der Welt ist das nicht so einfach. Wenn kaum genug zu essen da ist, das Geld für Heiz- oder Kochmaterial fehlt und neue Kleidung nur ein Traum bleibt, dann gehören Hefte, Stifte und Radiergummi zu Luxusgütern. Die Konsequenz: Tausende von Kindern brechen die Schule ab – oder fangen gar nicht erst damit an – weil sie sich schämen, aber auch, weil Lernen ohne Schulmaterial ihnen sinnlos erscheint. Und ohne Bildung ist auch die Zukunft düster. Keine Perspektive für Kinder – nur weil Hefte und Stifte zu teuer sind?

Wir können dieses Problem nicht für alle Kinder auf der Welt lösen – aber für so viele wie möglich. Im Rahmen unseres Weihnachtstransports möchten wir möglichst viele „Schulpäckchen“ nach Albanien schicken, wo sie in Kombinat und Umgebung an Kinder aus bedürftigen Familien verteilt werden – Familien, die von Erdbeben und Corona-Krise hart getroffen wurden und sich schon vorher kaum das Nötigste leisten konnten.

In ein Schulpäckchen gehört (bitte NEUE Artikel):

  • 2 Bleistifte
  • 1 Radiergummi
  • 1 Spitzer
  • 1 Lineal
  • 1 Tintenroller
  • 1 DIN A4 Heft (gern mit Umschlag)
  • 1 DIN A5 Heft (gern mit Umschlag)

 

Bitte in Klarsichthülle oder großer Gefriertüte verpacken und € 0,50 für Transport dazu! Ihr dürft auch gerne noch Buntstifte, Filzstifte oder andere Schulartikel geben—bitte getrennt verpacken, damit jedes Kind das gleiche bekommt (Extras werden individuell verteilt).

Weitere Infos auf dieser Seite. Falls Sie lieber spenden möchten, anstatt ein Schulpäckchen zu packen, bitte auf der Online-Spende „Schulpäckchen“ wählen.

Gemeinsam können wir so viel!

Die NES-Schule in Beirut, Libanon, beginnt mit dem neuen Schuljahr

„Es ist einfach unglaublich – und wir sind machtlos dagegen.“ Marlene, die Schulleiterin der NES in Beirut, Libanon, findet kaum Worte, um die unfassbare Situation in ihrem Land zu beschreiben. „Der Wechselkurs unserer Währung hat sich verzehn- oder fünfzehnfacht. Ein Gehalt, das mal 1000 Dollar wert war, ist jetzt nur noch 80 Dollar wert. Die ärmeren Familien können sich nicht mal das Essen im Supermarkt leisten. Käse – unerschwinglich. Und Fleisch erst recht! Also bringen unsere Schüler trockenes Brot als Mittagessen mit. Benzin, Bücher, Kleidung … alles zehnmal so teuer wie noch vor ein paar Monaten. Und wir reden gar nicht erst über Medikamente! Wir können nur zuschauen, wie alles von Tag zu Tag schlimmer wird – und sind machtlos.“

Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – hat die NES-Schule diese Woche mit dem neuen Schuljahr begonnen. Am Mittwoch wurden die Kindergartenklassen und die Klasse 9 mit einem bunten „Back to School“-Programm willkommen geheißen, am Freitag folgen Klassen 1-3, am Montag Klassen 6-8, und am kommenden Mittwoch schließlich Klassen 4-5. Warum nur jeden zweiten Tag?

„Wir können es uns nicht leisten, jeden Tag Unterricht zu machen. Es ist fast nie Strom da, sodass unser Generator ständig laufen muss. Aber der Kraftstoff dafür ist einfach zu teuer! Und außerdem können wir von unseren Lehrern nicht erwarten, jeden Tag herzukommen. Eine Tankfüllung kostet so viel wie ein Monatsgehalt – und der Preis wird ständig noch erhöht. Man steht auch einen ganzen Tag dafür an. Deshalb haben wir entschieden, jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag Unterricht in der Schule zu machen, und für Dienstag und Donnerstag geben wir Aufgaben mit nach Hause. Online-Unterricht ist auch keine Option mehr – es hat ja fast niemand Internet oder einigermaßen regelmäßig Strom.“

Aber der Unterricht soll weitergehen, schon, um den Kindern wenigstens ein bisschen Stabilität zu geben, während die Welt um sie herum auseinanderbricht. 260 Kinder sind für dieses Schuljahr an der NES angemeldet – mehr als im Vorjahr – und fast alle brauchen finanzielle Unterstützung. Da ist der Studienfond, den wir als das Helping Hands Jahresprojekt 2020 ins Leben gerufen haben, eine riesige Hilfe! Zu den Kosten pro Kind zählen unter anderem die regulären Schulgebühren, aber auch Transport im Schulbus, Bücher, Uniformen. Schulbücher können im Zweifelsfall durch Kopien ersetzt werden, aber die Uniformen wurden auf Bitte der Eltern beibehalten, da ein T-Shirt im Laden noch viel teurer ist: „Bitte lasst unsere Kinder in Uniformen kommen, wir können uns keine andere Kleidung für sie leisten!“

Und auch andere Lösungen werden erforscht: Auf dem Dach der NES soll jetzt ein kleines Solarsystem installiert werden, das wenigstens für sechs Stunden Strom liefert und so der Generator nicht den ganzen Tag laufen muss. Dafür wurden bereits genügend Spenden versprochen. Und überall sind viel Kreativität, Geduld und Durchhaltevermögen nötig. Aber das sind die Lehrer und Mitarbeiter der NES ja gewöhnt!

„Alone we can do so little. Together we can do so much.“* – diese Worte an der Wand des Schulhofs scheinen der Aussage der Schulleiterin fast ein bisschen zu widersprechen. Natürlich: Gegen den wirtschaftlichen Zusammenbruch können die Schüler und Lehrer der NES wohl wenig tun. Aber gemeinsam können sie das sein, was sie schon seit über 50 Jahren sind: Eine Familie, die zusammenhält. Ein Zuhause für die, die sich heimatlos fühlen. Und eine Oase des Friedens im Chaos ihrer zerbrechenden Welt.

 

Wenn Sie für den NES Studienfond spenden möchten, um Kindern im Libanon den weiteren Schulbesuch zu ermöglichen, dann wählen Sie bitte „NES Studienfond (Libanon)“ auf unserem Online-Spendenformular.

* Alleine können wir so wenig tun. Gemeinsam können wir so viel tun!

Hoffnung wird greifbar

Zentrum für Berufsausbildung in Kombinat, Albanien

Für die Kinder ist das Kinderzentrum wie ein Zuhause. Ein Zuhause, in dem sie geliebt und wertgeschätzt werden. In dem sie in ihren individuellen Stärken gefördert werden und dort Unterstützung finden, wo sie Hilfe brauchen. Ein Zuhause sogar im Lockdown, wenn die Schulen geschlossen sind! Denn für die Kinder in Kombinat, einem der sozialschwächsten Stadtteile der Hauptstadt Albaniens, dem ärmsten Land in Europa, ist Schule per Internet keine Option. Oder doch? Eda und Gesti, Leiter des Kinderzentrums, nahmen die Sache letztes Jahr selbst in die Hand, kauften ein paar Computer fürs Kinderzentrum und kontaktierten die Schulen: Sie mögen doch bitte den Kindern ordentliche Aufgaben und „Homeschooling“ zur Verfügung stellen; um den Rest kümmert sich das Kinderzentrum. So saßen die Kinder jeden Tag während des Lockdowns im Kinderzentrum und machten eben dort Schule, und bekamen außerdem noch eine warme Mahlzeit. Viel besser, als in ihren dürftigen Unterkünften eingesperrt zu sein und ein halbes Jahr Unterricht zu verpassen!

Aber leider kann auch das Kinderzentrum nicht alle Lücken füllen – dafür ist die Not zu überwältigend. „Unsere große Herausforderung ist, dass wir manche Kinder verlieren, wenn sie Teenager werden“, erklärt Gesti. „Manche Mädchen heiraten sehr früh, einige der Jungs fangen an mit Diebstahl, Drogen – das ist halt, was sie von ihrer ‚Gesellschaft‘ kennen.“ Besonders in Kombinat ist das ein Problem, bedingt durch Armut und Perspektivlosigkeit; Prostitution, Drogenhandel, Missbrauch und Gewalt gehören hier zum Alltag.

„Was wir brauchen, sind Möglichkeiten für eine Berufsausbildung oder ähnliches – etwas, dass den jungen Leuten eine Hoffnung für die Zukunft gibt. Ein ‚Haus der Hoffnung‘ – das ist mein Traum. Ein Ort, der als Anlaufstelle dienen kann, wo die Jugendlichen jemand haben, zu dem oder der sie mit ihren Sorgen und Nöten, ihren Fragen und Träumen kommen können. Aber eben auch ein Ort, wo sie einen Beruf erlernen können. Ich würde gerne mit einem Medienprojekt beginnen, später vielleicht eine Nähschule oder anderes.“

Und so entstand der Plan fürs „Haus der Hoffnung“ in Kombinat. In kürzester Zeit wurde eine geeignete Wohnung gefunden, die Ende August von einem paXan-Team ins „House of Hope“ umgebaut wurde, mit Aufenthaltsraum und Bad, Schulungsraum und einem fertig eingerichteten Studio für Ton-, Bild- und Videoaufnahmen. Sevin, ein lokaler Experte, wird die ersten Jugendlichen ehrenamtlich ausbilden. „Wenn man Menschen einen Beruf gibt, dann gibt man ihnen eine Möglichkeit zu leben“, betont er.

Zu diesen Menschen gehört zum Beispiel Gjergj*, der älteste von sieben Brüdern, alle von anderen Vätern. Zwei der Jungs besuchen das Kinderzentrum, die drei jüngsten sind noch zu klein. Und Afrim*, der zweitälteste, hat bereits den „Weg der Gesellschaft“ eingeschlagen; fünfmal wurde er bisher festgenommen. Aber Gjergj gibt nicht auf. Zwar muss er sich oft um seine kleinen Brüder kümmern, aber er geht weiterhin zur Schule und kommt zum Kinderzentrum, wo er und seine Brüder ihre oft einzige warme Mahlzeit am Tag bekommen. Das „Haus der Hoffnung“ schenkt ihm ungeahnte Möglichkeiten – und bei der Renovierung im August war er mit Begeisterung dabei.

Oder Mädchen wie Aisha* und Elira*. Vom Stiefvater missbraucht – leider kein Einzelfall in Kombinat – nahm Elira letztes Jahr den einzigen Fluchtweg aus der verzweifelten Familiensituation, den sie kannte, und „heiratete“, mit nur 14 Jahren. Wenn sie zu der Zeit schon eine Alternative gehabt hätte, wäre ihre Entscheidung vielleicht anders ausgefallen. Auch Aisha droht dieses Schicksal: Ihre Familie will sie aus religiösen Gründen verheiraten, aber Aisha möchte studieren und einen Beruf erlernen. Ihr Zuhause wurde im Erdbeben zerstört und die Familie zog weiter weg, trotzdem kommt sie weiterhin ins Kinderzentrum. Sie ist sehr begabt im musikalischen und journalistischen Bereich – eine Ausbildung im „Haus der Hoffnung“ würde ihr die Chance bieten, nach der sie sich sehnt.

Oder auch Skender*. Gesti lernte ihn kennen durch einen Fußballclub, den er mit Freunden einige Jahre für die Jungs in Kombinat angeboten hatte. Seitdem haben sie engen Kontakt und Skender ist treu bei allen Aktivitäten dabei. Auch seine Familiensituation ist nicht einfach: Die Mutter arbeitet tagaus tagein von morgens bis abends als Näherin, um ihre Familie zu ernähren, aber das meiste Einkommen zerfließt im Alkohol für den Vater. Skenders Chancen für einen guten Beruf waren gering – bis das „Haus der Hoffnung“ ins Leben gerufen wurde, woran auch Skender tatkräftig beteiligt war. Vor allem auf die Ton- und Videotechnik freut er sich schon enorm!

Hoffnung – so ein einfaches Wort, und für viele Menschen weltweit so unerreichbar. Dank des unermüdlichen Einsatzes unseres Partners in Albanien, aber auch den treuen Spenden für unser Jahresprojekt 2019 und das Kinderzentrum in Kombinat, ist Hoffnung für Jugendliche wie Gjergj und Skender, Aisha und Elira greifbar geworden.

 

* Namen zum Schutz der Privatsphäre geändert

Händewaschen oder Essen?

Die Geschichte einer glücklichen Familie

„Händewaschen vor dem Essen“ – eine sinnvolle Hygienemaßnahme, die jedes Kind kennen sollte: aber zu Corona-Zeiten oft bitter doppeldeutig. Denn an vielen Orten stehen die Familien, die im Lockdown ans Äußerste ihrer Existenz gebracht werden, tatsächlich vor dieser Entscheidung: Investiere ich mein letztes Geld, um Hygiene-Kits zu kaufen, wie empfohlen wird, oder besorge ich lieber Essen für meine Kinder?

In Nepal müssen sich viele der Familien in unseren Kinderzentren diese Gedanken machen. Seit Mai ist das Land extrem von der zweiten Corona-Welle betroffen; Ende Mai hatte die Pandemie dann auch die entlegenen Dörfer erreicht, die in der ersten Welle verschont geblieben waren. Seitdem befindet sich so ziemlich das ganze Land im Lockdown.

Die Familien in Piluwa, Ithung und Ghalegaun sind besonders stark betroffen. „Selbst in den Bergdörfern sind viele Menschen gestorben“, schreibt unser Partner. „Verkehrsmittel, Geschäfte, Arbeitsstellen, Fabriken sind bereits seit etwa zwei Monaten geschlossen. Die Menschen hocken in ihren Häusern in ständiger Angst, nicht nur vor der Pandemie, sondern in Angst vor dem Hunger.“ Sie haben kein Erspartes, mit dem sie sich durch diese Wochen versorgen können, und keine Möglichkeit, etwas zu verdienen; „also leihen sie sich Geld und nehmen minderwertigere Nahrung zu sich, um irgendwie durchzukommen“. Die nett gemeinten Anweisungen des Gesundheitsministeriums, man solle möglichst nahrhaftes, ausgewogenes Essen zu sich nehmen, um das Immunsystem zu stärken, klingt für sie wie Hohn. Die empfohlenen „Safety Kits“ sind für die meisten unerschwinglich.

Unser Partner NCM Nepal würde in dieser Situation gerne mit Lebensmittelpaketen helfen, damit die Familien genügend und bessere Nahrung zu sich nehmen können. Aber in Rücksprache mit den Verantwortlichen vor Ort stellte sich heraus, dass in diesen Dörfern bisher überhaupt keine Hilfe geleistet wird, und somit nicht nur die Familien unserer Kinderzentren, sondern quasi die gesamte Dorfbevölkerung auch im Umkreis versorgt werden müssten. Das aber übersteigt unsere Kapazitäten.

Daher konzentriert sich NCM Nepal in einem ersten Schritt auf die „Safety Kits“, die sich die Familien auch nicht leisten können. Vorerst sollen Masken und Seifen an alle Familien der Kinderzentren verteilt werden – Seife ist in diesem Kontext angebrachter als Händedesinfektionsmittel.

Und natürlich kümmern die Lehrer unserer Kinderzentren sich trotz des Lockdowns weiter um die Kinder, vor allem durch Video- oder Telefonanrufe. Damit möchten sie auch Hoffnung weitergeben; Hoffnung, die zur Zeit dringend benötigt wird, wie ein Vater aus Ghalegaun beschreibt:

Ich bin Bhupesh aus Ghalegaun. Ich komme aus einer armen Familie. Viele Menschen wünschen sich in ihre Kindheit zurück, aber meine Kindheit war es nicht wert, dass man sich an sie erinnert. Dafür war sie viel zu elend. Es tat mir immer sehr weh, wenn meine Freunde bei Festen neue Kleider hatten. Meine Eltern verdienten sehr wenig, aber vor allem waren sie auch abhängig von lokalem Alkohol. Häusliche Gewalt und Armut prägten meine Kindheit. Ich wuchs auf, ohne überhaupt ein Schulgelände zu betreten. Als ich älter wurde, begann ich auf Baustellen und manchmal auf Bauernhöfen zu arbeiten.

Später erlernte ich das Maurerhandwerk und fing an, Geld zu verdienen. Ich habe geheiratet und habe jetzt drei Kinder. Ich bin glücklich, dass ich und meine Frau unsere Kinder zur Schule schicken können. Und jetzt sind wir besonders dankbar, dass unsere Kinder durch das integrative Kinderzentrum in ihrer Bildung unterstützt werden, mit Schulmaterial und Nachhilfeunterricht. Wir haben unsere eigene kleine Hütte und ein kleines Stück Land, auf dem meine Frau Gemüse anbaut. Inmitten von Mangel und Entbehrung ist meine Familie zu einer glücklichen Familie geworden.

Aber seit dem letzten Jahr zerstört die Pandemie unseren Frieden. Mit viel Mühe haben wir das letzte Jahr verbracht und versucht, ein normales Leben zu führen, aber seit Mai 2021 bedroht die zweite Welle unser Leben. Viele Menschen aus unserem Dorf sind mit Covid-19 infiziert und einige von ihnen haben ihr Leben verloren. Meine Familie ist noch sicher, aber der Lockdown wirkt sich sehr negativ auf uns aus. Da die Baustellen seit mehr als zwei Monaten geschlossen sind, ist auch meine einzige Einkommensquelle versiegt. Wenn man auf Baustellen arbeitet, kann man kaum das Allernötigste bezahlen und somit auch kein Geld für die Zukunft sparen. Daher sind wir jetzt in einer finanziellen Krise. Wir kaufen Essen, indem wir uns von Nachbarn etwas leihen, in der Hoffnung, dass der Lockdown bald aufgehoben wird und ich Arbeit bekomme, damit ich das Geld zurückzahlen kann. Die Regierung bittet uns, alle möglichen Gesundheitsmaßnahmen zu befolgen, aber sie sind sich nicht bewusst, dass die armen Leute sich all das überhaupt nicht leisten können.

Wir möchten Menschen wie Bhupesh und den Familien in den Dörfern unseres Jahresprojekts helfende Hände reichen!

Wenn Sie sich daran beteiligen möchten, dann überweisen Sie Ihre Spende bitte mit Vermerk „Nepal Corona“ auf das Konto von Helping Hands e.V. bei der KSK Gelnhausen, IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394, BIC: HELADEF1GEL (zur Online-Spende). Bitte geben Sie immer die vollständige Adresse an, damit Sie am Jahresende eine Spendenquittung erhalten können. Das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bestätigt, dass Helping Hands e.V. mit den anvertrauten Mitteln sorgfältig und verantwortungsvoll umgeht.

 

Fotohinweis: Das Bild zeigt eine Szene aus Ithung/Ghalegaun vor dem Lockdown (Ende 2020).

Dörfer unseres Jahresprojektes 2021 stark von Corona betroffen

Familien aus unseren integrativen Kinderzentren in Nepal hoffen auf Hilfe

Seit Januar besteht das integrative Kinderzentrum in Ithung/Ghalegaun in Nepal, das wir, gemeinsam mit dem neueröffneten Kinderzentrum in Piluwa, als unser Jahresprojekt 2021 unterstützen. Einige Monate konnte dort regelmäßig der Unterricht stattfinden; die Kinder freuten sich über warme Winterjacken, Schulmaterial und nahrhafte Mahlzeiten, die Eltern wurden in Hausbesuchen ermutigt und blicken mit Hoffnung in die Zukunft.

Aber der massive Corona-Ausbruch im Nachbarland ist schon längst nach Nepal übergeschwappt und hat diesmal leider auch vor den entlegenen Dörfern nicht Halt gemacht. Anfangs befanden sich nur die Städte im Lockdown, aber schon nach wenigen Wochen wurde die Ausgangssperre landesweit ausgeweitet. Das läuft inzwischen anderthalb Monate, und die Menschen wissen nicht mehr, woher sie die nächste Mahlzeit bekommen sollen. Und dazu kommt die Angst vor der Krankheit – in Gegenden, wo das nächste Krankenhaus mehrere Stunden Busfahrt entfernt ist, kann ein schlimmer Verlauf schnell fatal sein. Unser Partner schreibt:

„In dieser zweiten Welle haben sich Menschen selbst in den entlegenen Gebieten mit Covid-19 infiziert. Und der Lockdown dauert weiter an. Piluwa ist bereits ein Hochrisikogebiet für Covid-19, aber wir dachten nicht, dass das Bergdorf Ithung davon betroffen sein würde. Doch leider wurden viele Menschen aus Ithung positiv getestet. Und jetzt ist der Pastor des Dorfes an Corona gestorben! Er lässt seine Frau, drei Söhne und eine Tochter zurück.“

Wenn das Immunsystem durch Hunger geschwächt ist, haben auch gesunde Menschen weniger Chance, einer Infektion standzuhalten. Und die Familien in Ithung, Ghalegaun und Piluwa leiden sehr unter dem strengen Lockdown. Ihre Hoffnung ist, dass der lokale Partner ihnen in dieser Not unter die Arme greifen kann.

Auch wir möchten den Familien in den Dörfern unseres Jahresprojekts helfende Hände reichen!

Wenn Sie sich daran beteiligen möchten, dann überweisen Sie Ihre Spende bitte mit Vermerk „Nepal Corona“ auf das Konto von Helping Hands e.V. bei der KSK Gelnhausen, IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394, BIC: HELADEF1GEL (zur Online-Spende). Bitte geben Sie immer die vollständige Adresse an, damit Sie am Jahresende eine Spendenquittung erhalten können. Das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bestätigt, dass Helping Hands e.V. mit den anvertrauten Mitteln sorgfältig und verantwortungsvoll umgeht.

Neuer Mut inmitten katastrophaler Wirtschaftskrise

Schüler und Personal der NES in Beirut nehmen an Hanauer Joggathon teil

„Die Situation wird immer schlimmer – in allem. Es ist zum verzweifeln!“

Während man sich andernorts freut, dass ein wenig Normalität in den Alltag zurückkehrt, rutscht der Libanon immer weiter ab in die katastrophalste Wirtschaftskrise, die der moderne Staat je erlebt hat.

Innerhalb weniger Monate hat die lokale Währung 90% ihres Wertes verloren. Das Geld, das noch 2019 einen Einkaufskorb voller Gemüse, Obst, Fleisch, Reis und Milch gefüllt hätte, reicht heute gerade noch für eine Flasche Milch. Ein T-Shirt kostet neunmal so viel wie vor zwei Jahren, der Preis für Öl zum Kochen hat sich versechzehnfacht (Infografiken von AlJazeera). Der Prozentsatz an Menschen, die in Armut leben, hat sich innerhalb eines Jahres auf 55% verdoppelt – inzwischen können sich über die Hälfte der libanesischen Bevölkerung kaum mehr das Nötigste zum Überleben leisten. Auch die Stromversorgung ist am Zusammenbrechen; Generatoren und Kraftstoff für die meisten unerschwinglich.

Doch es gibt auch Grund zur Hoffnung. Die NES-Schule in Beirut ist weiterhin eine Oase des Friedens im Chaos – und seit Ende Mai kann tatsächlich wieder Unterricht im Schulgebäude stattfinden. „Wir sind begeistert, weil wir jetzt schon fast drei Wochen Präsenzunterricht haben konnten!“, schreibt die Schulleiterin. Normalerweise würden jetzt bereits die Absolvierungen stattfinden, stattdessen gibt es bis Ende Juni Unterricht.

Und nicht nur die Gesichter der Schüler und Lehrer strahlen, dass sie endlich wieder beisammen sein können, auch die Schule erstrahlt in neuem Glanz: Nach der Explosion im August konnten als Teil der Reparaturen auch nötige Renovierungsarbeiten durchgeführt und die Schule in der neuen Schulfarbe gestrichen werden. Die neuen Schuluniformen konnten sich bisher leider die wenigsten Eltern leisten, daher dürfen die Kinder derzeit in den alten Farben kommen oder einfach in neutraler Kleidung.

„Wir hoffen sehr, dass im kommenden Schuljahr alle Kinder ihre eigene Schuluniform haben können und auch Schulbücher in Farbe; dieses Jahr mussten wir viele Kopien machen, damit die Schüler überhaupt Unterrichtsmaterial hatten.“

Auch andere Herausforderungen müssen überwunden werden: zum Beispiel ist es für Personal, Eltern und Schulbusse derzeit nicht einfach, die Schule zu erreichen, weil es fast kein Benzin mehr zu kaufen gibt – „oder man muss zwei drei Stunden anstehen, nur um 10 Liter Benzin einzufüllen“.

Aber wie immer geben Lehrer und Personal der NES-Schule nicht auf. „Es geht uns noch gut, wir sind in Sicherheit, und wir hoffen, dass die Dinge sich ändern werden“, betont die Schulleiterin.

Und Ermutigung kommt auch von anderer Seite!

Vom 21. bis 27. Juni findet in Hanau ein dezentraler Joggathon statt, der auch in diesem Jahr den NES-Studienfond unterstützt. Und jetzt wird die Hilfe noch dringender benötigt!

Und auch dieses Jahr nehmen Schüler und Lehrer der NES-Schule am Joggathon teil und rennen in Beirut „gemeinsam“ mit den Läufern in Deutschland für ihr Projekt (voraussichtlich am 21. Juni).

 

Wer sich am Joggathon beteiligen möchte oder für das Projekt spenden, findet hier alle nötigen Informationen (im Detail: Sponsoren-Info).

Für die Schüler der NES suchen wir Sponsoren! Bei Interesse bitte eine Mail an: joggathon@kdn-hanau.de

Eine neue Jacke für alle!

Update aus unseren Kinderzentren in Nepal

Wie sollen wir bloß für alle Familienmitglieder genug zu essen besorgen? Wie das Schulmaterial für unsere Kinder bezahlen? Und wo finden wir das Geld für die nötigste Kleidung?

Diese Fragen stellen sich immer mehr Menschen rund um den Globus – die Coronakrise hat den weltweiten Kampf gegen Armut und Hunger um Jahrzehnte zurückgeworfen. Um einige Familien in Nepal bei den Antworten zu unterstützen, dafür engagieren wir und unser Partner vor Ort uns in mehreren integrativen Kinderzentren als unser Jahresprojekt 2021.

Als erstes dieser Zentren wurde bereits im Oktober 2020 das Kinderzentrum in Piluwa neueröffnet. Zwei Mädchen berichten von ihren Erfahrungen:

„Ich heiße Kalita* und gehe in die 6. Klasse. Zuhause sind wir 10 Personen. Mein Vater ist Schreiner und meine Mutter hat keinen Job, weil sie krank ist. Wir haben nur ein Lehmhaus und ein kleines Stück Land. Wenn mein Vater keine Arbeit hat, dann müssen wir ohne Essen ins Bett. Von neuer Kleidung können wir nur träumen!

Aber zum Glück habe ich die Chance bekommen, in Piluwa ins Kinderzentrum zu gehen. Dort helfen mir die Lehrer bei den Schulaufgaben und ich kann mit meinen Freunden spielen. Wir bekommen auch das nötige Schulmaterial und etwas zu essen. Im Winter habe ich diese tolle Jacke bekommen, sie ist so wundervoll vor allem in der Kälte, ich hab mich so gefreut! Und nicht nur ich bin im Kinderzentrum, auch drei meiner Geschwister. Wir waren so begeistert, als wir alle eine neue Jacke bekommen haben – alle vier von uns gleichzeitig!“

„Und ich bin Raika* und gehe in die 3. Klasse. Wir sind 12 in meiner Familie – acht Mädchen und ein Junge! Wir wohnen alle zusammen in einer Holzhütte. Meine Eltern arbeiten bei anderen Leuten auf dem Feld, weil wir nur ein ganz klein wenig Land haben; nur so können sie genug für uns alle zu essen kaufen. Aber sie haben kein Geld, um Schulgebühren zu bezahlen oder Schulmaterial, Kleidung oder gar Spielzeug zu kaufen.

Seit mein Bruder und ich ins Kinderzentrum in Piluwa gehen, bekommen wir diese Dinge dort. Letzten Weihnachten haben wir sogar beide eine neue Winterjacke bekommen, schön warm und weich, die habe ich getragen, bis es nicht mehr kalt war.“

 

Insgesamt 75 Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren aus über 40 bedürftigen Haushalten besuchen derzeit das Kinderzentrum in Piluwa. Wie auch in anderen Kinderzentren erhalten die Kinder dort fünfmal pro Woche Nachhilfe bzw. Unterstützung bei den Schulaufgaben, basteln und spielen Spiele, lernen verschiedene wichtige Dinge, zum Beispiel wie sie am besten gesund bleiben, und bekommen zusätzlich eine kleine Mahlzeit und das benötigte Schulmaterial. Die Winterjacken waren eine Sonderaktion zu Weihnachten und wurden in allen nepalesischen Kinderzentren verteilt.

Zwei Lehrer kümmern sich in Piluwa um die Kinder und treffen sich regelmäßig mit den Eltern. Bereits im Herbst wurde eine Selbsthilfegruppe unter den Müttern gegründet und die Frauen haben verschiedene Schulungen besucht. Jetzt treffen sie sich einmal pro Monat, um wichtige Angelegenheiten durchzusprechen und ihr Sparprogramm weiterzuführen – das wird ihnen die nötige Grundlage geben, um 2021 mit verschiedenen einkommensschaffenden Aktivitäten zu beginnen und so das Familieneinkommen zu verbessern und langfristige Veränderungen einzuleiten.

Auch die Aktivitäten im Kinderzentrum in Ithung und Ghalegaun (ein Zentrum mit zwei Standorten) laufen wie geplant weiter; bisher sind die Zentren vom erneuten Lockdown in einigen Teilen Nepals nicht betroffen.

Weitere Informationen zu unserem Jahresprojekt finden Sie hier.

 

* Name zum Schutz der Privatsphäre geändert

 

Die Kinder in Piluwa freuen sich über ihre neuen Winterjacken:

Endlich mal richtig satt – „Weihnachtsfestmahl“ im Kinderzentrum Kombinat

Es ist einer dieser Tage, auf den die Kinder sich das ganze Jahr über freuen. Ein Tag, an dem sie mit ihrer Familie und ihren Freunden ausgelassen feiern können. Ein Tag, an dem es Geschenke gibt! Und vor allem ein Tag, an dem sie sich endlich mal richtig satt essen können.

Zum vierten Mal feierte im Dezember unser Kinderzentrum in Kombinat, Albanien, dieses ganz besondere Weihnachtsmahl. Dafür werden die Kinder gemeinsam mit ihren Familien in ein nettes Restaurant eingeladen – etwas, das sie sich unmöglich selbst leisten könnten. Das Essen ist vorzüglich, und vor allem: Es ist genug davon da!

An diesem Tag saß Ali*, den wir schon in unserem Jahresprojekt 2019 kennengerlent haben, die ganze Zeit stumm auf seinem Stuhl und aß und aß. Einer der Mitarbeiter fragte ihn: „Bist du glücklich?“ – „Ja!“, antwortete Ali, und seine Augen strahlten. „Das ist das erste Mal, dass ich den Tisch so voll gesehen hab und so viel essen kann, wie ich will!“

Etwa 50 Kinder, Eltern und Mitarbeiter feierten an diesem Tag gemeinsam Weihnachten. Die Mitarbeiter hatten entschieden, das Festmahl auch trotz Corona anzubieten – denn gerade nach diesem Jahr der Hoffnungslosigkeit brauchen die Familien diese Zeit der geteilten Freude und Zuversicht. Gesti, Leiter unseres örtlichen Partners, berichtet:

„Eine Woche vorher hatten die Kinder alle liebevoll Einladungskarten für ihre Eltern gebastelt. An dem Tag kamen dann alle Kinder und Eltern pünktlich beim Restaurant an; sie sahen sehr glücklich aus! Wir hatten einen guten Platz und sehr gutes Essen. Für diesen Tag wünschen wir uns, dass sie einfach alle so richtig das Essen und Trinken genießen können.

Während des Essens schaute ich zu Cimi und seiner Tochter Anna* hinüber. Sie sahen beide sehr froh aus. Ich fragte sie, ob sie die Feier genießen? Cimi sagte, mit Tränen in den Augen: ‚Wir haben daheim nichts mehr zu essen.‘ Seine Frau hat ihn und Anna vor einer Weile verlassen. Die zwei sind jetzt allein und oft haben sie nicht genug Lebensmittel. Wir waren so froh, dass sie sich hier satt essen und auch noch etwas mit nach Hause nehmen konnten.“

Nach dem Festmahl folgte noch die Bescherung: Jedes Kind erhielt ein neues Paar Schuhe, und einige Weihnachtspäckchen wurden verteilt; die restlichen bei der Weihnachtsfeier im Kinderzentrum. „Als sie nach dem Essen die Geschenke bekamen, da lärmte Ali, als ob die ganze Welt ihm gehört!“

Das Weihnachtsessen wurde, wie auch in den Vorjahren, von Helping Hands e.V. aus Spenden im Rahmen des Weihnachtstransports gefördert.

 

* Name geändert

Sauberes Wasser für Ithung und Ghalegaun

„Wasser ist lebensnotwendig für uns alle. In Nepal haben viele Menschen keinen guten Zugang zu Wasser. Vor allem in den ländlichen Gegenden, aber auch in den Städten. Zum Beispiel in Pachthar, im östlichen ‚Hügelgebiet‘ von Nepal. Dort freut sich Surendra M., der Dorfvorsteher und Schulleiter der Dorfschule in Ithung, über den neuen Wasserspeicher mit Wasserhähnen. Die Dorffamilien haben auch selbst so viel sie konnten zum Bau beigetragen. ‚Wir haben so oft versucht, hier einen Wasserspeicher mit Wasserhähnen und Waschbecken zu errichten, aber es hat nie geklappt‘, erklärt Surendra M. ‚Jetzt hat NCM Nepal uns geholfen und uns ermutigt, das Wasserprojekt tatsächlich durchzuführen. Wir sind sehr dankbar dafür!'“

So berichtet unser Partner in Nepal über das Wasser- und Hygieneprojekt, das als Reaktion auf die Coronakrise in den Bergdörfern Ithung und Ghalegaun durchgeführt wurde. Dabei wurde je ein Wasserspeicher errichtet und mit geeigneten Quellen verbunden sowie kindergerechte Wasserhähne und Waschbecken installiert.

Die Dorfbewohner sind extrem dankbar dafür, denn auf 2.500 Meter Höhe gibt es nicht viele Möglichkeiten, durchgehend an Wasser zu kommen – die öffentliche „Pipeline“ liefert nur sehr sporadisch Wasser; die verstreuten Quellen geben entweder nicht genug Wasser oder sind relativ weit entfernt, zumindest für Schulkinder. Das ist besonders in der Coronasituation eine große Herausforderung!

In Ithung wurde ein Speicher errichtet, der 8.000 Liter fasst und auf dem Gelände des neuen integrativen Kinderzentrums steht. Die ursprünglich geplanten 5.000 Liter wurden auf Bitte der Dorfbewohner erweitert, die auch beim Bau des massiven Betonspeichers mit Begeisterung dabei waren und schon überlegen, wie sie die Wasserversorgung bis zur nur 150 Meter entfernten Dorfschule erweitern können. Die Dorfbewohner sind sehr glücklich, dass sie nun Wasser rund um die Uhr haben!

Der Wasserspeicher im Nachbarort Ghalegaun, wo ein Zweigzentrum des integrativen Kinderzentrums eröffnet wurde, wird mit Quellwasser gespeist und fasst insgesamt 2.200 Liter. Die 1,5-Kilometer-lange Wasserleitung zur Quelle wurde zu zwei Dritteln durch die Gemeindeverwaltung bezahlt; die Dorfbewohner trugen mit Arbeitskraft sowie Kies und Splitt bei; die restlichen Kosten wurden von Helping Hands beglichen – also ein starkes Gemeinschaftsprojekt in dieser sehr bedürftigen Gegend.

Auch dieser Tank ist solide und haltbar aus Beton gebaut; das Quellwasser wurde getestet und ist sauber und als Trinkwasser geeignet. Etwa 120 Menschen, davon 39 Kinder des Kinderzentrums, benutzen das Wasser täglich zum Trinken, Waschen und für sanitäre Bedürfnisse.

Suroj M., der Lehrer des neuen Kinderzentrums, freut sich: „Bisher hatten wir solche Probleme, für Kinder und Personal der Schule Wasser zu bekommen. Vor allem sauberes Trinkwasser war eine große Herausforderung. Kinder und Lehrer mussten regelmäßig den Unterricht verlassen, um irgendwo im Dorf Wasser zu holen. Auch Toiletten waren ein großes Problem ohne Wasser! Die Kinder konnten sich nicht die Hände waschen und wurden oft krank. Ich bin so glücklich, diesen neuen Wasserspeicher mit sauberem Wasser und Waschbecken hier zu sehen. Ich bedanke mich bei allen, die dieses ‚Wunderwerk‘ unterstützt haben!“

Im Rahmen der Einweihung der Wasserspeicher am 28. und 29. Dezember kamen außerdem insgesamt 78 Dorfbewohner für je eine Schulung zusammen, in denen der Virologe des Bezirkskrankenhauses und sein Assistent die Teilnehmer über die Symptome von COVID-19 und anderen jahreszeilich bedingten Krankheiten informierte und erklärte, wie man sich am besten schützt. Außerdem lernten die Teilnehmer verschiedene Hygienetechniken, erhielten Poster und Faltblätter sowie Masken, Händedesinfektionsmittel und Seife. Da es bisher noch keinerlei solche Schulung in den Dörfern gegeben hatte, war das Interesse sehr groß, und mehr Familien nahmen teil als ursprünglich geplant.

„Wir hoffen, dass dieses Wasserprojekt und die Schulungen die Hygiene in Ithung und Ghalegaun verbessert und die Menschen besser vor COVID und anderen Krankheiten geschützt sind“, schlussfolgerte unser Partner.

Integrative Kinderzentren in Nepal – wie das in Ithung und Ghalegaun – unterstützen wir als unser Jahresprojekt 2021.