paXan 2011 Berlin

paXan 2011 Berlin

Beim paXan-Einsatz 2011 wurde wieder viel gelernt: zum Beispiel wie man eine Garagenwand durchbricht und wie schnell eine Ziege durch ein Fensterloch hüpfen kann. Neun Jungerwachsene aus Gelnhausen, Hanau und Berlin hatten sich am 24. August auf den Weg zum Christlichen Sozialwerk „Ichthys“ in Mahlow gemacht, um dort drei Tage tatkräftig mit anzupacken. Das Sozialwerk entstand 1992 aus einer Selbsthilfegruppenarbeit und wurde zunächst als ein Selbsthilfe-Wohnprojekt für Alkoholabhängige und Suchtkranke aufgebaut, denen es ermöglicht werden sollte, die Zeit zwischen Entgiftung und Therapieantritt suchtmittelfrei zu überstehen. Heute gehören zu Ichthys ein Übergangswohnheim für Suchtkranke, ein Wohnheim für Menschen in besonderen Lebenslagen, eine Tagesstätte für Abhängige und Suchtgefährdete, eine Suchtberatungsstelle, verschiedene Selbsthilfegruppen und eine Kreativwerkstatt; etwa 35 Menschen leben zurzeit dort.

Neben Wändedurchbrechen, Hühnerfangen und Ziegenjagen wurden von den fleißigen paXan-Teilnehmern außerdem Fenster eingesetzt und die Garage mit Rigips-Platten abgestellt; dort sollen Ateliers als Teil der Kreativwerkstatt für die Bewohner von Ichthys entstehen. Zusätzlich verbrachte das paXan-Team die Nachmittage in der Jakobusgemeinde in Berlin-Lichtenrade, wo sie die Außenanlage saubermachten, in echtem Nazarener-Spirit den wilden Wein abrupften, eine alte Torwand beseitigten, Rasen mähten und was sonst noch so nötig war.

Natürlich gehörten auch super Gemeinschaft, viel Zeit zum Kennenlernen und Spaß haben und ein paar Ausflüge nach Berlin mit zum Erlebnis. Zum Schluss hieß es bei den paXanern einstimmig: „Auf Wiedersehn!“—Anfang Oktober, denn da reisten einige Teilnehmer für ein weiteres Wochenende nach Berlin, um die begonnene Arbeit bei Ichthys fortzusetzen.

Mauerbau in Berlin am 3. Oktober

Auch die 2. Folge vom paXan-Einsatz 2011 fand in der Garage statt: Weitere Rigips-Platten wurden angebracht und außerdem eine 3-Meter-hohe Mauer eingezogen, die das Gebäude nun in Garage und Kreativwerkstatt aufteilt. Mauerbau am 3. Oktober! Auch sonst hatten die Teilnehmer wieder viel Spaß und die Bewohner von Ichthys sind sehr dankbar für die tatkräftige Unterstützung.

 

paXan 2010 Libanon

paXan 2010 Libanon

Sieben Mädchen und sechs Jungs machten sich am 7. August auf den Weg nach Beirut, Libanon. Für die folgenden zehn Tage waren wohl “Thanks for being flexible!” die von unserem Team am meisten gehörten Worte, denn Pläne sind da, um geändert zu werden. Und so mussten wir als Team tatsächlich recht oft spontan unsere Pläne ändern.

Nachdem wir an unserem ersten Tag, einem Sonntag, etwas Zeit hatten, uns an die 35°C und die hohe Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen, ging am Montagmorgen dann die Arbeit los. An der Schule warteten bereits etwa 40 Kinder auf uns. Und dann ging es los—eine Stunde Lieder, Theater, Andacht, eine Stunde Basteln und Malen und eine Stunde Spiele. Dies waren unsere Vormittage von Montag bis Donnerstag. Am Nachmittag wechselten wir in unsere Arbeitskleidung und begannen, Klassenräume, Stühle, Tische und Regale zu streichen. Am Abend standen schon die nächsten Programmpunkte wie Gebetsstunde, Besuche oder Kulturbegegnungsabend an. So waren unsere Tage oft vollgepackt und wir waren alle k.o., als wir spät abends bzw. nachts in unsere Betten fielen—so viel Arbeit, so viele neue Eindrücke und Erfahrungen müssen ja auch erst einmal verarbeitet werden.

Die Zeit verging viel zu schnell. Wir haben viele tolle Leute kennengelernt und neue Freundschaften gewonnen, und doch freuten sich die Teilnehmer auch ein wenig, wieder nach Hause zu kommen—zum gewohnten deutschen Essen.

Christoph Nick für das paXan-Team