Jog-a-thon 2020 (English)

Welcome to the Jog-a-thon (German: Joggathon) 2020 in Germany, Lebanon and beyond!

The Jog-a-thon is a charity run that different Churches of the Nazarene in Germany (mainly Gelnhausen and Berlin) organise every year around May or June. Due to corona-restrictions the jog-a-thon is taking place in a „decentralised“ format this year: runners participate alone, in pairs or as family group, wherever they are, but in a joint effort. The raised funds will support the Nazarene Evangelical School in Beirut, Lebanon, and the school is joining the charity run! The event organisers are inviting people from all over Europe and beyond to join the jog-a-thon – together with participants from Germany, Lebanon, Spain, and hopefully lots of other places!

The joint event is planned for Sunday, 17th May 2020, from 12 to 1pm CEST but you’re welcome to run earlier or later in the day or during the following week.

 

You’re in?

Great! This is how it works:

1. Sign up (by using this form or by sending a message or comment on the Helping Hands Facebook page in your own language that you plan to jog for the NES)

2. Recruit sponsors/supporters who will agree to donate a certain amount for each kilometre or mile that you run or walk

3. Select a route

4. Run, jog or walk your selected route on 17th May, or any time from May 17th – 23rd

5. Calculate the distance you covered by using a tracking app on your mobile device or calculating with Google maps or similar

6. Report the actual distance to your sponsors and direct them to donate here: https://helpinghandsev.org/jahresprojekt-2020-spenden/ (if you’re Nazarene, you can donate through your district or NCM, but mark your donation clearly)

7. Let us know by email, Facebook or Instagram the distance you covered, the funds you raised, and the country you’re from, and add pictures if you like (#joggathon2020)

Questions? Write to us at joggathon2020@helpinghandsev.org

 

We are supporting:

… the Nazarene Evangelical School in Beirut, Lebanon, who are joining us for the event (running in Beirut). The NES is a haven of peace in a country in turmoil, defined by mutual trust and respect, cultural and religious diversity without discrimination as well as a high-quality education. The current economic crisis in Lebanon has massively worsened due to corona; and those most at risk suffer the most – children and families who were already vulnerable before: refugees, migrant workers, ethnic and religious minorities. Many fear that they won’t be able to return to their classes once schools reopen. We are participating in the jog-a-thon to keep all the kids in school!

 

Jog-a-thon Signup

Yes! I want to participate in the jog-a-thon event on 17th May 2020 (or during the following week).

 

This jog-a-thon is an event of the Church of the Nazarene Gelnhausen in cooperation with Helping Hands e.V. Another jog-a-thon will take place in Berlin from 7th to 14th June.

Alles Gute zum Muttertag!

Mütter sind (über)lebenswichtig – das würde wohl keiner bestreiten. Aber auch gerade in der „Entwicklungshilfe“ sind Mütter mit die wichtigsten Akteure. Denn für Mütter steht das im Mittelpunkt, was ihren Kindern, ihrer Familie am meisten nützt. Projekte sind erfolgreicher und verändern nachhaltiger, wenn Mütter involviert sind. Das haben auch unsere Partner erkannt, und deshalb sind Mütter, unter anderem in sogenannten „Selbsthilfegruppen“, ein nicht-wegzudenkender Teil unserer Projekte.

Und diesen Müttern sollten wir auch mal Danke sagen!

Das hat unser Partner in Albanien dieses Jahr zum Muttertag umgesetzt, der in Albanien bereits am 8. März stattfand – also gerade noch rechtzeitig vor den Corona-Beschränkungen. Die Kinder unseres Kinderzentrums in Kombinat luden ihre Mütter zu einem besonderen Fest ein. Nach einem gemeinsamen Programm, wo über die Beziehung zwischen Müttern und Kindern gesprochen und natürlich auch gemeinsam gegessen und getrunken wurde, kam der Höhepunkt der Feier, wie unser Partner berichtet:

„Der beste Moment war, als die Kinder ihren Müttern Geschenke gaben. Das war das erste Mal, dass diese Frauen von ihren Kindern Geschenke bekommen haben. Die Kinder waren so glücklich, weil sie sehen konnten, wie glücklich ihre Mütter waren.

Diese Frauen haben alle keine gute Bildung, sie arbeiten auf der Straße oder sind arbeitslos, also haben sie nicht viel gesagt. Aber sie haben ihre Freude durch ihr strahlendes Lächeln gezeigt.“

Knapp 30 Mütter und Kinder konnten an dem Tag dabei sein; für die anderen Mütter nahmen ihre Kinder die Geschenke mit nach Hause. Viele dieser Frauen leben unter sehr schwierigen Verhältnissen und leiden unter häuslicher Gewalt. Das Kinderzentrum gibt ihnen die Hoffnung, dass es wenigstens ihren Kindern einmal besser gehen wird.

 

Die Muttertags-Feier wurde von Helping Hands e.V. aus Spenden zum Jahresprojekt 2019 gefördert.

Joggathon 2020

Der Gelnhäuser Joggathon 2020 findet statt!

Zwar können wir aufgrund von Kontaktsperre & Co. dieses Jahr nicht gemeinsam um die Kreissportanlage in Gelnhausen laufen, aber das ist ja kein Grund, den Joggathon ausfallen zu lassen! Deshalb gibt es den „Joggathon to go“: Wir laufen gemeinsam für den guten Zweck (die NES-Schule in Beirut im Libanon), und zwar allein, zu zweit oder als Familie – jeder, wo er oder sie will, aber trotzdem zusammen … gerne in ganz Deutschland oder außerhalb – und die Schüler und Lehrer der NES-Schule laufen in Beirut mit!

Das gemeinsame Event ist für Sonntag, den 17. Mai 2020, von 12 bis 13 Uhr geplant; gerne kann auch später am Tag (oder in der folgenden Woche) gelaufen werden.

 

Du bist dabei?

Super! So funktioniert’s:

1. Melde dich an (mit diesem Formular online oder per E-Mail)

2. Suche dir Sponsoren (dieses Infoblatt hilft dir dabei)

3. Finde einen Mitläufer, wenn du magst, und wähle eine Laufstrecke

4. Installiere eine Tracking-App auf deinem Handy (nett, aber nicht erforderlich)

5. Folge uns online, um keine Infos zu verpassen (#joggathon2020)

6. Stehe am Sonntag, 17. Mai, um 12 Uhr in den Startlöchern (gerne auch später am Tag oder in der Woche)

7. Lauf! für den guten Zweck :))

8. Erzähle uns per E-Mail, Facebook oder Instagram, wie viel du gelaufen bist und welchen Betrag du „erlaufen“ hast (gerne mit Foto)

9. Folge uns online, um zu sehen, wer sonst so mitgelaufen ist – in Deutschland und im Libanon! (#joggathon2020)

10. Freu dich mit uns, dass Kinder in Beirut die Chance auf eine Zukunft haben!

 

Noch Fragen?

Hier findest du weitere Details zum Event und Projekt und

hier findest du die Infos kompakt auf einer Seite zum runterladen und weiterleiten (pdf).

Oder schreibe uns eine Mail an joggathon2020@helpinghandsev.org!

 

Joggathon Anmeldung

Hiermit melde ich mich verbindlich zum Joggathon am 17. Mai 2020 an.

 

Der Joggathon am 17. Mai ist eine Veranstaltung der Kirche des Nazareners Gelnhausen in Kooperation mit Helping Hands e.V.

Im Juni findet ein weiterer (dezentralisierter) Joggathon in Berlin statt: vom 7. bis 14. Juni engagieren sich zahlreiche Läufer und Sponsoren in der Hauptstadt (ausführliche Infos zu diesem Event findet ihr hier). Der Berliner Joggathon unterstützt zu 50% ebenfalls die Schule in Beirut – wir laufen also gemeinsam mit Berlin und Beirut, Gelnhausen und ganz Deutschland dafür, dass Kinder im Libanon eine Zukunft haben!

Mein Traum: Ein ganz normales Schulkind sein

Früher war Jiro* ein ganz normales Schulkind. Er ging zum Unterricht, machte seine Hausaufgaben, spielte mit Freunden, freute sich auf die Ferien und war stolz, als sein kleiner Bruder Nabil* geboren wurde.

Dann brach der Bürgerkrieg aus.

Anfangs machte das kaum Unterschied: Die Kämpfe waren weit weg von Jiros Heimatstadt. Zwar musste der Vater sich einen anderen Job suchen, aber ansonsten blieb vieles wie gewohnt. Nabil wurde eingeschult, Jiro spielte weiter mit seinen Freunden.

Bis zu dem Tag, an dem der Vater nicht nach Hause kam. Sein Bus war an einem neuen Checkpoint angehalten worden und alle mussten sich ausweisen. Jiros Vater hatte den „falschen“ religiösen und ethnischen Hintergrund. Der Bus fuhr weiter, der Vater blieb zurück. Bis heute weiß die Familie nicht, ob er noch lebt.

Es war spät abends, als die Mutter ihren Jungs berichten musste, was passiert war. „Mein Herz schlug wie wild“, erinnert sich Jiro. „Die Welt wurde ganz dunkel.“ Monatelang wurde mit den Entführern verhandelt. Nichts geschah.

Schließlich musste die Familie das Land verlassen. „Wir wollten nach Deutschland kommen. Jemand versprach uns zu helfen, wir mussten viel Geld zahlen. Eine Woche vor dem Abflug rief er an und sagte die Reise ab. Jemand anders hatte ihm mehr gezahlt.“

So kamen Jiro, Nabil und seine Mutter nach Beirut, wo sie bei einer Tante wohnen konnten. Das Leben für syrische Flüchtlinge im Libanon ist nicht einfach. Aufgrund der Wirtschaftskrise sind Jobs und bezahlbarer Wohnraum ohnehin schon knapp. Und gegen das Nachbarland verspüren viele Libanesen aus historischen Gründen eine tiefe Aversion. Die meisten staatlichen Schulen nehmen inzwischen keine syrischen Kinder mehr an.

Ein ganz normales Kind zu sein – in die Schule zu gehen und dort als gleichwertiger Kamerad angenommen zu werden, nachmittags Hausaufgaben zu machen und mit Freunden zu spielen, bis die Eltern von der Arbeit nach Hause kommen – dieser „Traum“ ist für viele syrische Kinder im Libanon unerreichbar.

Einige Zeit nach ihrer Ankunft traf Jiros Mutter in einer Kirche eine Frau, die ein Bildungsprogramm für Flüchtlingskinder anbot. Nach einigen Monaten in diesem Programm konnten die Brüder dank eines Stipendiums an die NES wechseln, die Schule unseres Partners in Beirut. Und dort konnte Jiro – endlich – wieder ein ganz normales Schulkind sein!

„Mein Leben hat sich um 180 Grad gedreht. Ich hatte Angst. Ich wusste nicht, wie meine Zukunft aussieht. Ich dachte immer negativ.

Aber das hier ist die beste Schule der Welt. Viel besser als meine Schule in Syrien. An der NES hatte ich noch nie das Gefühl, dass jemand mich diskriminiert. Hier fühlt es sich wie ein Zuhause an, wie Familie. Wir kommen gut zurecht mit den Lehrern, ich habe viele Freunde. Im Unterricht hab ich mich verbessert, auch im Sport, in Musik. Alles, was wir machen, macht mir Spaß. Jetzt fühle ich Frieden.“

Im Sommer 2019 absolvierte Jiro von der NES. Er hatte nicht nur gute Noten, sondern entwickelte auch deutliches Führungspotential: Im letzten Jahr leitete er die Schülervertretung. Die Lehrer und anderen Schüler vermissen ihn sehr!

Sein Bruder Nabil ist jetzt in der fünften Klasse. Er hat sich gut eingelebt, ist immer freundlich und wird von allen gemocht. „An der NES hab ich neue Freunde gefunden, die mich nicht mobben. Sie haben mir sogar geholfen, neue Sprachen zu lernen, obwohl ich kam und weniger wusste.“

Kameraden, die nicht mobben, eine Schule, wo man respektiert und wertgeschätzt wird, einfach ein ganz normales Schulkind sein – davon träumen die Flüchtlingskinder im Libanon und andere Kinder aus benachteiligten Randgruppen, die in regulären Schulen keine Chance hätten. Und der NES Studienfond lässt diesen Traum zur Wirklichkeit werden!

Im Rahmen unseres Jahresprojekts 2020 haben wir uns vorgenommen, mindestens 22.000 Euro für den Studienfond und ggf. weitere Projekte zu sammeln. Helfen Sie mit, dass Kinder wie Jiro und Nabil die Chance haben, ein „ganz normales Schulkind“ zu sein!

 

* Namen aus Sicherheitsgründen geändert

Rückblick: Jahresprojekt 2019

„Straße oder Schulbank?“ Oder vielleicht eher:
„Bücher oder Drogen?“

Gut, so ganz direkt wird wohl kaum einer unserer Kinder in Kombinat, Albanien, diese Entscheidung treffen müssen. Aber irgendwie doch: denn die richtigen Schulbücher sind erforderlich, um die Schule besuchen zu dürfen. Und die sind teuer! Für ältere Kinder kann das schon mal über 100 Euro kosten. Das kann sich doch keine Familie dort leisten! Eben nicht – und das bedeutet, dass viele Kinder einfach gar nicht zur Schule gehen. So wäre es auch für Gjergj gewesen, der älteste von sieben Jungs. „Wenn er nicht zur Schule gehen würde, dann wäre er sicherlich auf der Straße und im Drogenhandel verstrickt“, erklärt Gesti, Leiter unseres örtlichen Partners.

Aber Gjergj geht zur Schule – und er hat Schulbücher. Die hat er in unserem Kinderzentrum in Kombinat erhalten. Im Herbst sammelte eine Kinderkirche in Hessen, um die Kinder in Kombinat mit Schulmaterial zu unterstützen: Ihre ganz eigenen Füller, Buntstifte, Hefte, gleich zu Schulanfang – das war toll! Aus Spenden für unser Jahresprojekt 2019 konnten zusätzlich die Schulbücher für die älteren Kinder bezahlt werden. Eine Handvoll Bücher, die die Entscheidung trifft zwischen Straße und Schulbank; die dafür sorgt, dass Jungs und Mädchen eine Zukunft haben.
Denn dafür setzen die Mitarbeiter des Kinderzentrums sich ein: dass Kindern aus Randgruppen, die sonst kaum Chancen hätten, durch Schulbildung und sonstige Förderung echte Möglichkeiten für die Zukunft geboten werden. Und an Motivation fehlt es diesen Kindern nicht! Die Lehrerin berichtet:

„Eine meiner besten Schülerinnen ist Aurora. Ich bin so dankbar dass solche Kinder hier im Kinderzentrum sind, die ansonsten keinen Ort zum Lernen hätten und so viel verpassen würden. Viele Tage bleibe ich länger mit ihr im Zentrum, über die Arbeitszeit hinaus, weil sie immer darum bittet, noch mehr zu lernen. Am Ende des Schuljahres hatte sie sehr gute Noten und war eine der besten Schülerinnen ihrer Klasse.

Und Gyselda: Jedes Mal, wenn sie eine gute Note schreibt, kommt sie und umarmt mich und dankt mir. Sie ist auch eins der Kinder, die immer länger bleiben, um noch mehr zu lernen. Keinen einzigen Tag hat sie dieses Jahr im Kinderzentrum verpasst. Ich bin so stolz auf sie!“

Die Hingabe ihrer Lehrer und die Förderung, die sie im Kinderzentrum erhalten, machen einen riesigen Unterschied für die Kinder. Die Unterstützung hilft ihnen besonders darin, ihre eigenen Talente und Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Straße oder Schulbank? Was hier die richtige Antwort ist, ist diesen Kindern völlig klar.

Ein ganzes Jahr lang beteiligten sich hunderte von Einzelpersonen, Gruppen und Kirchengemeinden – zum Beispiel durch einen Spendenlauf und ein Jazzkonzert – an unserem Jahresprojekt 2019: Kinderzentrum und Kindergarten in Kombinat, Albanien. Mehr als 15.000 Euro kamen so bis Ende Dezember zusammen! Über den genauen Einsatz der Mittel beraten wir mit dem örtlichen Partner in den kommenden Wochen. Unter anderem konnte dadurch aber bereits eine neue Lehrerin für den Kindergarten eingestellt werden; das trägt dazu bei, dass der Kindergarten zeitnah finanziell selbsttragend wird und auch das Kinderzentrum mit unterstützt.

Etwas Stabilität schenken, einen Ort bieten, an dem die Kinder sich sicher und geliebt fühlen – das ist für sie enorm wichtig, denn jedes dieser Kinder lebt in schwierigen familiären Verhältnissen. Das ist aber auch besonders dann relevant, wenn sonstige Stabilität zusammenbricht. Das Erdbeben in Albanien Ende November zerstörte auch in Kombinat viele Häuser – sämtliche Familien des Kinderzentrums waren betroffen (der Kindergarten blieb unbeschädigt). Aber unser örtlicher Partner stand ihnen zur Seite, half mit Lebensmitteln, Decken und Schlafsäcken durch die ersten Tage hindurch, ermutigte und beriet, schenkte Hoffnung in einer Weihnachtsfeier – ebenfalls durch Spenden aus dem Jahresprojekt – und fand schließlich ein neues Gebäude fürs Kinderzentrum, sodass im Januar der Unterricht wieder aufgenommen werden konnte. Die Kinder sind begeistert von den neuen Räumen, die erheblich mehr Platz bieten; sogar ein Hof und Garten zum Spielen stehen nun zur Verfügung.

Straße oder Schulbank? Bücher oder Drogen? Ein herzliches Dankeschön, dass Sie sich mit den Kindern in Kombinat für die bessere Wahl eingesetzt haben!

Weihnachtsfreude trotz Erdbeben

„Alle Familien der Kinder in unserem Kinderzentrum haben ihr Zuhause verloren. Am Tag nach dem Erdbeben wurden sie erst mal in Zelten untergebracht, für etwa eine Woche. Danach konnten einige in Notunterkünfte hier in der Gegend umziehen – kleine Holzhütten, eigentlich gar keine richtigen Häuser. Manche leben noch in Turnhallen mit vielen anderen. Wir haben alle Familien besucht und ihnen Lebensmittelpakete gebracht, auch Schlafsäcke, Decken und Matratzen. Sie haben sich so gefreut – viele haben geweint, sie waren so dankbar.“

Gesti Biti, der Leiter unseres örtlichen Partners und Generalsekretär aller evangelischen Gemeinden in Albanien, ist seit dem Erdbeben Ende November unermüdlich unterwegs gewesen – er hat Nothilfe organisiert, Familien besucht, Menschen zugehört und Mut zugesprochen. Und sich nebenher noch um einige logistische Angelegenheiten gekümmert: Denn zum Beispiel ist das Gebäude, in dem die Kinder des Kinderzentrums täglich zum Mittagessen kommen, so stark beschädigt, dass es nicht mehr betreten werden darf. Inzwischen hat Gesti einen neuen Ort gefunden, der zum 1. Januar gemietet wird, sodass auch das Kinderzentrum wieder eröffnen kann, wenn die Schule nach den Ferien weitergeht.

Aber vorher ist ja noch Weihnachten! Auch dafür hat Gesti einige Ideen:

„Wir werden den Familien Coupons geben, mit denen sie sich ein Weihnachtsessen kaufen können. Auch das hilft sehr! Und dann möchten wir, wie in den letzten zwei Jahren, eine Weihnachtsfeier mit den Kindern des Kinderzentrums und ihren Familien veranstalten. Dafür laden wir sie zu einem besonderen Mittagessen ein – um Weihnachten zu feiern, aber auch als eine Art Traumatherapie für sie alle, denn sie haben viel durchgemacht. Sie haben auch immer noch Angst, denn ständig gibt es weitere Nachbeben. Diese Weihnachtsfeier ist etwas ganz Besonderes für sie.“

Dieses Jahr unterstütze Helping Hands e.V. das Kinderzentrum in Kombinat sowie einen Kindergarten im gleichen Ort als „Jahresprojekt“. Der Kindergarten wurde glücklicherweise nicht beschädigt und konnte kurz nach dem Erdbeben wieder eröffnet werden und läuft normal weiter. Und die Familien des Kinderzentrums dürfen erneut erfahren, dass Hoffnung sich nicht nur in besseren Schulnoten wiederspiegelt, sondern einen echten Unterschied im Alltag schenkt.

Hoffnung, wenn die Erde bebt

Noch vor wenigen Wochen wurden auf diesen Tischen nagelneue Buntstifte, Bücher und Rucksäcke von strahlenden Kinderaugen bestaunt – jetzt belegen hier fleißige Hände viele, viele Brötchen mit Käse und Wurst, um zumindest ein wenig Hunger zu lindern auf den Straßen, auf denen Menschen verängstigt warten, was kommt. Und unser Kinderzentrum in Kombinat am Rande Tiranas ist nur einer von unzähligen Orten, an dem das Leben seit dem Erdbeben am Dienstagmorgen nicht mehr so weitergeht wie zuvor.

Das schlimmste Erdbeben in Albanien seit Jahrzehnten hat mehreren Dutzend Menschen das Leben gekostet, Hunderte verletzt und weitreichende Zerstörung angerichtet. „Viele Leute sind auf der Straße, weil ihre Häuser zu stark beschädigt sind“, berichtet Gesti, der Leiter unseres Partners vor Ort. „Viele andere haben Angst, in ihre Wohnungen zurückzukehren.“

Inzwischen hat er ein Komitee von Leitern verschiedener Kirchen und Gruppen zusammengestellt, um Hilfe zu organisieren. „Wir haben Zugang zu den Zentren bekommen, die die Regierung eingerichtet hat – das war nicht einfach, aber ein wichtiger Schritt. Wir haben Brote und Wasser verteilt und eine warme Mahlzeit zubereitet für die Familien, die in Kombinat in Zelten untergebracht sind. Die Not ist groß – benötigt werden vor allem erst einmal Nahrung, Kleidung und Decken.“ Doch angesichts der großen Zerstörung ist auf alle Fälle langfristige Hilfe nötig. Zudem hat Helping Hands bereits Kontakte mit Spezialisten für Katastrophenhilfe vermittelt.

Das Epizentrum des Erdbebens lag nur etwa 30 km nordwestlich des Kinderzentrums und Kindergartens, die wir als das Helping Hands Jahresprojekt 2019 unterstützen. Wie wird es dort jetzt weitergehen?

„Wir mussten den Kindergarten und das Kinderzentrum für diese Woche schließen, weil die Regierung das verlangt hat“, erklärt Gesti. „Die Kinder haben alle große Angst. Die Erde bebt immer noch alle 10 bis 15 Minuten – so etwas haben wir noch nie erlebt. Zudem wurde das Gebäude beschädigt, in dem die Kinder ihre Mittagsmahlzeit bekommen, und die Behörden haben es als unsicher eingestuft: Wir dürfen dort nicht mehr rein.“

Natürlich hofft unser Partner, dass die Lage sich bald entspannt und Kindergarten und Kinderzentrum zeitnah wiedereröffnet werden können. Und bis dahin tun unsere örtlichen Mitarbeiter in der derzeitigen Situation von Angst und Verzweiflung für viele Familien und Kinder genau das, was sie in Kindergarten und Kinderzentrum schon seit einigen Jahren in die Tat umsetzen und auch im Namen des Kindergartens, „AM-EL“, verankert haben: sich fleißig und ehrlich einsetzen, um Hoffnung zu bringen.

Unser Jahresprojekt 2019: Erfolge und Visionen

Unser Jahresprojekt 2019 fördert ein Kinderzentrum und einen Kindergarten in Kombinat, Albanien. Mitte Juni war Ergest Biti, unser Leiter vor Ort, bei uns zu Gast. Im Interview berichtet er von Erfolgen und Visionen.

Helping Hands e.V. (HH): Das Kinderzentrum läuft jetzt einige Jahre. Konntet ihr schon einen Unterschied bei den Kindern sehen?

Gesti (G): Auf jeden Fall. Bevor sie zu uns kamen, konnten einige Kinder nicht mal schreiben. Aber jetzt haben sie richtig gute Noten. Sie brauchten einfach nur ein bisschen Unterstützung, jemand, der sich um sie kümmert und ihnen die Hausaufgaben erklärt. Und wir möchten den Kindern gute Werte beibringen. Nur ein Beispiel: In Albanien werfen die meisten Kinder ihren Müll einfach auf die Straße. Aber unsere Kids machen das nicht mehr – sie heben eher mal den Müll von anderen auf.

HH: Habt ihr auch Kontakte zu den Eltern?

G: Das ist uns ganz wichtig. Im Kinderzentrum haben wir ein monatliches Treffen mit allen Eltern. Wir reden auch mit ihnen über ihre Probleme, geben Rat und helfen, wo wir können, und sie vertrauen uns. Im Kindergarten trifft die Leiterin sich einmal pro Woche mit den Eltern.

HH: Was sind eure Pläne für die Zukunft? Wie werdet ihr die finanziellen Mittel aus unserem Jahresprojekt einsetzen?

G: Zuerst einmal werden wir noch einen weiteren Erzieher für den Kindergarten einstellen. Der Kindergarten ist erst ein Jahr alt, aber läuft schon sehr gut. Einige der Kinder sind aus wohlhabenden Familien, wo der Vater Geschäftsmann ist o.ä. Aber von Anfang an haben wir uns zum Ziel gesetzt, auch Kindern aus sozialschwachen Familien den Kindergartenbesuch kostenlos zu ermöglichen. Pro 10 Kindern geben wir ein volles Stipendium, pro 5 Kindern ein halbes. Derzeit haben wir bei 25 Kindern 3 Kinder mit vollem und 5 mit halbem Stipendium. Damit möchten wir die Familien vor Ort unterstützen. Weil immer mehr Kinder dazukommen, brauchen wir noch einen Erzieher, der eine weitere Gruppe übernehmen kann. Um das möglich zu machen, hilft es uns sehr, wenn fürs erste Jahr das Gehalt aus Spenden bezahlt wird, sodass wir weiter ein paar Kindern einen kostenlos Platz anbieten können und trotzdem der Kindergarten dann so schnell wie möglich finanziell selbsttragend wird. Durch die Einnahmen im Kindergarten kann dann zeitnah auch das Kinderzentrum finanziell unabhängig werden.

HH: Das ist ein tolles Ziel! Was plant ihr sonst noch an neuen Aktivitäten?

G: In Kürze sind Sommerferien, und wir möchten sehr gerne ein Camp für die Kinder vom Kinderzentrum veranstalten. Das kostet so etwa 500 Euro. Im September möchten wir auch wieder Bücher und Schulmaterial verteilen, da die meisten Familien sich das nicht leisten können. Und wir planen auch, in der Zukunft sehr viel mehr in die Schulung von Lehrern zu investieren. Dieses Jahr hatten wir das zum ersten Mal, es ging um Kinderschutz. Das möchten wir jetzt einmal pro Jahr anbieten – eine dreitägige Schulung zu verschiedenen Themen, Zeit für Austausch und auch ein bisschen Entspannung.
Und schließlich – das ist ein großer Bedarf – brauchen wir dringend neue Räumlichkeiten für das Kinderzentrum. Im Moment können wir keine weiteren Anmeldungen annehmen, weil unsere Räume zu klein sind. Aber viele Familien aus dem Ort bitten uns, ihre Kinder aufzunehmen. Wenn wir größere Räumlichkeiten mieten könnten, wäre das sehr hilfreich. Es gibt auch ein Gebäude, das wir im Blick haben, das müsste dann allerdings noch renoviert werden, um es fürs Kinderzentrum zu nutzen.

Weitere Infos zum Jahresprojekt finden Sie auf unserer Website.

Jahresprojekt 2019: Kindergarten Kombinat

Ali ist fünf – also das Alter, in dem man mit Modellautos spielt, sich für Teddybären noch nicht zu alt ist, und vielleicht schon vom Fahrradfahren träumt. Aber Ali hatte ganz andere Sorgen. Den ganzen Tag kümmerte er sich um seinen kleinen Bruder. Gar nicht so einfach, denn der kleine Bruder hat Down-Syndrom und ist erst ein Jahr alt. Die Mutter wollte ihn eigentlich gar nicht zur Welt bringen. Vier Jungs hatte sie ja schon, und alle von unterschiedlichen Männern. Das ist nicht ungewöhnlich, wenn man als Prostituierte arbeitet. Fünf Jungs, kein Vater – da muss ein Fünfjähriger schon mal an etwas anderes denken als Modellautos und Fahrradfahren.

Als Mitarbeiter unseres örtlichen Partners die Familie kennenlernten, war die Mutter gerade im Krankenhaus, um ihr jüngstes Kind abtreiben zu lassen. Glücklicherweise konnte sie umgestimmt werden. Die älteren Jungs sind jetzt im Kinderzentrum, für den Kleinsten konnte ein kostenloser Platz bei der albanischen Stiftung für Kinder mit Down-Syndrom organisiert werden, und Ali, der Vierte, besucht den Kindergarten. Dort kann er endlich mit Modellautos spielen, und auch mit den Teddybären hat er sich angefreundet. Noch besser: Im Kindergarten gibt es Jungs in seinem Alter, mit denen er unbekümmert spielen kann. Mittags bekommt er auch eine nahrhafte Mahlzeit. Als die Leiterin des Kindergartens ihn fragte, warum er immer so viel isst, sagte er nur: “Zuhause gibt es nichts zu essen.”

„AM-EL“ heißt der Kindergarten in Kombinat, am Rande Tiranas: das heißt so viel wie „sich fleißig und ehrlich einsetzen, um Hoffnung zu bringen“. Hoffnung für Kinder wie Ali – oder Delin und Anila, Bruder und Schwester aus einer Roma-Familie. Der Vater ist arbeitslos, die Mutter arbeitet auf der Haupt-Müllkippe Tiranas und sortiert den ganzen Tag stinkendes Plastik. Die beiden älteren Geschwister gingen nicht zur Schule, als unsere einheimischen Mitarbeiter sie trafen. Jetzt besuchen sie das Kinderzentrum, und Delin und Anila kommen zum Kindergarten. Das ist doch besser als Müllkippe!

Im April 2018 wurde der Kindergarten in Kombinat gegründet – trotz einiger Herausforderungen, “aber es hat sich gelohnt”, betont der Leiter unseres Partners in Kombinat. “Es hat sich gelohnt, weil wir sehen können, wie so viele Kinder und Familien durch diesen Kindergarten positiv beeinflusst werden. Unser Kindergarten soll Familien gute Werte vermitteln und den Kindern beibringen, wie sie ein Leben voll Freude und Hoffnung leben können. In unserem Teil der Welt wirkt es manchmal, als ob es keine Hoffnung mehr gibt. Aber wir können beobachten, wie die Familien, die ihre Kinder hierher bringen, viel fröhlicher und dankbarer sind.” Und der Kindergarten ist ja auch nicht nur ein Betrieb – von den 22 Kindern, die derzeit angemeldet sind, kommen drei aus schwierigen sozialen Verhältnissen und besuchen den Kindergarten kostenlos: Ali, Delin und Anila.

Der Kindergarten ist von Montag bis Samstag von 7.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Die Kinder (2–5 Jahre alt) beginnen mit Frühstück, dann machen sie in drei Altersgruppen ein paar Aufgaben und Aktivitäten, die bestimmte Fertigkeiten fördern, und spielen gemeinsam. Um 12 gibt es Mittagessen; danach gehen ein paar Kinder nach Hause, die anderen machen bis 15 Uhr Mittagsschlaf und spielen dann bis 17 Uhr. Jeden Tag gibt es auch für alle Gruppen eine besondere Unterrichtsstunde, die von Ehrenamtlichen angeboten wird: zweimal Musik, einmal Tanz und dreimal Englisch.

Ein normales Kindergartenprogramm? Für Ali, Delin und Anila ist es ein Tagesablauf, von dem sie vorher nur träumen konnten. Und der ihnen jetzt das schenkt, was sie so dringend benötigen: Freude für Heute, und Hoffnung, dass Morgen ebenso schön wird.

Jahresprojekt 2019: Kinderzentrum Kombinat

Die Köchin wunderte sich. Gezim, der sonst sein Mittagessen immer hungrig in sich hineinschaufelte, hatte nur ein paar Löffel voll gegessen und saß nun nachdenklich vor seinem Teller. Plötzlich stand er auf und kam zur Köchin herüber. “Darf ich mein Essen mit nach Hause nehmen?” – “Aber warum?”, wollte die Köchin wissen. “Weshalb willst du nicht hier essen?” – Gezim blickte ihr fest in die Augen. “Weil mein Bruder daheim nichts zu essen hat. Ich möchte mein Essen für ihn mitnehmen.”

An dem Tag ging Gezim mit genügend Essen für die ganze Familie nach Hause. Aber dieser Tag war kein Einzelfall, und Gezim ist nicht das einzige Kind im Kinderzentrum, bei dem es daheim nichts zu essen gibt. Da ist zum Beispiel auch Elira, die Älteste von vier Kindern. Sie ist erst 11 aber kümmert sich um ihre zwei Schwestern im Alter von 2 und 6 und ihren siebenjährigen Bruder. Ihre Mutter arbeitet als Putzfrau und Straßenfegerin und ist von morgens bis abends unterwegs. Ihr Gehalt reicht so grade eben für die Miete und oft ist einfach nichts mehr für Lebensmittel übrig – daher ist die warme Mahlzeit im Kinderzentrum für die Kinder meist die einzige am Tag.

Die 32 Kinder, die derzeit im Kinderzentrum angemeldet sind, haben alle ähnliche Geschichten. Manche haben gar keine Eltern, oder nur ein Elternteil. Viele sind aus Roma-Familien oder anderen Randgruppen, und die Eltern interessiert es gar nicht, wo ihre Kinder den ganzen Tag verbringen. Fast alle sind aus schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen. Ohne das Kinderzentrum würden alle diese Kinder überhaupt nicht zur Schule gehen – weil sie sich dort nicht sicher fühlen, weil sie kein Geld für Schulmaterial und ähnliches haben, weil sie diskriminiert werden, oder eben weil sich einfach niemand darum kümmert.

Seit es das Kinderzentrum gibt, haben diese Kinder aus Randgruppen wieder Mut, die Schule zu besuchen. Das Kinderzentrum ist von 9.00 bis 16.00 Uhr geöffnet; morgens um 9 Uhr kommen die Kinder, die nachmittags Schule haben; die zweite Gruppe kommt um 13 Uhr und bleibt bis vier. Eine Lehrerin und zwei Ehrenamtliche helfen den Kindern bei den Hausaufgaben und geben Nachhilfe wo nötig. Die letzte halbe Stunde ist für „persönliche Angelegenheiten“ reserviert; zum Beispiel lernen die Kinder, wie man sich richtig die Hände wäscht und Zähne putzt – Dinge, die ihnen zuhause nicht beigebracht werden. Um 12 bzw. 13 Uhr gibt es Mittagessen für alle Kinder: Gezim, Elira und ihre Geschwister freuen sich immer besonders darauf.

Natürlich wird im Kinderzentrum auch gespielt, und etwa alle drei Monate machen alle gemeinsam einen Ausflug, damit die Kinder auch mal etwas anderes sehen und unbekümmert zusammen Spaß haben können. Meist erhalten sie im Kinderzentrum auch Schulmaterial oder Bücher, die sie für die Schule brauchen aber nicht bezahlen können, und ab und zu werden die Familien bei medizinischen Kosten unterstützt – zum Beispiel für die zwölfjährige Endrita, die vor kurzem wegen einer Zyste operiert werden musste, und deren Eltern um Hilfe baten.

Das zeigt, welchen Einfluss das Kinderzentrum auch aufs Umfeld hat: Die Familien vertrauen den Mitarbeitern und fühlen sich wohl, wenn sie ins Zentrum kommen – gar nicht so selbstverständlich bei Randgruppen, die ihr Leben lang diskriminiert werden und daher meist sehr misstrauisch sind. Auch andere Familien in Kombinat haben bemerkt, wie viel Unterschied das Kinderzentrum schon gemacht hat, und sind sehr dankbar dafür. Der Direktor der Schule, die die meisten Kinder besuchen, ist ebenfalls enorm dankbar und sehr offen dafür, mit den Mitarbeitern des Kinderzentrums in allem zu kooperieren, obwohl das in Albanien ungewöhnlich ist.

Vor allem aber wissen Gezim, Elira, Endrita und alle anderen Kinder, dass sie im Kinderzentrum einen Ort haben, an dem sie sich sicher und geborgen fühlen können, und in den Mitarbeitern Menschen, die sie lieben und wertschätzen und sich mit ehrlicher Hingabe um sie kümmern. Und diese Überzeugung, geliebt und wertvoll zu sein, spiegelt sich nicht nur in ihren Schulnoten wider: Man sieht es in ihrem geänderten Verhalten, in der Begeisterung, mit der sie ins Kinderzentrum kommen, und in den zuversichtlichen, strahlenden Gesichtern, wenn sie die Mitarbeiter begrüßen.

“Wir sind so dankbar, dass wir die Möglichkeit haben, diesen Kindern zu dienen,” schreibt der Leiter des Zentrums, “ihnen Freude zu bringen, und Hoffnung, und sie zu lehren, wie sie ihr Leben mit Integrität meistern können.”