Ukrainehilfe: Lindenhof erhält Integrations-Sonderpreis

Das Telefon klingelte. “Könnt ihr uns helfen?“ kam die Frage an Helping Hands e.V. „Wir haben seit kurzem hier 30 Ukrainer, davon 20 Sozial- und Vollwaisen. Wir haben eine Menge Ehrenamtliche aus Alzenau, Kahl und Umgebung, die sich toll einsetzen. Aber es gibt natürlich manches andere, das erledigt werden muss.“

Das war vor etwa 18 Monaten: Über ein Jahr von Heimweh, Tränen, viel Freude und Lachen, Kopfzerbrechen und vieles andere mehr liegen hinter dem Team. Für die zehn Mitarbeiter, die die Kinder betreuen, war es besonders hart. Zwar wohnen sie an einem wunderschönen Flecken bei den Kahler Seen, aber sie vermissen natürlich die Angehörigen und Freunde in der Ukraine. Und irgendwo schwingt die Angst um sie immer mit.

Doch da ist ja der Helferkreis Integration aus Kahl, die Christliche Initiative in Alzenau und viele Einzelpersonen wie Ulrike Waitz von Eschen, die sich intensiv um die Flüchtlinge kümmern. Daneben haben sich verschiedene Firmen und Clubs engagiert und vor allem Leitung und Mitarbeiter der Evonik Industries AG, die unter anderem täglich kostenlos Essen in den Lindenhof liefern. Denn in einer kleinen Familienküche wäre es etwas problematisch geworden, für 30 Leute zu kochen.

Überwältigend war von Anfang an das Engagement von Bürgern und Behörden. So wurden schnell Wege gefunden, um eine neues „Zuhause“ zu schaffen. Innerhalb kürzester Zeit fand sich Agnes, eine ausgebildete Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache, und bald konnten die Schulkinder die private Kahler Paul-Gerhardt-Schule besuchen. Das alles wurde auch möglich, weil eine Frankfurter Stiftung und viele Einzelpersonen dem Team regelmäßig finanziell unter die Arme griffen.

Kein Wunder, dass die Regierung von Unterfranken dieses tolle Engagement am 16. Oktober in Würzburg mit dem Sonderpreis „Integration schafft Zukunft auszeichnete.

Doch es sind die vielen kleinen Dinge, die den Einsatz der Helfer besonders kennzeichnen: Besuche bei Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, spezielle Darbietungen der ukrainischen Kinder (ermöglicht durch eine international bekannte Regisseurin), gemeinsames Singen und Feiern auf Schloss Emmerichshofen und immer wieder eine helfende Hand in unvorhergesehenen Situationen.

Natürlich gab es auch manche Herausforderungen zu bewältigen. Keiner wusste oder weiß, wie es weitergehen wird. Inzwischen haben einige der Kinder eine neue Familie in der Ukraine gefunden oder sind bei Verwandten in Nachbarländern untergekommen. Aber niemand kann die Entwicklung des Krieges in der Ukraine sicher vorhersagen. Und einige der Kinder haben inzwischen gute Freunde hier gefunden oder können sogar beim Übersetzen helfen.

„Wirkungsvoll helfen und nachhaltig verändern“ ist das Ziel von Helping Hands e.V. In diesem Fall ist dies eine besondere Herausforderung. Aber alle können gemeinsam Zukunft schaffen, hier und in der Ukraine. Wenn Sie dabei helfen wollen, können Sie dies tun unter  https://helpinghandsev.org/lindenhof/ oder direkt über Helping Hands e.V., Kreissparkasse Gelnhausen, IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394 (Stichwort „Ukrainehilfe Lindenhof“).

Im Bild von links nach rechts:

Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann, Projektverantwortlicher Klaus Scherer, Ulrike Waitz von Eschen, Julia Fischer, 1. Bürgermeisterin der Gemeinde Kahl am Main, Noël Kachouh, Pastor der Christlichen Initiative Alzenau und Vertreter der Paul-Gerhardt-Schule, Matthias Moll, Vertreter der Evonik Industries AG und des Vereins Helping Hands e.V., Gudrun Brendel-Fischer, Integrationsbeauftragte der Bayer. Staatsregierung, und Dr. Alexander Legler, Landrat des Landkreises Aschaffenburg.

Foto: Regierung von Unterfranken

Syrien – verlassen vom Rest der Welt?

„Worte können nicht erfassen, was die Menschen in Syrien durchmachen, nur um überhaupt durch den Tag zu kommen. Das ganze Land ist in Trümmern. In den Norden fährt man stundenlang nur durch Geisterstädte … mehr als hundert Kilometer nichts als Verwüstung. Alles leer und verlassen – fast apokalyptisch! Und dann, in den Städten – die Menschen ersticken an ihrem Trauma, ihrer Hilflosigkeit, der Hoffnungslosigkeit. Verlassen vom Rest der Welt müssen sie selbst sehen, wie sie irgendwie überleben.“

Nach zwölf Jahren Bürgerkrieg und totaler Isolation ist in vielen Städten Syriens die Hoffnung so tief begraben, dass sie kaum mehr als eine blasse Erinnerung ist. Alle, die konnten, haben das Land verlassen. Die, die noch übrig sind, haben nach und nach jegliche Eigeninitiative verloren: abhängig von Hilfspaketen, gefangen im Gedenken an „die gute alte Zeit“, ohne Hoffnung, dass sich irgendwann irgendetwas ändern wird, ohne Zukunft.

Und dann kam, Anfang Februar, auch noch das verheerende Erdbeben, steigerte das Leid der Menschen in Nordsyrien ins Unfassbare. Antony* war selbst mittendrin – nur durch ein Wunder überlebten er und seine Frau, konnten unversehrt in ihre Heimat im Libanon zurückkehren. Doch die verzweifelte Situation in Nord-Syrien ließ Antony nicht los.

Nach den Beben konzentrierte sich die internationale Hilfe größtenteils auf die Türkei. Zwar wurde auch in Syrien Hilfe geleistet. Aber allgemein scheint es, als ob auch viele Hilfs- und Entwicklungsorganisationen das Land aufgegeben haben: zu kompliziert die Umstände, zu viele Hindernisse, zu prekär die politische Situation … In dieser Lage etwas langfristig verändern, den Menschen etwas Unabhängigkeit und Zukunft wiedergeben? Unmöglich, meinen viele.

Antony sieht das anders: Er hat eine Vision. „Ich möchte die finden, die noch ein Fünkchen Hoffnung haben. Und dieses Fünkchen zu einem Feuer entfachen!“ Zwar ist er sich der Herausforderung bewusst: „Die Menschen dort haben niemanden, zu dem sie gehen können. Durch den langen Konflikt ist das Land entleert von Führungspersonen, Vorbildern, vertrauenswürdigen Beratern, die anderen den Weg weisen könnten. Der Traum jedes Syrers, Tag und Nacht, ist es, aus dem Land zu entfliehen, irgendwo anders ein neues Leben zu beginnen.“

Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat der erfolgreiche Unternehmensberater ein Programm entwickelt, durch das 20 junge Syrer eine echte Perspektive entwickeln können und langfristig zu Führungspersönlichkeiten für ihr Umfeld wachsen können.

„Durch das Projekt sollen die 20 Teilnehmer ein ganz neues Bewusstsein entwickeln: das ihnen neue Hoffnung gibt, ein gesundes Selbstvertrauen und einen echten Sinn fürs Leben. Innerhalb von einem Jahr werden diese jungen Männer und Frauen auch neue Fertigkeiten und „Werkzeuge“ erlernen, die ihnen ermöglichen, ihr Leben geistig, sozial, wirtschaftlich und geistlich zu verbessern. Vor allem aber sollen sie das Bewusstsein entwickeln, dass sie selbst für ihr „Glück“ verantwortlich sind, dass sie etwas verändern können, dort wo sie sind, und dass es sich lohnt, jemand zu sein, der anderen dient.“

Das Programm beinhaltet praktische Workshops, Reflexionen, Erfolgsbewertungen, persönliche Aktionspläne, Mentoring und Coaching. Nach jeder Schulungseinheit geben die Teilnehmer das Gelernte an andere in ihrer Familie und Ortsgemeinde weiter. Das Programm gipfelt schließlich in einem „Community Project“, das die Schulungsteilnehmer gemeinsam konzipieren, ausarbeiten und durchführen werden und so das Gelernte einsetzen, um ihrer Gesellschaft etwas zurückzugeben und selbst zu Vorbildern zu werden. Ziel ist, dass sie erkennen: Ich kann etwas bewegen. Ich bin nicht gefangen in meiner Vergangenheit, sondern kann mich aktiv für die Zukunft einsetzen. Ich habe das Potential, mich, meine Familie und meine Heimat nachhaltig zu verändern.

„Wir hoffen, dass das einen neuen Funken entfacht und eine kleine Bewegung in Nord-Syrien und darüber hinaus entsteht, die Geist und Charakter revolutioniert und sich nach und nach weiter ausbreitet.“

Denn oft braucht es nur einen Funken Hoffnung, um das Feuer neu zu entfachen – ein wenig Sauerstoff, ein bisschen Brennmaterial. Gemeinsam mit Antony möchten wir dieses Feuer entfachen und in Nord-Syrien und darüber hinaus die Verzweiflung auslöschen!

Für dieses Projekt benötigen wir noch ca. 15.000 Euro bzw. die „Schulungsgebühren“ für 10 Personen. Helfen Sie mit, in die Perspektivlosigkeit in Syrien neue Hoffnung zu bringen! Spenden mit Vermerk „Syrien“ auf unser Konto bei der KSK Gelnhausen (IBAN DE56 5075 0094 0000 022394) oder über unsere Online-Spende kommen diesem Projekt zugute.

 

* Name aus Sicherheitsgründen geändert

Deutsche Generalkonsulin besucht Hoffnungslicht Kapstadt

Ein besondere Besucherin schaute sich vor kurzem die Arbeit des Hope & Light-Zentrums in Kapstadt an. Frau Tanja Werheit, die deutsche Generalkonsulin in Kapstadt, war von der Arbeit und dem Einsatz vieler Unterstützer in Deutschland sehr beeindruckt. Als nächste Schritte werden Pläne für  eine nachhaltigere Arbeit bedacht.

Am letzten Wochenende fand die große Abschlussfeier für den Kindergarten statt. In Südafrika ist es etwas ganz Besonderes, wenn sich die Kinder in die Schule „verabschieden“. Zusammen mit dem Schulleiter heißen auch Matthias und seine Frau die „Neuen“ willkommen. Für Matthias eine willkommene Abwechslung im Training für den Kapstadt Marathon.

Die älteren Schüler haben am selben Wochenende in Stellenbosch bewiesen, dass sie auf dem richtigen Weg zum „Ausdauersport“ sind. Sie nahmen erfolgreich an einem 7-km-Lauf teil. Es ist großartig zu sehen, wie sich viele einsetzen, um die Arbeit von Hoffnungslicht Kapstadt voranzubringen. Jetzt stehen für die Lehrer und Mitarbeiter verschiedene Schulungen an, damit sie ihre Arbeit noch effektiver durchführen und den Kindern und ihren Familien beistehen können.

Wenn der Fluss die Zukunft frisst

Erste Erfolge und weitere Herausforderungen im Großprojekt in Mongla im südwestlichen Küstengebiet von Bangladesch

Wir stehen am Flussufer, neben uns bricht der Boden jäh ab; ein paar Wurzeln geben noch etwas Halt. Darunter zerrt das salzige Flusswasser an der Erde, so recht wohl fühlt man sich dabei nicht.

Vor einem Jahr standen wir schon einmal hier. Oder genauer gesagt: Wir standen fünf Meter weiter draußen, da, wo sich jetzt die graubraunen Wassermassen wälzen.

Damals – also: vor einem Jahr – war das Ufer etwa einen Meter von Sukantas Türschwelle entfernt. Jetzt steht er auf einem matschigen Vorsprung, der ins Wasser herausragt: „Hier war meine Hütte“, erklärt er, „– das hinterste Ende meiner Hütte.“ Schon vor Monaten musste er umziehen, seine armselige Behausung ein paar Meter weiter innen neu errichten. Aber da wird er wohl auch nicht lange bleiben können; zu schnell frisst der Fluss das Land. Hinter seiner Hütte ist ein kleiner Kanal, weiter kann er also nicht. Wenn der Fluss auch die jetzige Heimat verschluckt hat, dann weiß Sukanta nicht mehr, wohin; er, seine Frau und die zwei Kinder. Eigenes Land hat er nicht.

Aber auch die, die ihr eigenes Land besitzen, sind nicht viel besser dran. Alia und Ranis Familien müssen Jahr für Jahr zuschauen, wie der Fluss ihr Land verschlingt. Immer wieder werden die Hütten versetzt, Gärten neu angelegt, Fischteiche anderswo gegraben.  „Wenn wir am Fußweg angekommen sind, dann geht es nicht mehr weiter – dann haben wir kein Zuhause mehr und keinen Boden, wo wir etwas anpflanzen oder Tierzucht betreiben können.“

Wenn das passiert, dann bleiben ihnen nicht mehr viele Optionen offen. Und vielleicht werden sie aus Verzweiflung den gleichen Weg wählen wie so viele andere: jeden Tag mit dem Kahn den Nebenfluss überqueren und in der Bekleidungsfabrik arbeiten – harte Arbeit, acht Stunden am Tag, sieben Tage pro Woche, für knapp 60 Euro im Monat. Keiner wünscht sich das – aber für viele ist es die einzige Möglichkeit, sich überhaupt Essen für die Familie leisten zu können.

Im Herbst 2021 haben wir mit unserem örtlichen Partner hier in Mongla ein Projekt begonnen, das einigen dieser Entwicklungen entgegenwirken soll. Zwar kann nicht die gesamte Länge des Flussufers stabilisiert werden; an dieser Aufgabe scheitert ja schon die Regierung vor Ort. Aber den Familien helfen, besser auf Katastrophen vorbereitet zu sein, ihre Landwirtschaft und Viehzucht an die geänderten klimatischen Gegebenheiten – u.a. auch die Versalzung des Grundwassers – anzupassen oder alternative Optionen zum Einkommenserwerb erschließen, wo Acker- bzw. Gartenbau nicht möglich sind: Das sind Aufgaben, denen wir uns gestellt haben, gemeinsam mit dem Projektpersonal vor Ort und mit finanzieller Förderung der Bundesregierung.

Nach knapp zwei Jahren konnten schon in einigen Bereichen Erfolge verzeichnet werden; davon konnte sich unsere Geschäftsführung bei einem Projektbesucht Anfang September überzeugen. Dazu gehört zum Beispiel:

Frauen haben sich in Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen und lernen dort, ihre Hoffnungen und Herausforderungen selbst in die Hand zu nehmen

Die Frauen sparen regelmäßig einen kleinen Betrag, aus dem Gesamtersparnis geben sie sich gegenseitig kleine Kredite, mit denen sie Kleinstunternehmen aufbauen: zum Beispiel eine Entenzucht, Hühner oder Schweine

In verschiedenen Schulungen haben sie außerdem weitere Fertigkeiten erlernt, mit denen sie ein Einkommen verdienen können: zum Beispiel sind hier viele Frauen fleißig am Häkeln! Dafür muss allerdings auch noch ein Markt erschlossen werden, damit die Handarbeiten zu einem angemessenen Preis verkauft werden können

Einige Familien haben nach entsprechenden Schulungen ihre Einkommensaktivitäten umgestellt: zum Beispiel ist Krabbenzucht für die veränderten Wasserbedingungen viel passender

Verschiedene Bauern haben, ebenfalls nach entsprechenden Schulungen, ihren Gemüseanbau so umgestellt, dass er mit dem neuen Klima besser zurechtkommt, außerdem ökologisch nachhaltiger und ertragreicher ist. Dafür haben sie auch passenderes Saatgut erhalten. Sie stellen ihren eigenen Kompost her – mit Kompostwürmern funktioniert das besonders gut und es kann noch Kompost verkauft werden – haben ihre Beete erhöht, um sie vor Flutwasser zu schützen, sammeln ihr eigenes Saatgut und verhindern mit natürlichen Mitteln, dass die Ernte von Schädlingen gefressen wird.

Zusätzlich können Familien in Chandpai jetzt Wasser von einer eben neu errichteten Wasseraufbereitungsanlage holen – das trägt enorm zur besseren Hygiene und Gesundheit bei

Und dann ist natürlich auch alles für den nächsten Tropensturm vorbereitet: die Katastrophen-Komitees der Dörfer haben einen Notfallplan erstellt und sind mit Megaphon, Taschenlampen, Schwimmwesten und ähnlichem ausgestattet.

Nur ein paar Minuten Fußweg von Sukantas Hütte entfernt besuchen wir Israfil. Stolz zeigt er uns seinen Gemüseanbau – auf jedem freien Quadratmeter wächst irgendetwas: Gurken, Chili, Tomaten, Kürbisse. Das äußerste Beet ist dem Flussufer gefährlich nahe. „Fünf Meter Land hat mir der Fluss im letzten Jahr geraubt!“, berichtet er und zeigt raus aufs strömende Wasser. „Aber jetzt reicht es! Ich werde das Ufer hier befestigen, mit einer Schutzmauer aus Bambusstäben sollte das doch zu schaffen sein. Diesen Garten nimmt der Fluss mir nicht!“ Seit er im Rahmen des Projektes verschiedene Schulungen für verbesserten Gemüseanbau besucht hat, produziert er genug, um auch etwas zu verkaufen; 60 Taka pro Kilo bekommt er dafür. „Nur das Wasser holen, das ist noch ein Problem – einen Kilometer muss ich die Kanister schleppen, um salzfreies Wasser zum gießen zu bekommen. Das hat meine Schulter kaputt gemacht.“

Trotzdem ist er guter Dinge; man kann ja nicht erwarten, dass gleich alles auf einmal besser wird. Die stetige Unterstützung und Beratung durch das Projektpersonal hat ihm viel Hoffnung gegeben: Gemeinsam ist doch jede Herausforderung zu meistern! Da mag der Fluss weiter das Ufer fressen – die Zukunft, die kann er Israfil und Sukanta, Alia und Rani nicht nehmen.

 

Dieses Projekt wird zu 75% vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert; Helping Hands e.V. muss einen Eigenanteil von 12,5% aufbringen (ca. 32.000 EUR). Wenn Sie die Familien in Chila und Chandpai (Mongla) im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels unterstützen möchten, spenden Sie bitte mit Vermerk „Mongla“.

Wirkungsbeobachtung: Integrative Kinderzentren in Nepal, 2. Jahr

Integrative Kinderzentren fördern die ganzheitliche Entwicklung von Kindern und verbessern die wirtschaftliche Situation der Familien nachhaltig. Durch gestärkte Selbsthilfestrukturen können die Maßnahmen langfristig vor Ort eigenverantwortlich weitergeführt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind kontinuierliche Evaluierungen des Projektfortschritts notwendig, damit Maßnahmen angeglichen und erforderliche Schritte eingeleitet werden können. Dieses Monitoring wird einerseits durch unseren örtlichen Partner durchgeführt; andererseits ermöglichen regelmäßige Projektbesuche (mind. einmal pro Jahr) von Helping Hands Mitarbeitern, dass Änderungen besprochen und zeitnah umgesetzt werden können.

Beim Projektbesuch Ende 2022 im integrativen Kinderzentrum in Ithung/Ghalegaun, Nepal, wurden u.a. folgende erforderlichen Schritte festgestellt:

Im Kinderzentrum

Es wurde beobachtet, dass die erlernte Hygiene (hier: Händewaschen vor dem Essen) direkt im Kinderzentrum nicht umgesetzt wurde. Außerdem ist die Müllentsorgung ein großes Problem.

->> Ab sofort soll das Händewaschen im Kinderzentrum besonders hervorgehoben werden. Für die Müllentsorgung werden große Mülltonnen auf dem Schulhof aufgestellt und Mitarbeiter kontaktieren die örtlichen Behörden, dass der Müll auch abgeholt wird. In Hausbesuchen und im Kinderzentrum soll dieses Thema ebenfalls konkret behandelt werden.

Da der Unterricht oft in größeren Gruppen stattfindet, sind nicht alle Inhalte altersgerecht.

->> Soweit möglich, sollen die Kinder in kleinere Gruppen unterteilt und mehr Fokus auf altersgerechte Materialien gelegt werden. Falls das aufgrund von Personalmangel nicht möglich ist, können einzelne Altersgruppen einer stillen Aufgabe nachgehen, während andere Gruppen unterrichtet werden. Die Mitarbeiter der Kinderzentren bemühen sich darüber hinaus, noch mehr Ehrenamtliche für die Zentren zu gewinnen, ggf. können auch ältere Kinder den jüngeren helfen (dafür sollten sie geschult werden).

Es fehlt insgesamt an Material, vor allem an kreativem Material.

->> Die Lehrer werden ermutigt, sich bei NCM Nepal zu melden, wenn sie etwas benötigen. NCM Nepal bemüht sich, mehr allgemeines Material zur Verfügung zu stellen; ggf. können Lehrer darin geschult werden, selbst kreatives Material herzustellen. Ein erster Schritt ist, dass NCM Nepal mit den Lehrern spricht um herauszufinden, welches Material benötigt wird.

Manche Lehrer bzw. Ehrenamtliche könnten sich in folgenden Bereichen verbessern: Classroom Management, Aufmerksamkeit für alle Kinder, kreative Aufgaben für „Leerlauf“-Abschnitte (z.B. wenn der Lehrer die Hausaufgaben der anderen Kinder nachschaut), Lehrmethoden, Korrektur und konstruktives Feedback zu Aufgaben.

->> NCM Nepal hat beschlossen, regelmäßige Schulungen für Lehrer aller von NCM Nepal geförderten Kinderzentren anzubieten. Wenigstens einmal pro Jahr sollen die Lehrer zusammenkommen und Inhalte lernen sowie Zeit für Austausch haben, um voneinander zu lernen. Eine solche Lehrerschulung hat bereits stattgefunden.

In den Selbsthilfegruppen

In Gesprächen mit den Familien wurde festgestellt, dass die meisten die Selbsthilfegruppe nur als eine Spar- und Kreditgruppe betrachten und den weiterführenden Aspekt der Bevollmächtigung und Stärkung von örtlichen Selbsthilfestrukturen nicht verstanden haben.

->> Helping Hands wird dazu Material ausarbeiten und mit NCM Nepal durcharbeiten, sodass dieser Aspekt des Projektes angepasst werden kann.

Da die Projekte jetzt ins dritte Jahr gehen, wurde lokal der Wunsch geäußert, dass die Selbsthilfegruppen offiziell registriert werden und dadurch verschiedene Rechte in Anspruch nehmen können.

->> Dieser Schritt wurde bereits durchgeführt. Zusätzlich werden die lokalen Leiter angehalten, andere Dorfbewohner dazu zu ermutigen, weitere Selbsthilfegruppen zu gründen und das Gelernte der ursprünglichen Gruppen umzusetzen.

Einkommensaktivitäten

Damit die durchs Projekt neu begonnenen Einkommensaktivitäten tatsächlich ein besseres Einkommen erzielen, braucht die Zielgruppe verschiedene Schulungen, z.B. in verbesserter Viehzucht etc. Zusätzlich sollte regelmäßig technisches Monitoring stattfinden.

->> NCM Nepal wird einen Plan zusammenstellen, welche Schulungen benötigt werden und welche Kosten damit verbunden sind. In diesem Rahmen wird auch geprüft, wie und wie oft technisches Monitoring durchgeführt werden kann. In einem der beiden Dörfer gibt es bereits ein „Monitoring Team“, ggf. wird das auch im zweiten Dorf eingeführt.

Für den Verkauf von Vieh müssen bessere Märkte erschlossen werden.

->> Die Leiter der Selbsthilfegruppen sollten in Marktmanagement geschult werden und darin unterstützt, selbst bessere Märkte zu finden. Ggf. kann hier mit einem anderen Projekt koordiniert werden, das derzeit in dieser Gegend stattfindet und ähnliche Herausforderungen hat.

Es ist unbedingt erforderlich, dass jeder Haushalt einen „Business Plan“ entwirft und kontinuierlich evaluiert. Derzeit hat die Zielgruppe keine Vorstellung davon, welche Schritte und Investitionen notwendig sind, um ein bestimmtes (wirtschaftliches) Ziel zu erreichen.

->> Helping Hands erstellt Material, um das Konzept eines „Business Plan“ zu erklären, und stellt dieses den NCM Nepal Mitarbeitern zur Verfügung, die sich dann um entsprechende Schulung aller Haushalte in den Projekten kümmern.

 

Die Umsetzung dieser aus der Wirkungsbeobachtung abgeleiteten Erkenntnisse wird beim nächsten Projektbesuch im Oktober 2023 überprüft und weitere Maßnahmen besprochen.

 

„Laufend Gutes tun“

Beim Kapstadt-Marathon am 15. Oktober

„Das Laufen hat mir über eine der schwersten Situationen in meinem Leben geholfen,“ erläutert Matthias. „Jeder trauernde Mensch läuft seinen eigenen Weg in eigenem Tempo. Jeder Trauerweg ist individuell, verschieden von anderen. Mit Laufen habe ich es geschafft, mit meiner Trauer zu überleben.“

Erst war es nur ein langsam hochkriechendes Gefühl. Nicht unangenehm, eher ungewohnt. Und irgendwann formte sich daraus eine sehr konkrete Frage: „Warum läufst du nur für dich? Mir wurde klar, dass ich immer nur da draußen bin, um mir selbst etwas Gutes zu tun.“

Nicht dass dies verwerflich wäre, aber eigentlich könnten auch andere von meiner Leistung profitieren! In der Marathon Community ist es längst normal, die persönlichen Laufhighlights als Aufhänger zu nutzen, um im Freundes- und Bekanntenkreis oder auch in Kooperation mit Unternehmen konkrete Geldbeträge für den guten Zweck zu sammeln.

„Das möchte ich auch! Als jemand, der in Kapstadt lebt und läuft, starte ich meinen ganz persönlichen Charity-Lauf, um in Kapstadt ein Hoffnungslicht anzuzünden.“ Das Hope & Light Schul- und Dienstzentrum am Westkap ist dafür im wahrsten Sinne ein lohnenswertes Ziel. Das Training für den 15. Oktober läuft bereits!

„Auf Hope & Light Community Welfare wurden meine Frau und ich vor gut drei Jahren durch ein Benefizkonzert aufmerksam. Kurz nach dem Konzert besuchten wir die Einrichtungen und sahen, welch tolle Projekte hier entstanden sind. Sofort haben wir die Patenschaft für ein Schulkind übernommen und damit das monatliche Schulgeld. Außerdem unterstützen wir den Kindergarten von Hope & Light durch praktische Mitarbeit vor Ort. Auf diesem Weg möchten wir allen Mitarbeitern von Hope & Light danken. Sie setzen sich täglich dafür ein, benachteiligten Kindern eine bessere Zukunft durch Bildung zu ermöglichen. Nicht immer sind die Umstände vor Ort einfach, deshalb ist die Arbeit und der Einsatz der Mitarbeiter so bewundernswert.“

„Wir wollen möglichst viele dazu bewegen, für jeden gelaufenen Marathonkilometer einen frei wählbaren Geldbetrag zu spenden.“

Jetzt spenden

Hier sind ein paar Vorschläge:

  • 2,50 € je Kilometer (= 105 €)
  • 10,00 € je Kilometer (= 420 €)
  • 25,00 € je Kilometer (= 1.050 €)

Eine reguläre Patenschaft beträgt 60 EUR monatlich pro Kind.

Jetzt spenden

Sommerfest auf dem Lindenhof

Dankbarer Rückblick auf ein weiteres Jahr mit umfassendem ehrenamtlichem Einsatz

Sommerlich war zwar nicht das Wetter, aber die Besucher des „Sommerfests“ auf Schloss Emmerichshofen bei Kahl brachten die Sonne einfach selbst mit – durch das Lächeln auf den Gesichtern der Kinder und Erwachsenen und die herzliche Dankbarkeit, mit der auf das vergangene Jahr zurückgeblickt wurde. Denn schon über ein Jahr ist es her, dass das Kinderheim „Mistoditey“ aus Kiew im „Lindenhof“ bei Schloss Emmerichshofen Zuflucht fand! Dutzende von Ehrenamtlichen haben sich in diesen 15 Monaten dafür eingesetzt, dass die 30 Kinder und Betreuerinnen sich willkommen fühlen und alle Herausforderungen des täglichen Lebens meistern können; das Sommerfest am 1. August war der Anlass, sich für den herausragenden Einsatz zu bedanken.

Und in einem Jahr hat sich schon einiges geändert! Besonders beeindruckend war, dass Liliya, Leiterin des Heims, einen eigenen „Übersetzer“ hatte: einer der älteren Jungen des Heims, der seit einem Jahr die Paul-Gerhardt-Schule in Kahl besucht und schon sehr gut Deutsch gelernt hat. Auch die anderen Kindern sind gut integriert und bedankten sich auf unterschiedliche Art und Weise – zum Beispiel durch ein einstudiertes Lied, aber auch ein selbstgebasteltes Gemälde mit den Händen der kleineren Kinder.

Ulrike von Waitz, die den Lindenhof zur Verfügung gestellt und zum Sommerfest eingeladen hatte, hob den unermüdlichen Einsatz der verschiedenen Helfer hervor – die Lehrerinnen und Lehrer an der Schule, Helfer beim Deutschlernen, handwerkliche Unterstützung im Gebäude, Patinnen und Paten und viele mehr: „Die praktische, aber auch besonders die finanzielle Unterstützung machen es möglich, dass die Kinder und ihre Betreuerinnen im Lindenhof so unbeschwert leben können. Dass das so großartig funktioniert, erfüllt uns mit größter Dankbarkeit!“

Besonderer Dank wurde in diesem Rahmen auch an die Evonik Industries AG ausgesprochen. Denn die Küche im Lindenhof ist nur für einen kleinen Haushalt ausgestattet und es wäre dort unmöglich, jeden Tag für 30 Personen zu kochen. Durch das Engagement verschiedener Mitarbeiter erklärte die Evonik Industries AG sich bereit, die Bewohner des Lindenhofs werktags durch die Kantine des Evonik-Standortes Hanau mit einem reichhaltigen Mittagessen zu versorgen. Diese großzügige Aktion – im Wert von ca. 1.500 EUR pro Woche – läuft nun schon seit Juni 2022. Zusätzlich zu den täglichen Mahlzeiten konnten durch den Elternstammtisch von Evonik auch einige andere benötigte Güter gespendet werden, zum Beispiel Schuhe, Winter- und Sommerkleidung, Auto-Kindersitze sowie Weihnachtsgeschenke für die Betreuerinnen, die ihre Familien mitten im Krieg zurücklassen mussten.

Eun-Ok Busch, HR Specialist bei Evonik Industries AG und zuständig für das Projekt #JoinInAtEvonik (Integration von Geflüchteten), reflektierte über ihren Besuch beim Sommerfest: „Für mich hat sich der Weg von unserer Konzernzentrale Essen im Ruhrgebiet nach Schloss Emmerichshofen sehr gelohnt.  Hier vor Ort zu sein und die Möglichkeit zu haben, die Kinder, Betreuerinnen und Ehrenamtlichen persönlich zu treffen, ist unbeschreiblich. Ich bin sehr froh, dass ich mit Unterstützung von zahlreichen Evonik Kolleg*innen und des Vorstandes auch dazu beitragen kann, dass sich die Kinder und Betreuerinnen in Deutschland willkommen und sicher fühlen. „

Insgesamt war das Sommerfest geprägt von Dankbarkeit und einem ermutigenden Rückblick auf die vielen hunderten Stunden ehrenamtlicher Mitarbeit, die den Dienst am Lindenhof möglich machen. So kann Integration gelingen!

Eine Vision wird Wirklichkeit

Wie das Straßenkinderzentrum „A-MI-4“ in Madagaskar Familien verändert

„Mauvais quatre mi“ – auf vier Arten schlecht – dieses französische Sprichwort wird in Madagaskar genutzt, um Straßenkinder zu beschreiben: ihr Zuhause, ihr Benehmen, ihre Sprache, ihren Auftritt.

„A-MI-4“ heißt dagegen das Straßenkinderzentrum, das unser örtlicher Partner 1997 mit 100 Kindern in Antananarivo begann: Ankizy (Kinder) – MIno (glauben) – MIanatra (lernen) – MItombo (wachsen) – MIkajy ny zony (ihre Rechte respektieren). Denn hier werden diese Kinder als wertvoll erachtet und erfahren nachhaltige Veränderung: „Dass die Leben dieser Kinder völlig verändert werden, das erhoffe ich mir – und nicht nur ihre eigenen Leben, sondern auch später die ihrer Kinder!“, so beschreibt Therese R., die das Zentrum von 1999 bis 2018 leitete, ihre Vision.

Eine Vision, die fast Unmögliches für möglich hält! Denn die Kinder kommen aus nicht sehr vielversprechenden Verhältnissen. Über 80% der Kinder kennen ihre Väter – wenn überhaupt – nur als Männer, die, grundsätzlich betrunken, immer mal vorbeikommen, um ein weiteres Kind in die bereits kinderreichen Familien zu setzen – und dann bleiben die Mütter alleine zurück und müssen sehen, wie sie den Nachwuchs am Leben erhalten. Chronische Unterernährung ist die Norm, sodass die Kinder ihr Leben lang unter Lernschwierigkeiten leiden.

„Straßenfamilien“ finden ein Zuhause

„Straßenfamilien“ wäre vielleicht der bessere Begriff, um das Umfeld dieser Kinder zu beschreiben. Nur ca. 10% sind Vollwaisen, aber die meisten Familien leben oder lebten ursprünglich auf der Straße. „Diese Familien haben keine Unterkunft“, berichtet Therese, „sie schlafen unter Brücken oder wo auch immer sie Zuflucht finden können, unter Plastik, in Kartons … Wir haben das Projekt mit diesen Kindern und ihren Familien begonnen. Und zuallererst haben wir ihnen beigebracht, nicht im Müll nach ihrer Nahrung zu suchen. Wir haben ihnen geholfen, Arbeit zu finden, zum Beispiel Wäsche waschen oder Wasser tragen. Und wir haben sie mit Grundstücksbesitzern vermittelt, die ihnen erlaubt haben, eine kleine Hütte aus Holz zu bauen und dem Besitzer für den Boden ein wenig Miete zu bezahlen. Innerhalb weniger Monate schliefen sie nicht mehr auf der Straße, sondern hatten ihr eigenes Dach überm Kopf, und haben das dann genutzt, um jeden Tag etwas Geld zu verdienen. Wir sehen so viel Unterschied in ihrem Leben! Wir haben uns auch weiterhin jeden Monat mit ihnen getroffen und sie gelehrt, ihre Probleme dort anzupacken, wo sie sind.“

Heute sind diese Familien keine „Straßenfamilien“ mehr. Aber sie sind immer noch sehr arm und schaffen es so gerade, mit ihrem mageren Einkommen die Familie über Wasser zu halten. Und dann sind da natürlich immer neue „Straßenfamilien“, um die das Zentrum sich kümmert, um ihnen zuerst eine Bleibe und dann eine Hoffnung für die Zukunft zu geben.

Ganzheitliche Förderung von Kindern und Familien

Diese Hoffnung sieht, mehr als 25 Jahre nach der Gründung, konkret so aus: Die Kinder (ab 6 Jahren) schlafen zwar bei ihren Familien, erhalten aber Frühstück und Mittagessen im Zentrum. Die Grundschüler (Klasse 1 bis 4) besuchen auch im Zentrum den Unterricht; von der 5. bis zur 9. Klasse besuchen sie eine öffentliche Schule, wenn möglich werden sie auch noch in der Oberstufe und Universität gefördert. Neben dem akademischen Unterricht lernen die Kinder auch Hygiene und Körperpflege (inkl. Wäsche waschen) und erhalten medizinische Fürsorge.  Ihre sozialen Fertigkeiten werden gefördert, auf dem großen Schulhof können sie Sport und Spiele machen, und sie erhalten moralische und geistliche Unterweisung. Mit den Eltern finden wöchentliche Treffen statt; die Lehrer und anderen Mitarbeiter werden durch regelmäßige Teamtreffen und Weiterbildungen gefördert.

Die Mitarbeiter des A-MI-4-Zentrums in Antananarivo sehen es als ihre Mission, „die ganzheitliche Entwicklung von Kindern zu fördern, die Grundrechte der Kinder zu schützen und zu verbessern“ und ihnen einen sicheren Ort zu geben, an dem sie sich geliebt fühlen – „damit sie in Zukunft ein besseres Leben führen können“. Dass sie dieses Ziel erreichen, und auch die Vision von Therese R. Wirklichkeit wird, dass zeigen die Erfolge: Inzwischen haben schon einige der Kinder eine Universitätsausbildung absolviert, sogar ein paar Masterabschlüsse waren dabei.

Zum Beispiel Mathieu*, den ein Mitarbeiter des Zentrums entdeckte, als er im Müll nach Essen suchte. Er konnte die Mutter überzeugen, den Zehnjährigen in die Schule zu schicken. Inzwischen hat er die Universität abgeschlossen, völlig verändert durch das A-MI-4-Zentrum.

Oder Raphael*, der erzählt: „Ich begann hier in der 1. Klasse; damals war ich 6. Meine Eltern sind verstorben. Gott hat mir durch das Street Kids Center eine Tür geöffnet, damit ich eine gute Ausbildung bekommen kann. Vor zwei Jahren habe ich meinen Abschluss gemacht und studiere jetzt an der Universität. Mein Leben hat sich durch das Zentrum wirklich verändert!“

Die meisten Kinder schaffen es zwar nicht so weit – durch die Mangelernährung im Kleinkindalter reichen ihre geistigen Fähigkeiten meist nur für den Abschluss in der 8. oder 9. Klasse, manchmal sogar weniger. „Aber selbst diejenigen, die die Schule nicht mit guten Noten abschließen, haben ein viel besseres Leben“, betont Therese. „Sie sind als Erwachsene viel bessere Eltern, sie verhalten sich besser, behandeln ihre Familien besser, finden Schulen für ihre Kinder und angemessene Arbeit für sich selbst.“

Nachhaltige Veränderung

Denn auch das gehört zur Vision von Therese und ihrem Mann Richard: „In diesem Zentrum möchten wir nicht einfach nur den Kindern etwas zu essen geben – wir wollen Eltern beibringen, wie sie selbst ihre Lebensmittel anbauen können.“ Im übertragenen Sinne heißt das, was auch wir als Helping Hands uns vorgenommen haben: wirkungsvoll helfen und nachhaltig verändern. Dann wird nicht nur ein negatives Sprichwort ins Positive umgewandelt, sondern Chancenlosigkeit spürbar in Hoffnung verwandelt.

 

Das Straßenkinderzentrum „A-MI-4“ finanziert sich vornehmlich durch Patenschaften. Zwischenzeitlich besuchten 380 Kinder das Zentrum; derzeit sind es aufgrund von fehlenden Paten nur 250. Helping Hands hat das Zentrum seit 2007 mit Patenschaften unterstützt (insgesamt ca. 35; derzeit werden 17 Patenkinder gefördert).

Gerne vermitteln wir weitere Patenschaften für Kinder aus „Straßenfamilien“ in Antananarivo, damit sie wie Mathieu und Raphael eine echte Chance für die Zukunft haben können! Kontaktieren Sie uns bitte für Details: kinder@helpinghandsev.org.

 

* Namen geändert

Ein Hoffnungslicht in Kapstadt

Direkt gegenüber vom „Kap der guten Hoffnung“ gibt es für viele nur wenig Hoffnung. Die meisten Menschen in den Townships um Somerset West, einem Vorort von Kapstadt, versuchen sich irgendwie durchzuschlagen. Ihre Kinder schaffen es kaum durch die Schule, falls sie überhaupt zur Schule gehen können. Andere leiden an Ausbeutung und Missbrauch. So war es Jahr um Jahr – bis vor knapp 20 Jahren „Hope and Light“ ein Hoffnungslicht anzündete.

Inzwischen ist eine Schule für über 500 Schüler entstanden sowie eine Vorschule und ein Kinderzentrum, das sich um traumatisierte Kinder kümmert und ihnen ein sicheres und frohes Zuhause anbietet. Die südafrikanische Regierung und einheimische Freunde unterstützen die Arbeit vor Ort, allerdings nur in begrenztem Umfang.

Der südafrikanische Präsident Nelson Mandela hat betont: „Eine gute Ausbildung ist die stärkste Waffe, mit der man die Welt verändern kann.“ Daran arbeitet „Hope and Light“ und bietet Kindern ein neues Zuhause und eine regelmäßige und qualifizierte Ausbildung. Derzeit werden Schritte bedacht, um auch den Familien in den Townships zu helfen und damit die gesamte Arbeit langfristig stabiler zu machen. Dazu gehören auch praktische Ausbildung und Investitionen in Kleinstunternehmen.

Sie können schon jetzt Teil dieser Stafette der Hoffnung werden: Wählen Sie „Hope and Light Schule und Kinderheim“ in unserer Online-Spende oder spenden Sie mit diesem Vermerk auf unser Konto: IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394.

Mehr hierzu in den nächsten Wochen und mit einer speziellen Aktion ab Mitte August.

Wenn „Zuhause“ ein Ort der Bedrohung ist

Ein Rückblick auf unser Jahresprojekt 2022: Das „Heim der Zuflucht“ für OSAEC-Opfer in den Philippinen

„Daheim“, bei Mutter und Vater, im Kreis der Verwandten – das sollte für ein Kind der sicherste Ort sein. Ein Ort der Geborgenheit, der Wertschätzung, der Fürsorge.

Die Kinder, denen unser Partner auf den Philippinen dient, haben es anders erfahren.

Auf den Philippinen ist „OSAEC“ (online sexual abuse and exploitation of children – sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet) eine besonders große Gefahr, denn fast alle Erwachsenen haben Internetzugang und sprechen zumindest etwas Englisch. Die Versuchung ist groß; bei manchen sicherlich aufgrund von Armut, bei anderen durch mangelndes Verständnis, den Wunsch auf „einfaches Geld“, und zerbrochene Familienstrukturen.

Denn OSAEC geschieht fast immer daheim. In den meisten Fällen sind die Eltern – vornehmlich die Mütter oder auch Großmütter – die Täter. Und Kinder jeglichen Alters müssen erfahren, dass ihr Zuhause ein Ort der Bedrohung wird. Oft kommt zur OSAEC-Tat auch noch körperlicher Missbrauch dazu.

Seit einiger Zeit ist OSAEC in den Philippinen als kriminelle Handlung eingestuft. Gemeinsam mit der NPO International Justice Mission identifizieren die lokalen Behörden Opfer von OSAEC und befreien sie mithilfe von Sicherheitskräften. Die befreiten Kinder werden dann – mit Umweg über die Polizeistation, um den Fall aufzunehmen – zum „Heim der Zuflucht“ gebracht, das unser örtlicher Partner vor knapp fünf Jahren auf Anfrage der International Justice Mission als erstes dieser Art auf den Philippinen gründete.

Das „Heim der Zuflucht“ ist ein „Assessment Center“, an dem Kinder, die aus OSAEC-Situationen befreit wurden, über mehrere Monate hinweg intensiv psychotherapeutisch und medizinisch betreut werden. Ziel ist, dass die Kinder Fertigkeiten erlernen, mit ihrem Trauma und den Erfahrungen umzugehen, sodass langfristig Heilung stattfinden kann. Gleichzeitig prüfen die Sozialarbeiter, wann und ob die Kinder bei anderen Familienmitgliedern reintegriert werden können oder erst einmal in eine längerfristige Einrichtung wechseln sollten. Das ist keine einfache Entscheidung, denn da meist die Eltern die Täter sind, kann die Sicherheit der Kinder selten gewährleistet werden. Doch oft gibt es an der Tat unbeteiligte Verwandte, die den Kindern ein neues Zuhause bieten können und von den Sozialarbeitern intensiv begleitet und unterstützt werden.

Die ersten Tage

Zu der Förderung, die ein Kind im „Heim der Zuflucht“ erfährt, gehört u.a. folgendes:

Direkt nach Ankunft erhält das Kind ein „Willkommenspaket“ mit Hygieneartikeln, einem Handtuch, einem Tagebuch, einem Stofftier u.a. Am ersten Tag kümmert eine der fünf „Hausmütter“ sich um das Kind, und sie/er hat Zeit, erst mal alleine das Erlebte zu verarbeiten und sich zu beruhigen – viele Kinder malen oder schreiben gerne in dieser Zeit ins Tagebuch. Zeitgleich treffen sich Sozialarbeiter, Polizei und Heimpersonal, um die grundlegendsten Informationen zu diesem „Fall“ auszutauschen.

Die nächsten drei Tage sind eine „Eingewöhnungsphase“, in denen einerseits die Hausmütter prüfen, welche Dinge die Kinder brauchen (wie Kleidung usw.), und andererseits die Kinder dabei unterstützen, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, und sie an ihr neues „Zuhause“ gewöhnen.

Danach beginnt eine 14-tätige Phase, in der die Kinder psychologisch und medizinisch untersucht werden und auch viele Gespräche mit der Sozialarbeiterin des Heims haben. Das Team des Heims trifft sich dann, um zu besprechen, was das Kind an Förderung benötigt. Gleichzeitig beginnt auch der Familien-Sozialarbeiter, Informationen über die Familie einzuholen. Somit kann nach ca. einem Monat schon festgestellt werden, ob die Chance besteht, dass das Kind bei Familienmitgliedern reintegriert werden kann oder später zu einer Pflegefamilie oder in ein anderes Heim wechseln sollte.

Umfassende Förderung

Ein Kind bleibt in der Regel mindestens drei Monate im „Heim der Zuflucht“, da so viel Zeit benötigt wird, um alle Aspekte der Situation umfassend zu beurteilen. Manchmal bleiben Kinder auch länger, bis zu sechs Monate, wenn es schwierig ist, ein neues Zuhause für sie zu finden – das ist vor allem bei Jungen der Fall, da nur sehr wenige Einrichtungen Jungen annehmen, sowie bei Geschwistergruppen (viele der betroffenen Kinder kommen in Geschwistergruppen, da OSAEC in der Regel zuhause stattfindet und meist alle Kinder einer Familie betroffen sind), damit diese nicht getrennt werden.

In dieser Zeit gehört zum Tagesplan der Kinder:

-> Psychotherapiesitzungen, alleine und in der Gruppe – Die Kinder sind sehr dankbar für diese Treffen, vor allem wenn sie merken, dass der Heilungsprozess beginnt. Die erste Einschätzung findet mit einem externen Psychologen statt; die Therapie dann mit der Psychologin des Heims bzw. der Sozialarbeiterin. Dazu gehört auch „Psychoedukation“, sowie ein Verständnis für die Gefahren und Auswirkungen von OSAEC zu vermitteln.

-> grundlegende Hygiene wie Händewaschen, duschen usw. – Da viele Kinder aus den Elendsvierteln kommen, fehlen ihnen oft diese Kenntnisse. Zusätzlich werden den Kindern auch positive Verhaltensweisen beigebracht.

-> medizinische Fürsorge

-> Schulbildung – Die Kinder lernen per Fernunterricht an ihren eigenen Schulen (dieses „Modular Learning“ Modell hat sich während der Pandemie erfolgreich herausgebildet) und werden an vier Tagen pro Woche durch eine Hauslehrerin unterstützt. Der Fernunterricht nimmt nur wenige Stunden des Tagesablaufs ein, da die Kinder stark traumatisiert sind und zu viel Lerndruck im Rahmen des Heilungsprozesses überwältigend sein kann. Manche Kinder sind auf einem normalen Lernniveau, andere sind einige Jahre hinter ihren Altersgenossen zurückgeblieben und brauchen gesonderte Förderung.

-> Fertigkeiten für den Haushalt wie z.B. Kochen und Wäsche waschen – Das Heim lehrt den Kindern auch solche Fähigkeiten, damit sie sich später um ihren eigenen Haushalt bzw. ihre Familie adäquat kümmern können.

-> körperliche Aktivitäten, z.B. Jiu-Jitsu und Zumba – Die meisten Kinder lieben es zu tanzen und haben hier im Heim das Gefühl, dass sie unbeschwert tanzen können, ohne verurteilt zu werden.

-> Nach dem Mittagessen ist Zeit für einen Mittagsschlaf, dann folgen meist Kunst- bzw. Bastelaktivitäten, zwei Stunden Zeit zum Spielen auf dem Spielplatz des Heims, Abendessen und eine Abschlussrunde, wo sich über den Tag ausgetauscht wird. Zu jeder Zeit sind mindestens zwei Hausmütter sowie die Wächterin vor Ort und kümmern sich um alle Bedürfnisse der Kinder.

-> Jeden Dienstag dürfen die Kinder per Videogespräch ihre Familien treffen; gelegentlich findet auch ein Treffen in Person (außerhalb des Heims) mit bis zu drei an der Tat unbeteiligten Familienmitgliedern statt.

Der Heilungsprozess

Natürlich kann in drei Monaten keine völlige Heilung stattfinden. Deshalb konzentriert sich das „Heim der Zuflucht“ darauf, den Kindern die nötigen Fertigkeiten mitzugeben, sodass der Heilungsprozess, der im Heim begonnen hat, langfristig weitergeführt werden kann. Eine sehr detaillierte „Fallbearbeitung“ hilft dabei, alle nötigen Eingriffe zu bestimmen, damit der Heilungsprozess in Gang gebracht wird und vor allem nach Reintegration kein ähnliches Trauma geschehen kann. Dafür sind alle Mitarbeiter des Heims in traumainformierter Pflege geschult und die Kinder sind an allen Prozessen voll beteiligt. Das Kind ist zwar am Ende nicht völlig „verwandelt“, aber die Veränderung hat begonnen und sie/er besitzt Fertigkeiten zur sogenannten „Selbstregulierung“ und weiß, wie er/sie mit herausfordernden Situationen umgehen kann. Selbstverständlich werden die Kinder auch nach Verlassen des Heims von den Sozialarbeitern regelmäßig begleitet und besucht; in anderen Heimen stehen ihnen weitere Sozialarbeiter zur Verfügung.

Dass der Heilungsprozess in drei Monaten bereits ein gutes Stück voranschreiten kann, liegt u.a. daran, dass das „Heim der Zuflucht“ nur Kinder aus OSAEC-Situationen aufnimmt und somit jedes Kind andere Kinder kennenlernen kann, die sehr ähnliches durchgemacht haben und einander verstehen und sich gegenseitig helfen, Trauma zu verarbeiten. Vor allem aber ist das Heim nicht nur ein „Assessment Center“, sondern ein intaktes Zuhause, wie eine große Familie, in der sich alle um einander kümmern. Jayson, der Familiensozialarbeiter, zum Beispiel fühlt sich wie ein „großer Bruder“, spielt und lacht mit den Kindern, hört ihnen zu, gibt Wissen und Fertigkeiten weiter. Dieser Effekt wird auch bestärkt durch die Tatsache, dass das Heim seit Gründung dieselben Mitarbeiter hat, und so eine gut funktionierende Zusammenarbeit entwickelt werden konnte.

Reintegration und Begleitung

Leider können nur wenige Kinder tatsächlich in ihre Familien reintegriert werden. Um das möglich zu machen, prüft Jayson über mehrere Monate hinweg die Situation sehr genau, um sicherzustellen, dass das Kind in ein geschütztes Umfeld kommt und dort auch die nötige Unterstützung hat, dass der Heilungsprozess fortlaufen kann. Dafür muss Jayson erst einmal herausfinden, welche Familienmitglieder an der Tat beteiligt waren. Mit den in Frage kommenden unbeteiligten Personen geht er dann ein umfassendes Schulungsprogramm durch, in dem auch Bewusstsein für OSAEC vermittelt wird und die Familien lernen, wie sie die Kinder bestmöglich in ihrer Entwicklung fördern können. Nach Reintegration begleitet Jayson die Kinder noch über längere Zeit hinweg.

Wenn kein Familienmitglied die Kinder aufnehmen kann, wird nach einer Pflegefamilie gesucht. Leider gibt es derzeit nur sehr wenige Pflegefamilien auf den Philippinen; hier leistet das Heim auch Aufklärungsarbeit. Daher müssen viele Kinder letztendlich in eine andere Einrichtung wechseln, damit dort ihre Therapie weitergeführt werden kann. Allerdings wird auch dort weiterhin daran gearbeitet, dass die Kinder früher oder später in eine Familiensituation wechseln können; zahlreiche Kinder konnten so schlussendlich zu ihren Familien zurückkehren. Mit allen Kindern finden auch Monate oder Jahre später noch Treffen oder Videokonferenz statt, um Updates über ihre Situation zu erhalten.

Nachhaltige Veränderung

Das „Heim der Zuflucht“ ist ein wichtiges Bindeglied in den einzelnen Entwicklungsschritten, die ein Kind durchlaufen muss, um aus einer OSAEC-Situation zurück zu einem gesunden, sicheren und erfüllten Leben zu gelangen. Stephen, Gründer des Heims, fasst es so zusammen:

„Wir bieten den Kindern einen Ort, an dem sie ihr Leben neu beginnen und einen Prozess der Veränderung starten können. Diese Kinder haben Träume in ihrem Leben, und einige Kinder sagen später: Ich möchte mich gegen OSAEC engagieren, ich möchte eines Tages Hausmutter oder Hausvater werden! Wir schaffen Hoffnung für diese Kinder.“

 

Derzeitiger Bedarf im „Heim der Zuflucht“

Das Heim finanziert sich ausschließlich durch Spenden; für 2023 wird noch viel Unterstützung benötigt, u.a. weil sich auch auf den Philippinen die Lebenshaltungskosten stark erhöht haben. Zum derzeitigen Bedarf gehört:

-> Die Räumlichkeiten müssten erweitert werden, sowohl um mehr Aktivitäten durchzuführen, als auch, um mehr Kinder aufzunehmen. Derzeit bietet das Heim Platz für ca. 15 Kinder, aber der Bedarf ist riesig – wenn das Heim voll ist, müssen neu befreite Kinder abgewiesen werden, bis ein Kind aus dem Heim weitervermittelt werden kann.

-> Das Gebäude ist sehr alt und müsste dringend renoviert werden, vor allem die Küche, aber auch die Kinderzimmer. Dafür ist bereits ein Plan erstellt. Ggf. könnte auf den Bürobereich noch ein weiteres Stockwerk gebaut werden.

-> Als dringend benötigtes Element der Therapie möchte das Heim möglichst zeitnah einen „sensory room“ (Sinnesraum/Wahrnehmungsraum) einrichten, wo die Kinder sich aufhalten können, um ihre negativen Emotionen zu verarbeiten. Der Raum soll als kinderfreundlicher Raum mit Wandmalerei, geeinigtem Mobiliar und Spielzeug ausgestattet werden sowie verschiedenes Material enthalten, das die Sinne fördert – zum Beispiel Musikinstrumente, Hüpfbälle, elastische Bänder, Hoola Hoop Reifen, Lego, Glöckchen, Miniaturen u.ä. Dafür wird daran gearbeitet, dass das Büro in ein angrenzendes Gebäude umzieht, sodass der derzeitige Büroraum als sensory room umgestaltet werden kann.

-> Da das Fahrzeug des Heims sehr alt ist und sehr häufig repariert werden muss, sollte es möglichst ersetzt werden. Das Fahrzeug wird u.a. benötigt, um Kinder zur Klinik und zu Gerichtsverhandlungen zu fahren.

In Zahlen

Sensory room – 20.000 EUR

Fahrzeug – 16.500 EUR

Gesamtkosten pro Kind pro Monat – ca. 350 EUR

Das „Heim der Zuflucht“ hat begonnen, lokale Partnerschaften mit Kirchen und Unternehmen (als Teil ihres „Social Responsibility Programme“) auf den Philippinen aufzubauen, um langfristig die Kosten vor Ort decken zu können; das trägt auch dazu bei, das Bewusstsein für die Gefahren von OSAEC zu verstärken. Etwas Einkommen wird auch generiert durch Schmuck, den die Mitarbeiter herstellen und verkaufen, sowie Bastelarbeiten der Kinder. Derzeit ist das Heim allerdings noch stark auf Unterstützung von außerhalb angewiesen.

Für das „Jahresprojekt 2022“ standen bis Ende April knapp 9000 EUR zur Verfügung; derzeit wird geprüft, wie Helping Hands sich am sinnvollsten im „Heim der Zuflucht“ engagieren kann.

Wenn Sie das „Heim der Zuflucht“ darin unterstützen möchten, noch mehr Kindern eine Zuflucht zu bieten, dann wählen Sie bitte bei der Online-Spende das Projekt „Heim der Zuflucht (Philippinen)“.

 

Hinweis: Bisher hatten wir über dieses Projekt als „Schechem-Home“ berichtet; „Heim der Zuflucht“ gibt die Bedeutung des Namens in etwa in Deutsch wieder.