Schulartikel machen Schule möglich!

Schüler im Libanon sind begeistert über „Schulpäckchen“ von Helping Hands

„Die Kinder konnten es erst gar nicht glauben! Als sie im September wieder in die Schule kamen und jedes Kind ein Schulpäckchen als Willkommensgeschenk vorfand, meinten viele: ‚Aber wir haben das doch gar nicht bezahlt.‘ Sie waren total überrascht, als wir ihnen sagten, dass es ein Geschenk ist!“

An der NES-Schule in Beirut, Libanon, kommen die meisten Schüler aus Familien, die sich kaum das nötigste Schulmaterial leisten können. Die Päckchen zu Schulanfang waren eine große Erleichterung für sie. „Die Kinder nutzen dieses Schulmaterial wirklich voll aus“, berichtet Josette M., Student Life Dean an der NES. „Die älteren Kinder waren vor allem über das Geodreieck begeistert – das brauchen sie dringend für den Unterricht, aber es ist für die meisten Schüler viel zu teuer. Das Geodreieck war echt der Hit!“

Seit Jahren befindet sich der Libanon in einer Wirtschaftskrise; Alltägliches ist unerschwinglich teuer geworden. Die NES-Schule bemüht sich, so vielen Kindern wie möglich einen Schulplatz zu geben und sich um die Bedürfnisse der einkommensschwächsten Familien zu kümmern. „Besonders für Familien, die zwei oder mehr Schulkinder haben, ist es sehr schwer, das nötige Schulmaterial zu kaufen“, erklärt Marlene M., Schulleiterin der NES. „Die Unterstützung von euch hat wirklich einen riesigen Unterschied gemacht!“

Und damit werden nicht nur dringende Bedürfnisse erfüllt, sondern den Kindern auch ebenbürtige Wertschätzung vermittelt. „Was mich besonders bewegt hat, ist, dass mit diesem Geschenk alle Kinder gleich und gerecht behandelt wurden“, betont Josette. „Das Leben ist selten fair, viele dieser Schüler werden ständig benachteiligt – aber in diesem Moment, als die Kinder ihre Schulpäckchen bekamen, da waren sie alle gleich.“

In der regulären NES-Schule erzeugten die Päckchen und zusätzliches Schulmaterial große Freude und Begeisterung. Im STEP-Nachmittagsprogramm für Flüchtlingsfamilien bewirkten sie jedoch noch viel mehr:

„Ohne diese Schulpäckchen hätten wir das STEP-Programm dieses Jahr überhaupt nicht durchführen können“, bekräftigt Sophia N., Education Coordinator für STEP. „Die Kinder haben ja nicht mal Schultaschen! Sie kommen mit nichts – das Schulmaterial in den Päckchen hat den Unterricht für sie erst möglich gemacht.“

Das STEP-Programm wurde vor Jahren eingerichtet, um solchen geflüchteten Kindern eine Bildung zu ermöglichen, die aufgrund fehlender Papiere oder anderer Herausforderungen nicht in regulären Schulen aufgenommen werden können. Inzwischen hat sich das Programm so positiv entwickelt, dass es für die Schüler tatsächlich der notwendige „Schritt“ in eine erfolgreiche Zukunft sein kann. Aber ihre Familien können sich kaum die nötigsten Lebensmittel leisten – Schulmaterial und Schulkleidung sind für sie unbezahlbar. „Wir versuchen als Schule, die Kinder hier und da mit dem Nötigsten auszustatten“, erklärt Marlene. „Aber es ist nicht einfach; unsere Ressourcen sind doch sehr begrenzt. Eure Schulpäckchen haben den entscheidenden Unterschied gemacht!“

 

Um die 515 NES- und STEP-Schüler für dieses Schuljahr mit dem nötigen Material zu versorgen, haben wir sämtliches bisher gespendetes Schulmaterial in den Libanon transportiert – ein riesiges Dankeschön an alle, die sich daran beteiligt haben! Für nächstes Schuljahr möchten wir mindestens die STEP-Schüler (derzeit ca. 160) mit dem Nötigsten ausstatten. Dafür brauchen wir eure Hilfe! Jede Unterstützung schenkt einem geflüchteten Kind die Chance auf Bildung: selbstgepackte Schulpäckchen (siehe Packliste), weitere Sachspenden für Schulmaterial (siehe Liste unten) oder Spenden, um Schulbedarf vor Ort zu kaufen (bitte im Online-Formular „Schulpäckchen“ auswählen oder mit diesem Verwendungszweck überweisen). Wir freuen uns auch über Spenden für den Transport in den Libanon!

 

Zusätzlich zu „normalen“ Schulpäckchen freuen die NES- und STEP-Schüler sich besonders über folgende Schulartikel:

Buntstifte (Kindergarten, Grundschule)
Zirkel (Klasse 6-9), möglichst in Box zum sicheren Aufbewahren
Tipp-Ex oder ähnliches (Klasse 7-9)
Mäppchen/Etui für Stifte
weitere Hefte (A4 und A5), kariert oder liniert

Video zum paXan Einsatz in Südafrika 2025

Als paXan-Team haben wir für das Bonani Kinderzentrum im Ostkap Südafrikas einen Zaun gebaut: ein Zaun, der den Kindern Schutz bieten soll, der dem Kinderzentrum ein klar abgegrenztes Gelände gibt und die Eigentumsverhältnisse klärt und der die ständig durchstapfenden Schaf-, Ziegen- und Rinderherden zum Umweg ums Grundstück zwingen wird.

Hier erfährst du noch ein bisschen mehr über den Einsatz.

Und hier noch mehr über das Bonani Kinderzentrum.

Du wärst nächstes Jahr gerne dabei? Dann bleib hier auf dem Laufenden.

paXan 2025 Südafrika: Komm und sieh!

paXan-Team engagiert sich im Bonani-Kinderzentrum in Südafrika

Vor uns liegt ein steiniger Hang, bedeckt mit braunem Lehm und stachligen Grasbüscheln. Große und kleinere Felsbrocken türmen sich an den Seiten, eine staubige Straße führt den Hügel hinauf. Im Hintergrund kleine Hütten und feurig-rot-blühende Bäume; die schroffen Felsen dahinter hat der morgendliche Nebel völlig verschluckt. Links und rechts und hinter uns gelbgraue Anhöhen, gesprenkelt mit losen Siedlungen und hier und da ein Busch oder Baum, bis zum Horizont – die endlose afrikanische Weite. Und mittendrin, fast ein bisschen schüchtern, eine kleine, strahlend weiße Hütte mit blauem Dach: der erste Klassenraum des Bonani Kinderzentrums in Südafrika.

Es ist der erste Morgen unseres paXan-Einsatzes in Kalinyanga, einem kleinen Dorf im ländlichen Ostkap Südafrikas. Etwas fröstelnd stehen wir auf dem scheinbar fast leeren Hang und blicken uns um an diesem Ort, für den wir fast den ganzen Globus von Nord nach Süd umflogen haben. Aber für uns ist dieser Ort nicht leer, und auch der wabernde Nebel kann unseren Tatendrang nicht drosseln: Voll Potential ist dieser Ort, voll Zukunft und Zuversicht, angefüllt mit Kinderlachen und Träumen, die der Alltag nicht erdrücken kann.

Und wieder einmal dürfen wir als paXan-Team ein Teil davon sein, diesen Träumen noch mehr Form zu geben. Zugegeben: Unser Beitrag ist, verglichen mit der unendlichen Hingabe unserer Freunde vor Ort, eher klein. Nüchtern betrachtet bauen wir „nur“ einen Zaun: ein Zaun, der den Kindern Schutz bieten soll, der dem Kinderzentrum ein klar abgegrenztes Gelände gibt und die Eigentumsverhältnisse klärt, der die ständig durchstapfenden Schaf-, Ziegen- und Rinderherden zum Umweg ums Grundstück zwingen wird. Aber wie beim sprichwörtlichen Steinmetz, der nicht nur Steine behaut oder Säulen formt, sondern eine Kathedrale baut, ist es eben nicht nur ein Zaun, den wir errichten. Es ist Zukunft, an der wir mitbauen; Zukunft, die greifbar wird, Zuflucht, die einen Namen hat, ein Zuhause für Kinder, deren Daheim kaum diesen Namen verdient.

Jeden Tag sind sie hier, diese Kinder, die Zuhause suchen, die Zuneigung brauchen, die Zeit schenken und fordern, weil sie ihnen zusteht. Denn Bonani ist natürlich nicht nur ein Ort; Bonani, das sind Menschen, große und kleine, die Liebe brauchen und Liebe großzügig verschenken. Bonani, das sind Lunathi und Mama Ayanda, die ihr Leben in die Kinder ihres Heimatdorfes investieren. Bonani, das sind Milisa und Nelisa und Imo und die vielen anderen Kinder, die seit 2022 in diesem Kinderzentrum eine Heimat finden.

Immer wieder sind sie da, die Kinder von Bonani, während unter den fleißigen Händen unseres 11er-Teams – zehn Teilnehmer aus ganz Deutschland plus Lunathi, Gründer und Leiter des Kinderzentrums – der Zaun wächst: Erst werden einen Tag lang Steine geschleppt und ein Weg begonnen, dann mit viel Ausdauer, Schweiß (der Winter im Ostkap ist dann doch eher sommerlich) und unerschütterlicher Motivation dreiundvierzig einen-Spaten-breite-und-fünfundvierzig-Zentimeter-tiefe Löcher in den lehmigen, felsigen Boden gegraben und gehämmert. Danach geht es ans Beton anrühren – den Sand dafür holt man sich am Fluss – und kurz nach Sonnenuntergang am vierten Abend stehen 43 Pfeiler fest betoniert in der Erde. Am Freitag, während der Beton trocknet, entspannt man sich bei Gartenarbeit im Gewächshaus und beim Wegebau, und dann wird der Zaun zur Realität: 300 Meter oben und unten gespannter Strang und 150 Meter Maschendraht, meisterlich gestrafft von der gesammelten Muskelkraft des paXan-Teams und in unermüdlicher Kleinarbeit flächendeckend befestigt. Die einzigen, die beim großen Finale am Dienstagmittag nicht jubeln, sind die Schafherden, die verwirrt blökend vor der plötzlich aufgetauchten Schranke stehn.

Und auch die Kinder jubeln. Dabei haben sie eigentlich gar nicht viel zu lachen in ihrem jungen Leben – die meisten sind mangelernährt, viele unerwünscht, ungeliebt von denen, die ihnen eigentlich Familie sind. Doch das hält sie nicht davon ab, ihrer Dankbarkeit und Lebensfreude Ausdruck zu verleihen: beim leckeren Mittagessen, das Mama Ayandas Hände für sie zubereitet hat, beim ausgelassenen Spielen mit den Teammitgliedern, die gerade keine Löcher bohren, beim fleißigen Helfen auf der Baustelle, bei fröhlicher Kommunikation über Sprachbarrieren hinweg, bei jeder festen Umarmung und jedem Liebesbeweis, nach denen die Kinder sich sehnen wie nach Sonnenlicht und sie selbst so großzügig weitergeben.

„Komm und sieh“, das ist die Bedeutung des Xhosa-Wortes „Bonani“. Ein Ort, an den die Kinder von Kalinyanga kommen dürfen und dort wirklich gesehen werden. Ein Fleckchen Erde, an den wir von weither gekommen sind, um dort zu sehen, was nur mit dem Herzen sichtbar ist: nicht einen leeren Hang, jetzt fachgerecht umzäunt, sondern Zukunft, die viele Namen hat.

Das paXan-Team 2025 Südafrika

paXan Unlimited 2025 Ruanda

paXan Unlimited 2025 – Einsatz in Nyagatare, Ruanda

Christoph Nick berichtet:

Nach den durchweg positiven Erfahrungen im vergangenen Jahr ging paXan Unlimited (für Erwachsene aller Altersgruppen) 2025 in die zweite Runde. Das diesjährige paXan-Unlimited-Team bestand aus acht Teilnehmenden und reiste nach Nyagatare im Norden Ruandas. Ruanda – ein Binnenstaat in Ost- bzw. Zentralafrika – ist vielen vor allem wegen seiner tragischen Geschichte bekannt: dem Genozid von 1994. Auch wenn die Menschen heute nicht mehr als Hutu oder Tutsi, sondern als Ruander zusammenleben wollen, sind die Nachwirkungen bis heute spürbar. Viele Waisen, Verletzte und Rückkehrer kämpfen weiterhin mit den Folgen dieser dunklen Vergangenheit.

Unser konkreter Auftrag vor Ort war der Bau eines Toilettenhauses für eine lokale Schule. Bisher gab es dort lediglich je eine Toilette für Mädchen und Jungen – angesichts der gestiegenen Schülerzahlen war das völlig unzureichend. Die Regierung Ruandas achtet sehr streng auf Hygiene- und Baustandards an Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden, sodass sogar die Schließung der Schule drohte.

Finanziell ermöglicht wurde das Projekt durch zwei Joggathons – Spendenläufe in Berlin und Gelnhausen –, deren Erlöse es erlaubten, das benötigte Baumaterial zu kaufen und die lokalen Bauarbeiter zu bezahlen.

Am 18. August traf sich unser Team schließlich in Nyagatare. Nach einer kurzen Einführung durch unseren lokalen Kontakt fuhren wir direkt zur Schule. Dort waren bereits erste Vorarbeiten erfolgt – unter anderem das Ausheben der Sickergrube und das Gießen des Fundaments. In den folgenden Tagen arbeiteten wir unter Anleitung unseres Bauleiters Luke und seines Teams – stets freundlich, geduldig und mit viel Humor. Niemand von uns hatte je zuvor mit Matsch und Lehmziegeln gebaut, doch Stück für Stück wuchsen die Mauern. Wir errichteten den Dachstuhl, befestigten Wellblech, verputzten, pflasterten und strichen. Als unsere Einsatzzeit nach gut einer Woche endete, waren die wesentlichen Arbeiten abgeschlossen. Unsere lokalen Partner übernahmen den letzten Feinschliff – pünktlich zum Schulstart Anfang September konnte das neue Toilettenhaus in Betrieb genommen werden.

Wo eine Schule ist, sind natürlich Kinder auch nicht weit – und so wurde eine weitere schöne Aufgabe für unser Team ein tägliches zweistündiges Kinderprogramm. Was zunächst mit etwa 60 Kindern begann, wuchs schnell an: Am letzten Tag hatten wir gefühlt das ganze Dorf bei uns – rund 140 Kinder kamen, um zu singen, zu spielen, Geschichten zu hören und zu basteln.

Die Zeit in Nyagatare verging wie im Flug. Der Abschied fiel schwer, und doch waren unsere Köpfe und Herzen voller Eindrücke, die erst einmal verarbeitet werden mussten.

Eine Frage, die uns alle bewegte: Wie kann Entwicklungszusammenarbeit nachhaltig gelingen, wenn die Not scheinbar überall ist und die Ressourcen begrenzt sind? Diese Reise hat uns gezeigt, dass echter Reichtum nicht nur in Geld oder Besitz liegt. Wir haben eine Dorfgemeinschaft erlebt, die geprägt ist von Zusammenhalt, gegenseitiger Fürsorge und echter Offenheit. Kinder kümmern sich liebevoll umeinander, Haustüren stehen offen für Besucher, und es ist selbstverständlich, dass sich das Dorf um Witwen und Bedürftige kümmert.

Auch wenn hier nur ein kleiner Einblick möglich ist – paXan Unlimited 2025 war für alle Beteiligten eine prägende, erfüllende und bewegende Erfahrung.

Christoph Nick für das paXan Unlimited Team 2025

Rückblick auf Berliner Joggathon-Projekte in Uganda und Ruanda

Seit etwa 10 Jahren unterstützt der Berliner Joggathon, organisiert von lokalen Gemeinden der Kirche des Nazareners in Berlin und Umgebung, die Projekte der beiden paXan-Teams. Auch während der Corona-Pandemie wurden solche Projekte gefördert; jedoch konnten in den Jahren 2020 beide und 2021 ein Team nicht persönlich bei der Projektumsetzung dabei sein. Die Projekte wurden stattdessen von den Partnern vor Ort umgesetzt: 2020 eine Bananenplantage in Ruanda, und 2021 Wasserversorgung für eine Schule in Uganda.

Im August 2025 hatte Vereinsmitglied Christoph Nick die Gelegenheit, die beiden Projekte zu besuchen. Er berichtet:

Im Jahr 2021 wurde die Kahooma School in der Nähe von Mbarara, Uganda, unterstützt. Unser Partner „Nazarene Compassionate Ministries (NCM)“ betreibt insgesamt drei Schulen im Bezirk Mbarara. Dort werden etwa 1100 Schülerinnen und Schüler von rund 30 Lehrkräften unterrichtet. In Uganda gibt es keinen klassischen Kindergarten, sondern drei Vorschulklassen: „Baby Class“, „Middle Class“ und „Top Class“. Erst danach beginnt die Grundschule mit „Primary 1“ und diese Vorschule gehört ebenso zum genannten Schulsystem.

Die Kahooma School liegt etwa eine Autostunde außerhalb von Mbarara. Mit zunehmender Entfernung von der Stadt werden die Lebensumstände einfacher, aber auch beschwerlicher. Massive Häuser verschwinden, während Lehmhütten mit Wellblechdächern häufiger werden. In kleinsten Hütten mit nur ein oder zwei Räumen leben oft Familien mit bis zu zehn Kindern. Meist gibt es neben dem Wohnhaus nur ein Plumpsklo sowie eine überdachte Feuerstelle, an der die oft einzige Mahlzeit des Tages zubereitet wird.

Eine zentrale Wasserversorgung existiert nicht. Wasser muss entweder aus Brunnen oder aus Wasserlöchern geholt werden – verbunden mit erheblichen hygienischen und gesundheitlichen Risiken. Genau hier setzte das damalige Projekt an: Mit den gesammelten Mitteln wurde ein 40.000-Liter-Regenwassertank samt Pumpe installiert. Dies kam nicht nur der Schule, sondern auch dem gesamten Dorf zugute. Zunächst wurde das gesammelte Wasser an Familien verteilt, wodurch die Hoffnung auf sauberes Trinkwasser aufkeimte. Zusätzlich erhielten Schüler und Eltern Schulungen im Umgang mit Wasser und Hygiene und wurden ermutigt, selbst Wasser zu sammeln. Kinder lernen, Verantwortung für ihren eigenen Körper zu übernehmen – dazu gehört Körperpflege ebenso wie die Zubereitung von Essen, der Anbau von Obst und Gemüse oder die Herstellung eigener Seife.

Heute verfügen einige Häuser im Dorf über kleinere Regenwassertanks. Die Schule unterstützt weiterhin Familien, die sich keinen eigenen Tank leisten können oder deren Vorräte nicht ausreichen. Damit ist die Kahooma School zu einer wichtigen Anlaufstelle für die gesamte Dorfgemeinschaft geworden. Sie bietet nicht nur Hoffnung, sondern auch praktische Hilfe – unabhängig von Herkunft, Ethnie oder Religion. Grundsätzlich können alle Kinder die Schule besuchen; ärmere Familien erhalten Unterstützung durch reduzierte Schulgebühren. Darüber hinaus bekommen alle Kinder morgens ein Frühstück aus Haferbrei, da Lernen mit gefülltem Magen deutlich leichter fällt.

Neben diesem Projekt wurde im Jahr 2020 auch ein Projekt in Ruanda unterstützt. Dort konnte mit den gesammelten Mitteln eine Bananenplantage gegründet werden. Gestartet wurde mit 84 Bananenpflanzen, heute sind es deutlich mehr, auch wenn keine genaue Zahl vorliegt. Die Plantage liegt in unmittelbarer Nähe einer Schule im Bezirk Nyagatare. Dort lernen Kinder und ihre Eltern den Umgang mit Nutzpflanzen – allen voran der Banane, die in Ostafrika nicht nur ein gesunder Snack, sondern ein Grundnahrungsmittel ist.

Darüber hinaus vermittelt das Projekt grundlegende finanzielle und organisatorische Fähigkeiten. Die Dorfgemeinschaft trägt gemeinsam Verantwortung für die Pflege der Plantage. Der Gewinn aus dem Verkauf der Bananen wird gemeinschaftlich verwaltet und vor allem zur Gesundheitsversorgung Bedürftiger eingesetzt.

Mittlerweile hat dieses Projekt Nachahmer gefunden: In Ruanda existieren heute bereits drei solcher Plantagen.

Christoph Nick

Eine Aula für die Ashrafieh-Schule in Amman

Schule in Jordanien ist dankbar für neuen Raum zur Charakterförderung

„Wir möchten eine Schule sein, die eine verantwortungsbewusste Generation ausbildet – Kinder bzw. Erwachsene, die Verantwortung übernehmen für sich selbst, aber auch für ihr Umfeld. Eine Generation, die das Gelernte weitergibt an andere, und die den Herausforderungen des Lebens gewachsen ist. Wir möchten ein gutes Lernumfeld schaffen für die Kinder, wir möchten Charakter stärken, wir möchten wie eine Familie sein, deren Mitglieder sich gegenseitig unterstützen und das Leben miteinander teilen.“ (Rektorin)

Die Schule in Amman, Jordanien, befindet sich in Ashrafieh, einem der sozialschwächsten Gebiete der Stadt. Vor 70 Jahren wurde die Schule für armenische Flüchtlinge gegründet; heute lernen dort syrische, irakische, ägyptische und jemenitische Kinder gemeinsam mit jordanischen Schülern. Das ist in Jordanien nicht selbstverständlich, da in staatlichen Schulen Flüchtlings- bzw. Migrantenkinder stark abgegrenzt werden und nicht mit einheimischen Kindern lernen dürfen. Doch in der Schule in Ashrafieh lernen diese Kinder gemeinsam wie in einer Familie.

„Rashidi* war früher an einer öffentlichen Schule. Dort hat er sehr gelitten und ist ständig gemobbt worden. Als er zu uns kam, war ihm zuerst gar nicht bewusst, dass er jetzt an einem sicheren Ort ist. Unsere Lehrer kümmerten sich sehr um ihn und ermutigten ihn, sodass er im Unterricht gut aufholte und auch erkennen konnte: Hier bin ich zuhause, hier bin ich angenommen. Das hat sein Verhalten sehr positiv verändert.“

Selbst muslimische Familien senden ihre Kinder am liebsten hierher, weil sie in dieser Schule ein sicheres und respektvolles Umfeld erfahren. Für die meisten ist das Schulgeld eine große Herausforderung, denn als Tagelöhner oder Bauarbeiter reicht ihr Einkommen nur gerade für Miete, Nebenkosten und Lebensmittel; deshalb werden die Schulgebühren möglichst niedrig gehalten. Davon lassen sich gerade so die Lehrergehälter bezahlen; für dringende Renovierungen oder notwendige Umbauten müssen andere Gelder generiert werden.

Dank der großzügigen Unterstützung des Berliner Joggathons konnte im vergangenen Sommer ein wichtiger Umbau an der Schule vorgenommen werden. Bisher stand in den alten Schulgebäuden kein Raum zur Verfügung, in dem sich mehr als 20 oder 30 Personen auf einmal versammeln oder größere Treffen stattfinden konnten. Um diesen Raum zu schaffen, wurde eine Dachterrasse gefestigt, ummauert, renoviert und so als Versammlungsraum bzw. Aula ausgebaut. Dort können nun 80 bis 100 Personen zusammenkommen.

Die Aula wurde im vergangenen Schuljahr schon eifrig genutzt: für wöchentliche Lehrertreffen, Workshops, Feierlichkeiten, Elternabende,  Wahlfächer und Schülerversammlungen.

„Die Aula spielt eine entscheidende Rolle dabei, die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler durch verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen zu fördern“, drückt die Rektorin ihre Dankbarkeit aus. „Ihre multifunktionale Nutzung hat die Beziehungen innerhalb der Schulgemeinschaft gestärkt und die Kommunikation zwischen Schülern, Eltern und Mitarbeitern verbessert.“

 

Helping Hands e.V. fördert die Ashrafieh-Schule in Amman seit vielen Jahren, vornehmlich durch Kinderpatenschaften. Das Aula-Projekt wurde ermöglicht durch Spenden aus dem Berliner Joggathon 2023 – ein herzliches Dankeschön an alle, die sich daran beteiligt haben!

Das „Last-Minute“ Geschenk, das Zukunft schafft: Mit einer Geschenkspende schenken Sie nachhaltige Veränderung!

Die Weihnachtszeit ist eine Zeit des Gebens, der Besinnlichkeit und der Freude – eine Gelegenheit, unsere Verbundenheit zu zeigen und Wertschätzung auf besondere Weise auszudrücken. Häufig machen wir das mit kleinen oder größeren Geschenken, die uns zwar kurz Freude bringen, dann aber in einer Schublade verstauben.

Wir laden Sie dieses Jahr dazu ein, den wahren Geist des Schenkens neu zu entdecken! Mit einer Geschenkspende schenken Sie doppelt Freude – Ihren Lieben und zugleich Menschen, die dringend Unterstützung brauchen. Statt schnell vergänglicher Präsente setzen Sie mit einer Geschenkspende auf nachhaltige Hilfe, die tatsächlich und langfristig positive Veränderung schafft.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Winterjacke für ein Schulkind in Nepal? In den Bergdörfern dort herrschen eisige Winter, doch Heizungen gibt es nirgends. Oder schenken Sie einer Familie in Süd-Madagaskar ein paar Hühner für eine Hühnerzucht, die ihnen hilft, sich selbst ein kleines Einkommen zu erwirtschaften.

Auf dieser Seite können Sie noch weitere sinnvolle Geschenkideen entdecken und die Geschenkspende direkt bestellen.

Zeigen Sie Freunden und Familie, dass Sie an sie denken und zugleich Verantwortung für eine gerechtere Welt übernehmen. Mit einer Geschenkspende schenken Sie Hoffnung, Chancen und Perspektiven – ein Geschenk, das weit über die Feiertage hinauswirkt.

Wertschätzung und Respekt für Senioren in Rumänien

Enge Zusammenarbeit mit Partner Veritas in Sighişoara gipfelt in Weihnachtsfeier

„Wir danken Ihnen von ganzem Herzen für alles, was Sie tun, und dafür, dass Sie uns gezeigt haben, dass Freundlichkeit und Solidarität das Leben verändern können… und dass Sie uns die Möglichkeit geben, in Würde und Hoffnung zu leben!“

Schon fast seit Gründungstagen ist das Sozialwerk Veritas in Sighişoara, Rumänien, unser zuverlässiger Partner gewesen. Unter anderem durften wir das Werk viele Jahre darin unterstützen, Hunderten von einsamen Senioren zum Weihnachtsfest eine Freude zu bereiten und Wertschätzung zu vermitteln.

In diesem Jahr gestaltete die Zusammenarbeit mit Veritas sich intensiver als in Vorjahren: Im September konnte ein paXan-Team daran mitwirken, das „Casa Împreună“ zu renovieren, in dem die Programme für Senioren und Menschen mit Behinderung stattfinden. Aus Spenden für das paXan-Projekt konnten außerdem noch einige dringend benötigte Einrichtungsgegenstände fürs Casa Împreună bezahlt werden: ein Warmwassersystem für Dusche und Waschbecken, vier lange Tische und 35 Stühle, ein Kühlschrank und ein Ofen für die Kochkurse sowie Feuersicherheit.

Aber auch Weihnachten sollte nicht vergessen werden! Aus „Weihnachtsfreude“-Spenden konnten wir den Veritas-Senioren eine gemütliche Weihnachtsfeier ermöglichen; am Ende erhielt jede Person ein Päckchen mit Öl, Maiskorn, Reis, Tomatensoße, Käse, einer Fleischkonserve, Kaffee, Lebkuchen und Zucker.

Hier sind einige Eindrücke der Senioren nach der Weihnachtsfeier:

„Ich möchte allen Mitarbeitern der Stiftung Veritas meinen Dank aussprechen, die sich mit so viel Liebe und Sorgfalt um die Menschen kümmern, die das Zentrum besuchen. Durch Ihren unermüdlichen Einsatz schaffen Sie es, unser Leben zu verändern, indem Sie Licht und Trost bringen, wo Schmerz und Einsamkeit herrschen. Wir danken Ihnen für das Einfühlungsvermögen, die Professionalität und die Liebe, mit der Sie uns jeden Tag begrüßen. Die Stiftung Veritas ist mehr als ein Sozialwerk – sie ist ein Haus der Seele, in dem wir uns alle wertgeschätzt und respektiert fühlen.“ (Herr Pop)

„Dieser Ort hat mir in den letzten 15 Jahren geholfen, mit mehr Zuversicht durchs Leben zu gehen. In all diesen Jahren habe ich Menschen mit Seele getroffen, die einen lebendigen Eindruck in unserer Seele hinterlassen haben. Danke dafür!“ (Frau Tripa)

„Die Stiftung Veritas gab mir die Möglichkeit, wunderbare Menschen im Seniorenclub kennenzulernen, und die Großzügigkeit der Mitarbeiter der Stiftung Veritas veranlasste mich, mich an dem Freiwilligenprogramm für die Kinder des Zentrums zu beteiligen. Ich fühlte mich verpflichtet, im Gegenzug etwas von meinem Wissen und meiner Zeit zur Verfügung zu stellen. Ich danke Ihnen !!!!“ (Herr Ludusan)

„Jeder Nutznießer des Elderly Club hat sowohl den Mitarbeitern als auch den Sponsoren dieses Zentrums einen Gedanken des Lichts und der Liebe geschenkt. Heute habe ich die Aufregung und Freude gespürt, ein Teil dieses Festtages zu sein.“ (Jeni, Mitarbeiterin von Veritas)

Und Petra Popa, Leiterin von Veritas, fasst zusammen:

„Wenn ich diese Eindrücke lese, wird mir klar, wie wichtig wir bei der Erbringung unserer Dienstleistungen sind. Aber hinter diesen Diensten stehen wunderbare Menschen wie Sie, die auf das vertrauen, was wir tun, und sich dafür entscheiden, uns zu unterstützen. Für all Ihre Gaben, Ihr Engagement und Ihre anhaltende Unterstützung danke ich Ihnen und bin Ihnen dankbar, weil wir gemeinsam daran arbeiten, dass Gottes Reich unter uns spürbar wird.

Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr!!!!“

Dieses Weihnachtsgeschenk verändert Leben!

Wir bieten nachhaltige Alternative zu „Weihnachtspäckchen“

Fast ein Vierteljahrhundert lang haben wir jährlich zu Weihnachten nach Albanien, Bulgarien und Rumänien selbstgepackte „Weihnachtspäckchen“ mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versandt, die Tausenden von bedürftigen Kindern, Familien und Senioren eine Freude zu Weihnachten gemacht haben. Das waren (gerechnet ab 2010) insgesamt über 10.000 Weihnachts- und Schulpäckchen, die, gemeinsam mit anderen Gütern, mehr als 88 Tonnen Weihnachtsfreude verbreitet haben! Hunderte Einzelpersonen und Gruppen aus ganz Deutschland haben sich daran beteiligt.

Dieses „Weihnachtsgeschenk“ möchten wir, gemäß unseres Grundsatzes „wirkungsvoll helfen und nachhaltig verändern“, ab sofort noch nachhaltiger umsetzen. Und zwar mit einer „Geschenkspende“, die doppelt Freude schenkt – einer lieben Person hier in Deutschland, sowie Menschen andernorts, die dringend Unterstützung brauchen. Nachhaltige Hilfe statt vergänglicher Präsente – so kann der wahre Geist des Schenkens ganz neu entdeckt werden!

Angeboten wird zum Beispiel eine Geschenkspende, die einem Schulkind in Nepal eine Winterjacke spendet – dort wird es im Winter in den Bergdörfern bitterlich kalt. Oder ein paar Hühner für eine Familie in Süd-Madagaskar, die sich damit eine Hühnerzucht aufbauen und ausreichend ernähren können. Zu jeder Geschenkspende erhalten Spender eine personalisierte Karte, die sie ihren Freunden, Verwandten oder Kollegen zum Weihnachtsfest überreichen können.

Weitere Geschenkideen und alle nötigen Details gibt es hier.

Mit einer Geschenkspende schenken Sie Hoffnung, Chancen und Perspektiven – eine Geste, die weit über die Feiertage hinaus Bedeutung hat!

 

Und in diesem Kurzvideo erfahren Sie, warum wir keine Weihnachtspäckchen mehr verschicken.

paXan 2024 Rumänien: „Team Impreuna“

Am Ende wurde es dann noch ein Wettlauf mit dem Wetter – dabei hatte es so sommerlich begonnen: Bei strahlendem Sonnenschein und voll motiviert schuftete das paXan-Team Anfang September auf dem Grundstück unseres Partners in Sighişoara, Rumänien, dem Sozialwerk Veritas. Schon gleich bei Ankunft war sichtbar, dass das „Casa Impreuna“, in dem täglich etwa 40 bis 50 Klienten von Veritas an Programmen teilnehmen, dringend eine neue Außenfassade brauchte.

Also machten die fünf Teilnehmer des paXan-Teams sich sofort an die Arbeit: Die Wand wurde von Schmutz und losem Mauerwerk befreit, dann grundiert, alle Löcher geflickt und eine gleichmäßige Oberfläche erstellt, und schließlich mit grüner Farbe überstrichen. Der zweite Anstrich fand dann zwar immer noch voll motiviert statt, dafür aber etwas unter Zeitdruck, damit die Farbe vor dem angekündigten Regen am letzten Einsatztag noch trocknen konnte.

Nebenher wurde ein zweites Projekt in Angriff genommen und noch rechtzeitig fertiggestellt: Das marode Geländer einer Dachterrasse musste ausgetauscht werden. Ganze 153 Latten wurden in liebevoller Schleif-, Schneid- und Schmirgelarbeit hergestellt und doppelt lackiert; auch die Metallverstrebungen erhielten einen neuen Anstrich. Die Terrasse bildet nun einen sicheren Ort, an dem Programme für Kinder und Jugendliche durchgeführt werden können.

Zum Schluss blieb dann auch noch Zeit für Gemeinschaft mit den Klienten von Veritas: Beim gemeinsamen Murmelbahn-Bauen im „Casa Impreuna“ hatten die Senioren und Menschen mit Behinderung besonders viel Spaß.

„Impreuna“, das heißt: „gemeinsam“. Gemeinsam verbringen die Klienten von Veritas hier ihre Tage – anstatt alleine daheim und in Isolation, wie so viele andere ältere und beeinträchtige Menschen hier.

„Gemeinsam“, das beschreibt auch das tolle Team von Veritas, die sich seit vielen Jahren mit beeindruckender Hingabe um bedürftige Kinder und Jugendliche, Senioren und Menschen mit Behinderung in Sighişoara und Umgebung kümmern.

Und „gemeinsam“, das ist eben auch, was ein paXan-Team ausmacht: gemeinsam anpacken, gemeinsam lernen, ein nachhaltiges Projekt umsetzen, Wertschätzung schenken. Und das ist es wohl, was von diesem paXan-Einsatz am längsten bleiben wird: nicht die Erinnerung an den Wetter-Wettlauf, sondern die tolle Gemeinschaft, im Team aber vor allem auch mit den Menschen vor Ort, all die faszinierenden Einblicke in die rumänische Kultur und Geschichte, und das Wissen, eine Woche lang „Schalom“ gelebt zu haben.