paXan 2024 Rumänien: „Team Impreuna“

Am Ende wurde es dann noch ein Wettlauf mit dem Wetter – dabei hatte es so sommerlich begonnen: Bei strahlendem Sonnenschein und voll motiviert schuftete das paXan-Team Anfang September auf dem Grundstück unseres Partners in Sighişoara, Rumänien, dem Sozialwerk Veritas. Schon gleich bei Ankunft war sichtbar, dass das „Casa Impreuna“, in dem täglich etwa 40 bis 50 Klienten von Veritas an Programmen teilnehmen, dringend eine neue Außenfassade brauchte.

Also machten die fünf Teilnehmer des paXan-Teams sich sofort an die Arbeit: Die Wand wurde von Schmutz und losem Mauerwerk befreit, dann grundiert, alle Löcher geflickt und eine gleichmäßige Oberfläche erstellt, und schließlich mit grüner Farbe überstrichen. Der zweite Anstrich fand dann zwar immer noch voll motiviert statt, dafür aber etwas unter Zeitdruck, damit die Farbe vor dem angekündigten Regen am letzten Einsatztag noch trocknen konnte.

Nebenher wurde ein zweites Projekt in Angriff genommen und noch rechtzeitig fertiggestellt: Das marode Geländer einer Dachterrasse musste ausgetauscht werden. Ganze 153 Latten wurden in liebevoller Schleif-, Schneid- und Schmirgelarbeit hergestellt und doppelt lackiert; auch die Metallverstrebungen erhielten einen neuen Anstrich. Die Terrasse bildet nun einen sicheren Ort, an dem Programme für Kinder und Jugendliche durchgeführt werden können.

Zum Schluss blieb dann auch noch Zeit für Gemeinschaft mit den Klienten von Veritas: Beim gemeinsamen Murmelbahn-Bauen im „Casa Impreuna“ hatten die Senioren und Menschen mit Behinderung besonders viel Spaß.

„Impreuna“, das heißt: „gemeinsam“. Gemeinsam verbringen die Klienten von Veritas hier ihre Tage – anstatt alleine daheim und in Isolation, wie so viele andere ältere und beeinträchtige Menschen hier.

„Gemeinsam“, das beschreibt auch das tolle Team von Veritas, die sich seit vielen Jahren mit beeindruckender Hingabe um bedürftige Kinder und Jugendliche, Senioren und Menschen mit Behinderung in Sighişoara und Umgebung kümmern.

Und „gemeinsam“, das ist eben auch, was ein paXan-Team ausmacht: gemeinsam anpacken, gemeinsam lernen, ein nachhaltiges Projekt umsetzen, Wertschätzung schenken. Und das ist es wohl, was von diesem paXan-Einsatz am längsten bleiben wird: nicht die Erinnerung an den Wetter-Wettlauf, sondern die tolle Gemeinschaft, im Team aber vor allem auch mit den Menschen vor Ort, all die faszinierenden Einblicke in die rumänische Kultur und Geschichte, und das Wissen, eine Woche lang „Schalom“ gelebt zu haben.

Neue Zusammenarbeit mit dem Bonani Hope Center in Südafrika

Seit knapp 10 Jahren hat Lunathi eine Vision. Er möchte, dass Kinder in seinem Heimatdorf Khalinyanga – einem kleinen, ärmlichen Dorf im ländlichen Ostkap Südafrikas – besser aufwachsen können als er. Besser heißt in seinem Fall ohne Hunger, Missbrauchserfahrungen und frühen Kontakt zu Drogen. Aber dafür mit richtiger Schulbildung, ausgewogener Ernährung und einem Ort, an dem man einfach Kind sein kann.

Nach einem langen Prozess der Ausbildung und des Planens, Netzwerkens und Träumens ist er heute Mitgründer des Bonani Drop in Center. Einem integrativen Kinderzentrum, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, solch ein sicherer Hafen für die Kinder aus der Gegend zu sein. Momentan bekommen dort knapp 100 Kinder eine Mahlzeit, werden beim Lernen unterstütz und mit den nötigen Schulmaterialen ausgestattet. Medizinische Versorgung und Tanz- und Sportangebote tragen zu einer ganzheitlichen Förderung der Kinder bei. In all dem legt das Team von Bonani großen Wert auf die Stärkung der Familien, sodass die Eltern dazu bevollmächtigt werden, sich selbst um ihre Kinder kümmern zu können. Der tägliche Zulauf an neuen Kindern, die von immer weiter weg zu Bonani kommen, zeigt den großen Bedarf für nachhaltige Veränderung in der Region.

Wir sind dankbar ab sofort an Lunathis Vision mitwirken zu dürfen. Gemeinsam arbeiten wir daran, die Lebensrealität der Kinder wirkungsvoll zum Besseren zu verändern. Dafür soll in Zukunft vor allem noch die Arbeit mit den Familien weiter gestärkt werden. Ganz praktisch spiegelt sich dass in Seelsorge, Beratung und Erziehungsprogrammen sowie Schulungen zu Finanzmanagement und dem Aufbau kleiner Geschäfte wider.

Wir freuen uns über die gemeinsame Zusammenarbeit mit Lunathi und seinem Team und sind gespannt, was die Zukunft für Khalinyanga bereithält.