paXan 2025 reist nach Südafrika

GESUCHT: Alle 18- bis 30-Jährigen, die sich an einem tollen Projekt beteiligen und dafür in die südliche Hemisphäre reisen möchten!

Der diesjährige paXan-Einsatz für junge Erwachsene wird wieder geleitet von David Hedert & Dorli Gschwandtner und ist für die ersten zwei Septemberwochen geplant. Kosten vor Ort: 225 Euro, plus Flugkosten.

Als Projekt werden wir uns in unserem allerneuesten integrativen Kinderzentrum „Bonani“ im ländlichen Ostkap Südafrikas engagieren:

Südafrika, das heißt für viele: Urlaub, Sonne, Safari … Für die meisten Kinder im Dorf Khalinyanga bei Engcobo hieß es bisher: Hunger, Armut, Missbrauch, früher Kontakt mit Drogen, kaum Chancen auf eine Zukunft. Aber das ändert sich jetzt! Seit unser Partner dort das Kinderzentrum „Bonani“ gegründet hat, haben die Kids einen Zufluchtsort, wo sie wirklich wertgeschätzt werden und alles lernen, was sie für eine erfolgreiche Zukunft brauchen. An diesem tollen Projekt wollen wir mitwirken!  Als handwerkliches Projekt stehen (je nach Zeit und Teamgröße) ein neuer Klassenraum, ein Küchengebäude und ggf. ein Spielplatz an. Außerdem wollen wir auch die Kinder und ihre Familien kennenlernen und mit den Jugendlichen Zeit verbringen.

Es gibt viel zu tun und viele tolle Menschen kennenzulernen – dafür brauchen wir dich!!!

Alle nötigen Infos gibt es auf der paXan-Seite. Anmeldeformular über paXan@helpinghandsev.org.

Optional: 3 Tage Team-Urlaub in Kapstadt (im Datum inbegriffen; in Kosten nicht inbegriffen)

Unser Jahresprojekt 2025

In der „Oase des Friedens“ – gemeinsam wachsen und Heilung erleben (Libanon)

Seit fünf Jahren jagt im Libanon eine Krise die andere – Revolution, Zusammenbruch der Wirtschaft, Pandemie, verheerende Hafenexplosion, Erdbeben … und nun noch der Krieg. Durch all diese Krisen hindurch ist die NES-Schule in Beirut eine „Oase des Friedens“ geblieben und bietet Hunderten von Kindern einen Zufluchtsort, die sonst gar keine Schulbildung bekämen. Doch die Krisen hinterlassen auch tiefe Wunden und verzögern oder verhindern die gesunde Entwicklung der Kinder.

Deshalb hat das NES-Team ein umfassendes Therapie-Programm erarbeitet, das für die Kinder Sprachförderung, Trauma-Beratung und Prävention anbietet und zusätzlich Eltern und Lehrer in umfassenden Schulungen dazu ausrüstet, die Kinder auf dem Weg der Erneuerung zu begleiten. Ziel ist, dass die Kinder und ihre Familien durch die Krisen gemeinsam wachsen und Heilung erleben und so die Resilienz entwickeln, künftigen Herausforderungen mit Zuversicht zu begegnen und gestärkt daraus hervorzugehen.

Für das Jahresprojekt 2025 streben wir einen Betrag von mindestens 50.000 Euro an.

Weitere Informationen und regelmäßige Updates gibt es auf der Seite zum Jahresprojekt.

Das „Last-Minute“ Geschenk, das Zukunft schafft: Mit einer Geschenkspende schenken Sie nachhaltige Veränderung!

Die Weihnachtszeit ist eine Zeit des Gebens, der Besinnlichkeit und der Freude – eine Gelegenheit, unsere Verbundenheit zu zeigen und Wertschätzung auf besondere Weise auszudrücken. Häufig machen wir das mit kleinen oder größeren Geschenken, die uns zwar kurz Freude bringen, dann aber in einer Schublade verstauben.

Wir laden Sie dieses Jahr dazu ein, den wahren Geist des Schenkens neu zu entdecken! Mit einer Geschenkspende schenken Sie doppelt Freude – Ihren Lieben und zugleich Menschen, die dringend Unterstützung brauchen. Statt schnell vergänglicher Präsente setzen Sie mit einer Geschenkspende auf nachhaltige Hilfe, die tatsächlich und langfristig positive Veränderung schafft.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Winterjacke für ein Schulkind in Nepal? In den Bergdörfern dort herrschen eisige Winter, doch Heizungen gibt es nirgends. Oder schenken Sie einer Familie in Süd-Madagaskar ein paar Hühner für eine Hühnerzucht, die ihnen hilft, sich selbst ein kleines Einkommen zu erwirtschaften.

Auf dieser Seite können Sie noch weitere sinnvolle Geschenkideen entdecken und die Geschenkspende direkt bestellen.

Zeigen Sie Freunden und Familie, dass Sie an sie denken und zugleich Verantwortung für eine gerechtere Welt übernehmen. Mit einer Geschenkspende schenken Sie Hoffnung, Chancen und Perspektiven – ein Geschenk, das weit über die Feiertage hinauswirkt.

Wertschätzung und Respekt für Senioren in Rumänien

Enge Zusammenarbeit mit Partner Veritas in Sighişoara gipfelt in Weihnachtsfeier

„Wir danken Ihnen von ganzem Herzen für alles, was Sie tun, und dafür, dass Sie uns gezeigt haben, dass Freundlichkeit und Solidarität das Leben verändern können… und dass Sie uns die Möglichkeit geben, in Würde und Hoffnung zu leben!“

Schon fast seit Gründungstagen ist das Sozialwerk Veritas in Sighişoara, Rumänien, unser zuverlässiger Partner gewesen. Unter anderem durften wir das Werk viele Jahre darin unterstützen, Hunderten von einsamen Senioren zum Weihnachtsfest eine Freude zu bereiten und Wertschätzung zu vermitteln.

In diesem Jahr gestaltete die Zusammenarbeit mit Veritas sich intensiver als in Vorjahren: Im September konnte ein paXan-Team daran mitwirken, das „Casa Împreună“ zu renovieren, in dem die Programme für Senioren und Menschen mit Behinderung stattfinden. Aus Spenden für das paXan-Projekt konnten außerdem noch einige dringend benötigte Einrichtungsgegenstände fürs Casa Împreună bezahlt werden: ein Warmwassersystem für Dusche und Waschbecken, vier lange Tische und 35 Stühle, ein Kühlschrank und ein Ofen für die Kochkurse sowie Feuersicherheit.

Aber auch Weihnachten sollte nicht vergessen werden! Aus „Weihnachtsfreude“-Spenden konnten wir den Veritas-Senioren eine gemütliche Weihnachtsfeier ermöglichen; am Ende erhielt jede Person ein Päckchen mit Öl, Maiskorn, Reis, Tomatensoße, Käse, einer Fleischkonserve, Kaffee, Lebkuchen und Zucker.

Hier sind einige Eindrücke der Senioren nach der Weihnachtsfeier:

„Ich möchte allen Mitarbeitern der Stiftung Veritas meinen Dank aussprechen, die sich mit so viel Liebe und Sorgfalt um die Menschen kümmern, die das Zentrum besuchen. Durch Ihren unermüdlichen Einsatz schaffen Sie es, unser Leben zu verändern, indem Sie Licht und Trost bringen, wo Schmerz und Einsamkeit herrschen. Wir danken Ihnen für das Einfühlungsvermögen, die Professionalität und die Liebe, mit der Sie uns jeden Tag begrüßen. Die Stiftung Veritas ist mehr als ein Sozialwerk – sie ist ein Haus der Seele, in dem wir uns alle wertgeschätzt und respektiert fühlen.“ (Herr Pop)

„Dieser Ort hat mir in den letzten 15 Jahren geholfen, mit mehr Zuversicht durchs Leben zu gehen. In all diesen Jahren habe ich Menschen mit Seele getroffen, die einen lebendigen Eindruck in unserer Seele hinterlassen haben. Danke dafür!“ (Frau Tripa)

„Die Stiftung Veritas gab mir die Möglichkeit, wunderbare Menschen im Seniorenclub kennenzulernen, und die Großzügigkeit der Mitarbeiter der Stiftung Veritas veranlasste mich, mich an dem Freiwilligenprogramm für die Kinder des Zentrums zu beteiligen. Ich fühlte mich verpflichtet, im Gegenzug etwas von meinem Wissen und meiner Zeit zur Verfügung zu stellen. Ich danke Ihnen !!!!“ (Herr Ludusan)

„Jeder Nutznießer des Elderly Club hat sowohl den Mitarbeitern als auch den Sponsoren dieses Zentrums einen Gedanken des Lichts und der Liebe geschenkt. Heute habe ich die Aufregung und Freude gespürt, ein Teil dieses Festtages zu sein.“ (Jeni, Mitarbeiterin von Veritas)

Und Petra Popa, Leiterin von Veritas, fasst zusammen:

„Wenn ich diese Eindrücke lese, wird mir klar, wie wichtig wir bei der Erbringung unserer Dienstleistungen sind. Aber hinter diesen Diensten stehen wunderbare Menschen wie Sie, die auf das vertrauen, was wir tun, und sich dafür entscheiden, uns zu unterstützen. Für all Ihre Gaben, Ihr Engagement und Ihre anhaltende Unterstützung danke ich Ihnen und bin Ihnen dankbar, weil wir gemeinsam daran arbeiten, dass Gottes Reich unter uns spürbar wird.

Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr!!!!“

Hoffnungslichter für Syrien

Jüngste Ereignisse schaffen neue Herausforderungen

Zaghafte Hoffnung auf eine bessere Zukunft, Trauer um die Verluste der letzten Jahre, bange Unsicherheit, was kommen wird … die jüngsten Ereignisse in Syrien lösen eine Vielzahl an Emotionen aus. Das Ende des fast vierzehnjährigen Bürgerkrieges mit seinen Hunderttausenden von Toten sollte ein Grund zur Freude sein, doch die tatsächliche Lage ist ernüchternd: ein Land, das in Trümmern liegt, die Wirtschaft auf dem Nullpunkt, Menschen, deren Leben über anderthalb Jahrzehnte von Hoffnungslosigkeit und Isolation geprägt war. Die meisten, die zurückkehren – nach vielen heimatlosen Jahren – finden kaum mehr die Scherben des alten Lebens. Und andere Fragen drücken sich auf: wie die neue Regierung mit Minderheiten umgehen wird, ob Menschenrechte respektiert werden, wie Wiederaufbau aus dem Nichts ohne Ausbeutung gelingen kann.

„Die Menschen in Syrien haben eine gute Zukunft verdient“, betont Antony*, unser Partner vor Ort. „Sie haben so viel Leid und Verlust erfahren … .“

Aber wie kann diese „gute Zukunft“ zur Realität werden? Der Wiederaufbau wird viel Zeit und Weisheit brauchen … und Ressourcen, von denen Syrien keine mehr übrig hat. Aber nicht nur Investition in Infrastruktur ist notwendig – vor allem brauchen die Menschen eine neue Perspektive und die notwendigen Fertigkeiten, ihre Zukunft selbstständig und erfolgreich in die Hand zu nehmen.

Darauf konzentrierte sich das Schulungsprogramm, das Antony dieses Jahr in Nordsyrien mit unserer Unterstützung durchgeführt hat. Fünfzehn junge Leiter konnten in umfassenden Schulungen mit persönlichem Follow-Up eine neue Perspektive entwickeln und entsprechende Fertigkeiten erlernen, um als Führungspersönlichkeiten ihr Umfeld positiv und nachhaltig zu beeinflussen. Das Programm gipfelte in einem von den Teilnehmern selbst entwickelten Workshop-Wochenende für lokale Schüler, das Mitte November stattfand – nur wenige Stunden bevor sich in Syrien das Schicksal wendete.

Antony berichtet begeistert von der Veränderung, die er in den letzten Monaten bei den jungen Erwachsenen beobachten konnte und ist optimistisch, dass sie auch in ihrer Community ein Hoffnungslicht sein können. Und genau solche Hoffnungslichter hat das ganze Land dringend nötig! Daher möchte der Partner vor Ort das Programm an anderen Orten wiederholen, um noch weiteren jungen Menschen diesen Perspektivwechsel zu ermöglichen.

Wenn Sie dazu beitragen möchten, dass die zaghafte Hoffnung in Syrien zur greifbaren Realität wird, dann spenden Sie bitte mit Vermerk „Syrien“ oder „Naher Osten Katastrophenhilfe“ auf unser Konto (IBAN DE56 5075 0094 0000 022394) oder online.

 

* Name aus Sicherheitsgründen geändert

Das Foto zeigt syrische Kinder in einem Flüchtlingslager im Libanon.

Ein starkes Fundament für die Zukunft

Ermutigende Ergebnisse aus Projektbesuch im integrativen Kinderzentrum in Ghalegaun, Nepal

„Wir haben eine Vision für die Zukunft: gut ausgebildete Kinder, eine starke Selbsthilfegruppe, finanzielle Unabhängigkeit … wir möchten unser Wissen mit den Nachbardörfern teilen und unsere Kinder lehren, andere zu fördern und diese Tradition des gegenseitigen Unterstützens  weiterzuleben.“

„Wir schaffen jetzt das Fundament dafür … Schritt für Schritt wollen wir unser Dorf leiten, dass wir gemeinsam stark werden und das Programm eigenständig weiterführen können.“

Zwei Jahre ist es her, dass die Leiter der Selbsthilfegruppe im Bergdorf Ghalegaun im Osten Nepals diese Vision mit uns teilten. Seit Anfang 2021 fördern wir dort ein integratives Kinderzentrum, das bessere Bildung für die Kinder und ein geregeltes Einkommen für die Familien ermöglicht. Im November waren wir erneut vor Ort um zu sehen, wie sich das Fundament entwickelt hat. Und uns begeistert, war wir beobachten können:

Um sieben Uhr morgens kommen die Kinder ins Kinderzentrum gerannt, quetschen sich auf die Bänke, lachen, blicken erwartungsvoll auf die Lehrerin, die die Anwesenheitsliste durchgeht. Fast alle sind da – fast doppelt so viele wie vor zwei Jahren. Da hing noch die Frage im Raum, ob die Dorfschule nicht schließen wird wie so viele andere kleine Dorfschulen in Nepal – stundenlang hätten die Kinder dann laufen müssen, viele hätten ihre Bildung wohl abgebrochen. Das Gegenteil ist passiert: Die Schülerzahl ist so angestiegen, dass die Regierung der Schule weitere Lehrer zur Verfügung gestellt hat. Die Förderung im Kinderzentrum hat hier den entscheidenden Unterschied gemacht.

Auf dem Weg durchs Dorf begegnen uns einige Personen mit Milchkannen, die die Milch ihrer durchs Projekt erhaltenen Kühe zur Sammelstelle bringen – die paar hundert Rupien, die sie dabei verdienen, mussten sie sich früher von Kreditinstituten mit hohem Zinssatz ausleihen. Ob Viehzucht mit Kühen, Ziegen oder Schweinen, kleine Läden, Schreinereien oder ähnliches – alle Familien betonen, dass sie sich jetzt die meisten alltäglichen Dinge leisten und sogar für die weiterführende Bildung ihrer Kinder aufkommen können; früher war das für die ärmeren Familien unerschwinglich.

Haus um Haus besuchen wir, bestaunen Gemüsegärten und Ställe, hören von Herausforderungen und freuen uns über Erfolge – und in den Gesprächen wird klar, dass die meisten Haushalte verstanden haben:  Wenn ich mein kleines Unternehmen oder meine Viehzucht weiterentwickeln möchte, dann muss ich vom täglichen Einkommen einen Betrag sparen und sinnvoll investieren. Vor Projektbeginn war Sparen hier ein Fremdwort! Aber so können auch Rückschläge ausgeglichen werden, und die Familien wissen, wie sie ihre Lage in Zukunft eigenständig verbessern können.

Besonders beeindruckt ein Besuch bei Tejan, dem Schriftführer der Selbsthilfegruppe, der seine Vision selbst tatkräftig umsetzt. Nur eine Kuh hat er durchs Projekt erhalten, zusammen mit Schulungen zu verbesserter Viehzucht und Gemüseanbau. Die Einnahmen vom Milchverkauf und das Gelernte hat er so geschickt investiert und umgesetzt, dass er nun fünf Kühe und Kälber hat, außerdem eine Ziegenzucht und sieben große Plastik-Gewächshäuser für Gemüse und Obst. Um seine Farm auszuweiten, hat er Land von seinen Brüdern gemietet. Und er hat noch große Pläne: Eine Fisch- und Bienenzucht möchte er aufbauen, mehr Obst und Gemüse sowie Kardamom anbauen, die Ställe verbessern und seine kleine Farm als integrierte Landwirtschaft nachhaltig gestalten.

„Ich möchte ein Vorbild für andere sein“, erklärt er. „Wenn ich es gut mache, dann können andere das sehen und es auch besser machen. Am besten lernt man ja von guten Beispielen.“

Ein Fundament schaffen für die Zukunft – Tejan arbeitet eifrig daran. Für sein Dorf, aber natürlich auch für seine Familie. Seinen zwei Söhnen, jetzt 11 und 13 Jahre alt, möchte er eine gute Ausbildung ermöglichen. „Ich tue das ja alles auch für meine Kinder“, betont er. „Wenn sie mal etwas Besseres sein möchten, dann werde ich versuchen, ihnen das zu ermöglichen. Meine Hoffnung ist, dass sie sich zu guten und erfolgreichen Männern entwickeln.

Aber was ich mir am meisten wünsche: dass sie nach der Ausbildung wieder hier ins Dorf zurückkommen. Dass sie nicht ins Ausland gehen wie so viele andere. Ich habe noch so viele Pläne, die kann ich gar nicht alle allein umsetzen. Wenn meine Söhne zurückkommen und mit mir gemeinsam die Farm weiter ausbauen – das wäre mein Traum.“

Zum Abschluss treffen wir uns wieder mit dem Komitee der Selbsthilfegruppe; Tejan ist natürlich auch dabei. Ein enorm ermutigendes Gespräch! „Früher“, erzählt Tejan, „waren viele Dorfbewohner sehr negativ eingestellt. Hier können wir ja doch nichts erreichen, meinten sie. Aber jetzt haben sie ihre Meinung geändert, jetzt entwickelt sich was! Und unsere Nachbarn, die sehen das und lernen von unserem Beispiel.“

„Besonders wichtig ist das Kinderzentrum“, betonen die Mütter, „jetzt wollen die Kinder alle in die Schule gehen! Und ihre Noten sind besser, sie haben mehr Chancen – früher, da konnten nur die reichen Familien ihren Kindern eine ordentliche Bildung ermöglichen. Aber jetzt ist es egal, ob man arm oder reich ist – alle Kinder haben die gleiche Chance!“

Ohne Zweifel: Das Fundament festigt sich, die Vision nimmt Form an. Kann auch die finanzielle Unabhängigkeit erreicht werden? Dafür sind noch ein paar weitere Schritte nötig; unter anderem sollte ein kleines gemeinschaftliches Unternehmen aufgebaut werden, aus dessen Einkommen die Selbsthilfegruppe das Kinderzentrum vollumfänglich weiterführen kann. Aber die wichtigsten Grundlagen sind gelegt, um die begonnenen positiven Veränderungen aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln … ein starkes Fundament für die Zukunft.

 

Lesen Sie auch die früheren Beiträge zu diesem Kinderzentrum.

Wenn Sie dazu beitragen möchten, dass das Fundament in Ghalegaun noch weiter gefestigt wird, dann spenden Sie mit Vermerk „Integrative Kinderzentren Nepal“ (zum allgemeinen Online-Spendenformular; zum Formular für Integrative Kinderzentren).

Dieses Weihnachtsgeschenk verändert Leben!

Wir bieten nachhaltige Alternative zu „Weihnachtspäckchen“

Fast ein Vierteljahrhundert lang haben wir jährlich zu Weihnachten nach Albanien, Bulgarien und Rumänien selbstgepackte „Weihnachtspäckchen“ mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versandt, die Tausenden von bedürftigen Kindern, Familien und Senioren eine Freude zu Weihnachten gemacht haben. Das waren (gerechnet ab 2010) insgesamt über 10.000 Weihnachts- und Schulpäckchen, die, gemeinsam mit anderen Gütern, mehr als 88 Tonnen Weihnachtsfreude verbreitet haben! Hunderte Einzelpersonen und Gruppen aus ganz Deutschland haben sich daran beteiligt.

Dieses „Weihnachtsgeschenk“ möchten wir, gemäß unseres Grundsatzes „wirkungsvoll helfen und nachhaltig verändern“, ab sofort noch nachhaltiger umsetzen. Und zwar mit einer „Geschenkspende“, die doppelt Freude schenkt – einer lieben Person hier in Deutschland, sowie Menschen andernorts, die dringend Unterstützung brauchen. Nachhaltige Hilfe statt vergänglicher Präsente – so kann der wahre Geist des Schenkens ganz neu entdeckt werden!

Angeboten wird zum Beispiel eine Geschenkspende, die einem Schulkind in Nepal eine Winterjacke spendet – dort wird es im Winter in den Bergdörfern bitterlich kalt. Oder ein paar Hühner für eine Familie in Süd-Madagaskar, die sich damit eine Hühnerzucht aufbauen und ausreichend ernähren können. Zu jeder Geschenkspende erhalten Spender eine personalisierte Karte, die sie ihren Freunden, Verwandten oder Kollegen zum Weihnachtsfest überreichen können.

Weitere Geschenkideen und alle nötigen Details gibt es hier.

Mit einer Geschenkspende schenken Sie Hoffnung, Chancen und Perspektiven – eine Geste, die weit über die Feiertage hinaus Bedeutung hat!

 

Und in diesem Kurzvideo erfahren Sie, warum wir keine Weihnachtspäckchen mehr verschicken.

Zehn Jahre Zufluchtsort

Kinderzentrum Kombinat in Albanien blickt auf vergangenes Schuljahr zurück

„Als wir letztes Jahr nach den Sommerferien das Kinderzentrum wieder eröffnet haben, waren die Kinder so glücklich. Endlich wieder was zu tun! Endlich wieder ein Ort, an dem sie bleiben dürfen! Wir haben ihnen geholfen, ihre Schulbücher zu besorgen und einzubinden, damit sie länger halten. Das machen die Kinder richtig gerne! Schulmaterial und Taschen haben sie auch bekommen. Und dann haben wir mit ihnen geübt, was sie im letzten Schuljahr gelernt haben.“

Zehn Jahre ist es her, dass ein paXan-Team in Kombinat, Albanien, ein Kinderprogramm durchführte, durch das im folgenden Jahr das Kinderzentrum Kombinat entstand. Zehn Jahre, in denen Kindern aus den bedürftigsten Familien dieses sozialschwachen Vorortes von Tirana durch Hausaufgabenhilfe, Schulmaterial und weitere Aktivitäten eine ordentliche Bildung ermöglicht wurde. Zehn Jahre, in denen die Kinder einen Ort hatten, an dem sie sich geliebt und angenommen fühlen, ein Zufluchtsort, wo jemand auf sie wartet, der sie kennt und sieht. Die meisten dieser Kinder sind jetzt Jugendliche oder junge Erwachsene, und es sind ihre kleinen Geschwister, die sich nach den langen Ferien so sehr den Start des Kinderzentrums herbei ersehnen. Denn auch nach zehn Jahren ist das Kinderzentrum Kombinat weiterhin ein Zufluchtsort für zahlreiche Kinder des Ortes.

Gesti, lokaler Pastor und Gründer des Kinderzentrums, blickt auf das Schuljahr 2023-24 zurück:

„Im September kamen zwei unserer jüngsten Kinder zum ersten Mal in die Schule. Sie waren aufgeregt und etwas ängstlich, aber wir sind mit ihnen zur Schule gegangen, und das hat ihnen geholfen.

Wir haben auch ein paar neue Gesichter im Zentrum. Mit dem Rathaus haben wir eine gute Beziehung aufgebaut, und sie besuchen uns regelmäßig; wir sprechen über die Herausforderungen der Kinder und sie laden uns zu ihren Treffen ein. Im Herbst hatten die Sozialarbeiter uns gebeten, vier weitere Kinder aufzunehmen, die aus schwierigen Verhältnissen kommen – das zeigt, dass wir immer bekannter werden im Ort und sie für unseren Dienst dankbar sind.

Es war gar nicht so einfach, diese Kinder zu integrieren – zwei Mädchen, zum Beispiel, kommen aus einer Roma-Familie, die Eltern sind Analphabeten und haben die Kinder immer alleine zuhause behalten. Dadurch hatten sie früher gar keinen Kontakt zu anderen Kindern, und waren anfangs sehr schüchtern und distanziert. Aber jetzt haben sie sich total verändert, sie fühlen sich geliebt und umsorgt, und wollen die ganze Zeit nur im Kinderzentrum bleiben.

Die Schulen, mit denen wir kooperieren, unterrichten weiterhin in zwei Schichten, daher haben wir im Kinderzentrum zwei Gruppen, eine vormittags und eine nachmittags, insgesamt 34 Kinder. Wir sind so dankbar für den tollen Einsatz unserer Mitarbeiter – Lehrerin Vera und ihre liebevolle Hingabe für die Kinder – Eda, die sich mit um die Familien kümmert– die Jugendlichen aus der Gemeinde, die ihre Zeit investieren um zu helfen – und natürlich Mama Vera, die jeden Tag mit viel Liebe die warmen Mahlzeiten kocht. Die Kinder sind so glücklich über das Essen und holen sich mit Begeisterung einen dritten oder vierten Teller voll; manchmal lächeln wir darüber, aber dann erinnern wir uns, dass das für viele Kinder die einzige Mahlzeit am Tag ist.

Das letzte Schuljahr war voller besonderer Aktivitäten. Dieses Jahr konnten wir den Besuch einer mobilen Zahnarztklinik organisieren – das war dringend nötig – und kümmern uns um die medizinische Versorgung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen wie Diabetes. Wir haben die Geburtstage der Kinder gefeiert und natürlich Weihnachten und Ostern – die Weihnachtsfeier gemeinsam mit den Eltern ist für die Kinder der Höhepunkt des Jahres! Im Sommer hatten wir noch ein Ferienprogramm; besonders die Wasserspiele haben die Kinder genossen.

Wir freuen uns so, den Fortschritt im Leben der Kinder zu beobachten und von Eltern und Lehrern die guten Berichte zu hören! Am Ende des Schuljahres haben die Kinder Zeugnisse bekommen und wir haben mit ihnen die tollen Ergebnisse gefeiert. Manche der Kinder sind die besten in ihrer Klasse – was für einen Unterschied macht es doch, wenn Kinder einen Ort haben, an dem sie geliebt werden und sich jemand um sie kümmert!

Jetzt sind wir ins neue Schuljahr gestartet. Ein Schuljahr, das viele Herausforderungen bringen wird, und viele wundervolle Momente. Danke, dass ihr uns auf dieser Reise begleitet!“

 

Das Kinderzentrum in Kombinat finanziert sich unter anderem durch Patenschaften. Wenn Sie ein Kind in diesem Kinderzentrum unterstützen möchten, dann wählen Sie bitte auf dem Patenschaftsformular als Region „Osteuropa“. Selbstverständlich können Sie das Kinderzentrum auch durch eine Spende unterstützen; dann wählen Sie bitte bei der Online-Spende „Kinderzentrum Kombinat (Albanien)“.

Wir schaffen das!

Ermutigende Erfolgsgeschichten aus dem Großprojekt in Mongla, Bangladesch

Ein weiteres Jahr ist vergangen in Mongla im südwestlichen Küstengebiet von Bangladesch, und wir stehen wieder am Flussufer. Dasselbe Flussufer wie vor ein, vor zwei Jahren – und eben doch nicht dasselbe. Wieder hat der Fluss mehrere Meter Land gefressen. Die Familien, die mal ein ordentliches Stück Land viele Gehminuten vom Fluss entfernt hatten, wohnen jetzt am Ufer und schauen zu, wie das Wasser Monat für Monat ihr Land verschlingt, bis nichts mehr übrig ist.

Und trotzdem – die Menschen geben nicht auf. Sichern beim Sturm ihre Hütten, züchten Hühner und Ziegen, lernen neue Fertigkeiten, sodass sie auch noch ein Einkommen verdienen können, wenn Fischteiche und Gemüsegärten im Fluss verschwunden sind.

Um ausreichende Vorsorgemaßnahmen für den Katastrophenfall und eine funktionierende Anpassung an die geänderten klimatischen Bedingungen – darum geht es in diesem Großprojekt, das wir seit Herbst 2021 mit finanzieller Förderung der Bundesregierung hier in Mongla unterstützen, und das jetzt in die Endphase läuft. Dabei wurden die Maßnahmen im Frühjahr ordentlich auf die Probe gestellt: Wirbelsturm „Remal“ hat gezeigt, was bei der Katastrophenvorsorge funktioniert und was noch verbesserungswürdig ist.

Die Berichte, die wir hören, als wir im Rahmen einer Projektreise in Mongla von Haus zu Haus ziehen, machen Mut. Da ist zum Beispiel Minoti, deren Hühner- und Entenzucht wir letztes Jahr bestaunen durften. Diese Geflügelzucht hat sie ausgebaut, dann mit ihrem Einkommen und einem Darlehen aus der Selbsthilfegruppe eine Kuh gekauft, inzwischen hat sie schon vier Kühe, die in einem ordentlichen Stall untergebracht sind. Minoti ist Witwe, aber mit ihrem Einkommen kann sie nun ihre zwei Kinder gut versorgen. Im Wirbelsturm hat sie fast nichts verloren – ihr Vieh hatte sie in Sicherheit gebracht, das Haus ordentlich gesichert; nur ein kleines Stück Dach musste sie erneuern und den Garten neu aussäen. Sogar das in dieser Gegend ewig-präsente Trinkwasserproblem hat sie gelöst, indem sie sich hinter die Hütte einen großen, betonierten Wasserspeicher gebaut hat. Minoti – fleißig, innovativ, motiviert, freundlich und selbstständig – ist eine große Ermutigung für ihre Nachbarn und Freunde, denn nichts motiviert so sehr wie ein gutes Beispiel!

Leider gibt es auch viele, die im Sturm sehr viel verloren haben, teils weil sie nicht genügend Vorsorgemaßnahmen umgesetzt hatten, manchmal auch einfach, weil sie an der falschen Stelle wohnen. Aber auch hier werden in Gesprächen zwei Dinge deutlich: einerseits, dass den Menschen bewusst ist, welche Nachbarn besser vorbereitet waren, und sie das nachahmen möchten, und andererseits, dass zwar viel Hab und Gut verloren ging, das erlernte Wissen aber weiterhin besteht – die Mehrzahl der Personen, die Viehzucht oder kleine Unternehmen im Zyklon verloren haben, haben bereits neu begonnen oder planen es noch vor Ende des Jahres.

Und immer wieder treffen wir auf beeindruckende Beispiele von Innovation, Kreativität und ersten großen Erfolgen.

Labuni aus Chandpai hat im Rahmen des Projektes ein „Market Development Training“ besucht; jetzt verkauft sie mit ihrer Häkelgruppe inzwischen über Facebook bis nach Dhaka; ein Händler exportiert ihre Ware sogar. Ihre kreativen Ideen sorgen dafür, dass die Nachfrage nicht abnimmt. 25 Frauen verdienen so durch Häkeln ein Einkommen, und Labuni sucht ständig nach weiteren, weil sie so viele Aufträge bekommt; u.a. bietet sie auch Kurse an, sodass weitere Frauen die Fertigkeiten erlernen können.

Protap in Chila hat seine Krabbenzucht so erfolgreich ausgebaut, dass er jetzt monatlich 30.000 Taka (ca. 250 EUR) netto verdient; letztes Jahr waren es noch 20.000 Taka; ohne den Zyklon hätte er vermutlich schon 35.000 Taka erreicht. Auch seine Ware wird ins Ausland exportiert. Früher konnte er durch Fischzucht seine sechsköpfige Familie so gerade eben ernähren. Seit er im Projekt die Schulungen zur Krabbenzucht mitgemacht hat und umgestiegen ist, geht es ihnen richtig gut; ein ordentliches Haus konnte er bauen, und hat sogar etwas Erspartes auf der Bank.

Tohomina, eine der Ärmsten in der Zielgruppe, strahlt übers ganze Gesicht, als wir zu Besuch kommen. Letztes Jahr ging es ihr noch richtig schlecht, die Hütte war am Zerfallen, das magere Einkommen reichte für nichts. Aber dank der stetigen Bemühungen des Projektteams wohnt Tohomina mit Mann und zwei kleinen Kindern jetzt in einer ordentlichen Hütte – die Nachbarn halfen ihr beim Bau – die auch beim Zyklon stehenblieb. Gemüse und Geflügelzucht liefen gut bis zum Sturm, aber trotz der Verluste ist Tohomina jetzt voller Zuversicht; man kann ja schließlich immer wieder neu anfangen, wenn man die nötigen Kenntnisse hat.

Am letzten Nachmittag lernen wir noch Rituparna kennen, die hervorragend Englisch kann und deren künstlerische Fähigkeiten uns sprachlos machen: u.a. selbst entworfener Schmuck und individuell bemalte Taschen von einer Qualität, die auch auf dem deutschen Markt problemlos verkauft werden könnten. Bisher hat sich Rituparna ihren eigenen Markt noch nicht so richtig erschlossen; sie verkauft zwar über Facebook, aber die Einnahmen sind im Vergleich zur Qualität gering. Doch ein enormes Potential schlummert hier – und wieder sind wir beeindruckt, dass Rituparna dabei nicht sich selbst im Blick hat, sondern sich vor allem bessere Chancen für die Mädchen wünscht, denen sie ihre Künste weitervermittelt.

Schlussendlich ist eine der Erkenntnisse unseres Besuches: Mit der richtigen Kenntnisvermittlung und langfristiger Begleitung  und Ermutigung können vor allem die Grundlagen verändert werden, sodass Menschen auch bei Rückschlägen oder in schwierigen Situationen nicht aufgeben, sondern mit Zuversicht weitermachen oder Neues beginnen, denn sie wissen: Wir können das schaffen, denn wir haben es schon einmal geschafft!

 

Dieser Reisebericht konzentrierte sich auf den Aspekt des Projektes, der zum Ziel hat, den Familien alternative Einkommensmöglichkeiten zu vermitteln, sodass sie trotz Katastrophen und Klimawandel ihre Familien ernähren können. Ein weiterer Bericht wird sich spezifisch auf die verschiedenen Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge auf Haushalt- und Dorfebene beziehen.

Hier finden Sie ein kurzes Erklär-Video zu diesem Projekt.

Dieses Projekt wird zu 75% vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert; Helping Hands e.V. muss einen Eigenanteil von 12,5% aufbringen (ca. 32.000 EUR). Wenn Sie die Familien in Chila und Chandpai (Mongla) im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels unterstützen möchten, spenden Sie bitte mit Vermerk „Mongla“.